Kammermusiksaal Holzhausenschlösschen, Frankfurt am Main

Kammermusiksaal Holzhausenschlösschen, Frankfurt am Main

Ausführung: Germerott Innenausbau GmbH & Co. KG, 60325 Gehrden
Bauherr: Frankfurter Bürgerstiftung, Frankfurt/Main
Generalplanung: CNK Architekten, 63454 Hanau & Dipl.-Ing. Elke Hartjes, 49688 Lastrup
Rigips Fachberater: Dennis Pietrzyk
Fotograf: Ralf Mohr Photography, 30171 Hannover

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Das Holzhausenschlösschen wurde 1727-29 für Familie von Holzhausen als 3-geschossiges, barockes Wasserschloss mit einem durch ein Belvedere überhöhten Mansardendach erbaut und zuletzt 1953-88 als Geschichts-Museum genutzt. Seit 1989 ist es Sitz einer Bürgerstiftung, die es mehrfach als Veranstaltungshaus umbauen ließ. Für Konzertbesucher wurden ein neuer Kammermusiksaal und gleichzeitig eine Umstrukturierung des Hauses zur barrierefreien Nutzung geplant. Für eine optimale Raumakustik wurden Eigenkreationen aus Gipskarton angefertigt. Dabei wurden brandschutztechnische Einrichtungen wie Decken und Bekleidungen ergänzt und erneuert. Es entstanden neue GK-Zwischenwände, -Decken und Brüstungselemente und eine vitrinenartige Vorwandinstallation für den Schacht des neuen Aufzugs. Im Sinne einer Nutzungsverschiebung war auch der Umbau der zweiläufigen Treppenanlage und der Sanitäranlagen geplant. Der Saal im 1. OG blieb bestehen,  erhielt aber einen neuen Hohlraumboden. Im 2. OG entfielen die Räume, da die Decke zum 1.OG zum Zwecke der Verbesserung des akustischen Raumvolumens für Musikveranstaltungen abgebrochen wurde. Dadurch entstand eine Empore/Galerie mit einer neuen Brüstung, die die neuen raumakustischen Anforderungen erfüllte. Ein Fachplaner für Raumakustik führte Messungen durch und begleitete den gesamten Planungs- und Ausführungsprozess. Auch im 3. OG wurden trockenbauliche Maßnehmen aufgrund der Nutzungsverschiebung erforderlich. Das Belvedere mit Zugang über eine neue Treppenanlage erhielt neue Trockenbauwände sowie eine GK-Flachdecke, die den bislang offenen Dachraum schloss. Durch seine neue Optik und Raumakustik ist der neue Kammermusiksaal zu einem Schmuckstück in Frankfurt geworden. Die sehr aufwändige Konstruktion zur Schallabsorptionwurde wie das gesamte Objekt sehr professionell ausgeführt.

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