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VIDEO: RigiMove in der Düsseldorfer Zentrale
VIDEO: RigiMove - Wieder verwendbare Trennwand
VIDEO: Malermeister testet RigiMove
RigiMove in der Düsseldorfer Zentrale von SAINT-GOBAIN
Flexible Raumaufteilungen – Flächen schnell, einfach und mit höchster Aufenthaltsqualität anpassen
Bautagebuch
Beim Umzug der Düsseldorfer Saint-Gobain Zentrale im vergangenen Jahr wurde nach einer Lösung gesucht, die neuen Flächen und Räumlichkeiten im Gewerbeobjekt „Prinzenpark“ flexibel zu unterteilen. Da traf es sich gut, dass die Entwicklungsphase des innovativen wiederverwendbaren Rigips Wandsystems RigiMove gerade abgeschlossen war. Was folgte, war also quasi ein „Selbstversuch“ mit überzeugenden Ergebnissen! Sämtliche Informationen rund um RigiMove finden sich übrigens an zentraler Stelle unter rigips.de/rigimove.
Foto: Bürogebäude „Prinzenpark“, Heimat der Saint-Gobain Marken ISOVER, RIGIPS & Weber
Step by step
Nach der Anlieferung aller RigiMove Systemkomponenten per Hochverkranung in das vierte Obergeschoss des Neubaus machte sich das Ausbauteam nach kurzer Einweisung an das Anbringen der Markierungen für den genauen Wandverlauf. Die Positionierung der Wand erfolgte mithilfe eines Kreuzlinienlasers und einer Schlagschnur. Durch die Verwendung des Modulbefestigungsbandes für die Fixierung der Unterkonstruktion am Boden wurden etwaige Beschädigungen, wie sie durch andere Befestigungsmittel leicht entstehen können, vermieden. Dies ist insbesondere bei durchgehenden Fußbodenheizungen oder wertvollen Belägen eine sinnvolle Variante.
Aufstellen der RigiMove Modulprofile
Weiter ging es mit dem Stellen des ersten I-Modulprofils, das akkurat mit der Wasserwage ausgerichtet und an der Decke fixiert wurde. Das Besondere an den teleskopierbaren RigiMove Modulprofilen: Sie sind zwischen 2 und 3,5 Metern Höhe höhenverstellbar und die horizontalen Profilelemente sind gleich integriert.
Alle weiteren I-Modulprofile konnten einfach und schnell durch Einschieben in das bereits montierte Modulprofil exakt ausgerichtet und montiert werden. Dafür verfügen die I-Modulprofile über werksseitig gefertigte Einfädel- und Fixierlaschen in die oberen und unteren U-Profile.
Die Fixierung erfolgte anschließend über das Schließen der Schnellspannhebel. Beim Schließvorgang wird ein leichter Druck nach oben ausgeübt, der bis zur späteren Verschraubung an der Decke für sicheren Halt sorgt.
Einfacher Rückbau und Wiederverwendbarkeit ist sichergestellt
Das Ziel bei der Entwicklung von RigiMove war es, einen einfachen Rückbau und die Wiederverwendung der wesentlichen Komponenten zu ermöglichen. Deshalb werden die Systemplatten bei RigiMove auch nicht verschraubt, sondern können auf der Unterkonstruktion sicher mittels Klettbändern montiert werden. Die Modulprofile sind entsprechend mit einem Softklett ausgestattet, an dem später die Systemplatten sicher – aber jederzeit lösbar – mit dem auf den Platten geklebten Hakenklett befestigt werden.
Im Gegensatz zum Standardtrockenbau werden die beiden Randprofile (C-Modulprofile) erst zum Abschluss des Stellens der Unterkonstruktion eingefügt. Seitlich und an der Decke werden die Modulprofile abschließend mit den angrenzenden Bauteilen verschraubt.
Viele Vorteile: Beplankung mit Nut- und Federsystem
Nach dem kompletten Stellen der Profile einer Wand, wurden die RigiMove Systemplatten angebracht. Diese zeichnen sich insbesondere durch ihr seitliches Nut- und Federsystem und dem beschriebenen Hakenklett an der Nutseite aus.
Bei der ersten Platte wurde die Federseite so auf Maß geschnitten, dass die Nut bündig mit dem Profil abschließt und zum angrenzenden Bauteil circa 5 mm Abstand erhalten bleibt. Die Länge wird bei allen Platten rund 10 mm kürzer gewählt als das lichte Raummaß.
