Bauherr: Ev.-Luth. Willehadi-Kirchengemeinde, 30823 Garbsen
Generalplanung: Gerd Lauterbach Dipl.-Ing. Architekt, 30161 Hannover
Verarbeiter: Germerott Innenausbau GmbH & Co. KG, 30989 Gehrden
Fotograf: Ralf Mohr Photographie, 30171 Hannover
Rigips Fachberater: Dennis Pietrzyk

Bereits zwei Mal konnte sich das Team um Akustik- und Trockenbauspezialist Frank Fenselau im Rahmen früherer Wettbewerbe über den Sieg in der Kategorie Akustiksysteme freuen. Dass aus Sicht der Juroren auch in diesem Jahr kein Weg an Germerott Innenausbau vorbeiführte, liegt an der Leistung seines Teams beim Ausbau der neuen Willehadi-Kirche in Garbsen. Das im Juli 2013 von Unbekannten gelegte Feuer beschädigte den Kirchenbau so stark, dass sich die Gemeinde für einen Neubau entschied. Die neue Kirche sollte vielseitig und flexibel nutzbar sein und sich für einen feierlichen Gottesdienst genauso gut eignen, wie für Konzerte und andere Veranstaltungen. Auf dem Fundament der alten Kirche ist ein Gotteshaus entstanden, das sowohl Transparenz und Offenheit als auch ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln sollte. Die Deckengestaltung im Inneren ist eine Trockenbau Meisterleistung. Die gesamte Deckenkonstruktion besteht aus zwei Ebenen, zu der akustisch wirksamen zweiten Ebene war an die erste Ebene die Feuerwiderstandsklasse F30 gefordert.

Um mittels einer Akustikdecke eine optimale Raumakustik zu erzielen, führte das Germerott-Team auf Grundlage erster Berechnungen und in Zusammenarbeit mit einem Akustiker mehrere Modellversuche im unternehmenseigenen Hallraum durch. Die so gewonnenen Erkenntnisse ermöglichten eine gezielte Optimierung der geplanten Akustikdecke aus Gipsfaserplatten, die auch optisch und unter brandschutztechnischen Gesichtspunkten zu überzeugen weiß. Die Umsetzung des vorgegebenen Entwurfs erfolgte in sehr hoher Verarbeitungsqualität. Ohne die akustische Kompetenz des Ausbauteams wäre die Realisierung dieser „Decke mit Funktion“ in dieser Form nicht denkbar gewesen. Erneut habe das enge Zusammenspiel mit dem beteiligten Akustiker für ein Ergebnis gesorgt, das Augen und Ohren gleichermaßen erfreue, so die Jury.

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