Für das Anbringen der jeweils ersten Platte pro Wandseite wird ein weiteres Hakenklettband zur Fixierung benötigt. Die einfachste Methode zur genauen Positionierung: Dieses Hakenklettband auf das Softklettband des C-Modulprofils kletten, den Klebeschutzstreifen entfernen, die Platte ausrichten und dann kräftig auf ganzer Länge gegen den Klebestreifen drücken.
Auf jeder Wandseite sollte bei der Positionierung der ersten Platte auf die exakte vertikale Ausrichtung und den bündigen Abschluss mit dem Profil geachtet werden. Dann können alle weiteren Platten mit wenig Aufwand eingefügt und verklettet werden. So lässt sich eine sehr schnelle Plattenverlegung realisieren – kein Vergleich zum „klassischen“ Verschrauben. Die letzte Platte pro Wandseite wird an der Nutseite so formatiert, dass zum angrenzenden Bauteil circa 5 mm Abstand bestehen bleibt. Das gegebenenfalls ergänzende Hakenklettband wird bei der letzten Platte pro Wandseite wie bei der ersten Platte angebracht.
Die perfekte Kombination: RigiMove Systemplatten und Akustic TP 1 Lanaé
Nach der Fertigstellung der ersten Beplankungsseite, wurde in die Gefache zur Optimierung der Schalldämmung die speziell für Innenräume entwickelte, wohngesunde und klimafreundliche Trennwandplatte Akustic TP 1 Lanaé von ISOVER eingebracht. Nach dem Schließen der zweiten Wandseite wurde das RigiMove Fugendichtband rundum eingefügt. Dies verbessert die Schalldämmung zusätzlich und dient der nachfolgend angebrachten Tapete als ergänzender Haftgrund. In Kombination mit den Systemplatten erzielt die Wandkonstruktion eine ausgezeichnete Schallschutzperformance von Rw = 51 dB!
Damit optisch eine fugenlose Wand entstehen konnte, kam im „Prinzenpark“ die oberflächenfertige und rückstandsfrei abziehbare Tapete Adfors Novelio Fusion zum Einsatz.
Je öfter wiederverwendet, desto besser die Klimabilanz
Der Rückbau von RigiMove Systemwänden erfolgt bei Bedarf in der genau umgekehrten Reihenfolge. Alle wesentlichen Systemkomponenten wurden so entwickelt, dass sie mehrfach wiederverwendbar sind, wodurch ein wesentlicher Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet wird. Der Lebenszyklus der einzelnen Bestandteile kann so gegenüber einer Standardtrennwand wesentlich verlängert werden. Gerade die getrennte Rückbaubarkeit der Komponenten macht RigiMove zu einem mustergültigen Beispiel für Zirkuläres Bauen.
Und: Je öfter eine Wiederverwendung von RigiMove stattfindet, desto besser fällt die Bilanz bezüglich des Treibhauspotenzials und der benötigten Primärenergie aus. So wird auch eine Reduzierung weiterer Umweltkriterien, wie das „Global Warming Potential“, sowie des Rohstoff-, Abfall- und Wasserverbrauchs erreicht.
Kostenbeispiel kumuliert: RigiMove vs. Standard Trockenbauwand (oberflächenfertig), bei 2-fachem Umbau
Bei steigenden Material- und Arbeitskosten fällt der Vergleich pro RigiMove natürlich noch besser aus. Berücksichtigt sind durchschnittliche Kosten für Material, Arbeitsaufwand für Auf- und Abbau sowie anfallende Entsorgungskosten.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Die Vorteile von RigiMove zahlen sich vor allem in Bereichen aus, in denen naturgemäß öfter umgebaut wird:
- Bürogebäude / Mietbüros
- Multifunktionsgebäude
- Ladenbau/Einkaufspassagen
- Messen / Ausstellungsräume
- Museen.
Auch als einseitig beplankt als Vorsatzschale vor Installationen (die öfter ergänzt werden müssen), zum Beispiel in Krankenhäusern, oder als mehrmals nutzbare Staubschutzwand kann RigiMove gute Dienste leisten.
Hauptsitz der dt. Saint-Gobain Marken ISOVER, RIGIPS & Weber: Prinzenpark, Düsseldorf