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Gipsfaserplatten - Allgemeine Infos 

Lagerung, Transport, Plattenbearbeitung, Baustellenbedingungen etc.

Lagerung

  • Rigidur-Platten auf einer ebenen Unterlage (Palette) oder auf Kanthölzern im Abstand von max. 350 mm horizontal lagern.
  • Platten vor Feuchtigkeit (Regen, Schnee) schützen und vor dem Einbau auf die Umgebungstemperatur bringen. Diese darf nicht unter + 5 °C liegen. Schnelles, schockartiges Aufheizen vermeiden. Eine Beheizung mit Gasbrennern kann zu Kondensatbildung auf den kalten Wandoberflächen führen. Hier ist ein ausreichender Luftaustausch erforderlich.
  • Bei der Plattenlagerung auf die Tragfähigkeit des Untergrundes achten (z. B. 1 Palette à 70 Stück Rigidur H Kleinformat wiegt ca. 1,2t.) 

Nähere Informationen entnehmen Sie dem IGG-Merkblatt Nr 1. „Baustellenbedingungen“.

Transport

  • Beim Transport mit Gabelstaplern muss der Gabelabstand mindestens 1 m betragen.
  • Einzelplatten sind hochkant zu transportieren ansonsten werden Rigidur-Gipsfaserplatten mit geeigneten Transportmitteln (Hub- oder Plattenwagen) befördert.

Rigips - Hinweise

  • Sollten die Rigidur-Platten kurzzeitig feucht geworden sein, müssen sie vor der Verarbeitung vollständig durchtrocknen.
  •  Zum Trocknen müssen die Platten vereinzelt werden.
  • Bei Hochkantlagerung feuchter Platten besteht die Gefahr einer bleibenden Verformung.
  • Rigidur-Platten und das entsprechende Zubehör, wie z. B. Fugenspachtel oder Ansetzbinder sollten grundsätzlich innerhalb von Gebäuden trocken aufbewahrt werden.
  • Einzubauende Mineralwolle muss der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV.) sowie der DIN 18165-1 entsprechen.

Plattenbearbeitung

Zuschnitt

  • Die Rigidur H Gipsfaserplatten lassen sich problemlos mit den üblichen Holz- und Trockenbauwerkzeugen bearbeiten. Die Platten sollten hierbei auf einer ebenen Unterlage, auf dem Plattenstapel oder auf einem Zuschnitttisch flach aufliegen.
  • Die Rigidur H Platten lassen sich ebenfalls mit einem Messer ritzen und auf dem Plattenstapel brechen. Der Einsatz eines speziellen Plattenreißers ist unnötig. Ein handelsübliches Messer mit gehärteten Klingen ist völlig ausreichend. Das rückseitige Anritzen der Platten ist ebenfalls nicht erforderlich.
  • Zuschnitte lassen sich einfach mit Handkreissägen, vorzugsweise Tauchsägen mit ausreichender Absaugung, durchführen. Die optimale Drehzahl und die Auswahl des Sägeblattes sind in Abhängigkeit der vorhandenen Säge selbst zu bestimmen. Tipp: Sägeblätter mit 1,8 - 2,2 mm breiter Wechselzahnung liefern gute Ergebnisse.
  • Rigidur Platten lassen sich einfach und leicht bohren, schleifen, raspeln und fräsen. Rundungen werden mit Stichsägen ausgeführt.

Ausschnitte

  • Ausschnitte, z. B. für Hohlwanddosen oder Rohrdurchführungen, einmessen, anzeichnen und mit dem Hohlwanddosenfräser bzw. Stichling oder der Stichsäge ausschneiden.
  • Die Aussparung für Rohre und Leitungen sollte mind. 10 mm größer ausgeführt werden, als der Rohrbzw. Leitungsdurchmesser ist.
  • Die Zwischenräume sind, gemäß den jeweiligen Hinweisen für Feuchte- / Schall- und Brandschutz, zu schließen.

Rigips Verarbeitungshinweise

  • Rigidur Platten mit bruchrauen Kanten können nur verspachtelt, nicht aber verklebt werden.
  • Rigidur Platten, die an den Kanten eine exakte Schnittführung aufweisen, können in Klebefugentechnik verarbeitet werden.

Baustellenbedingungen

Der Ausbau mit Gipsplatten-Systemen steht heute auf einem verarbeitungstechnisch sehr hohen Niveau. Um Fehler zu vermeiden und um beim Ausbau mit Gipsplatten-Systemen Klarheit hinsichtlich baulicher Rahmenbedingungen zu schaffen, also um Qualität zu sichern, werden nachfolgende Empfehlungen und Hinweise für den Verarbeiter gegeben.

Diese Aussagen zu Baustellenbedingungen werden gestützt durch die Industriegruppe Gipsplatten im Bundesverband der Gipsindustrie e. V. oder www.gips.de

  • Beplankungen mit Gipsplatten sollten bei länger andauernder relativer Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 % im Gebäude nicht durchgeführt werden.
  • Nach der Montage sind Gipsplatten-Systeme vor längerer Feuchtigkeitseinwirkung zu schützen.
  • Innerhalb von Gebäuden ist auch nach Abschluss der Montagearbeiten für eine ausreichende Lüftung zu sorgen.
  • Spachtelarbeiten dürfen erst erfolgen, wenn keine größeren Längenänderungen der Gipsplatten infolge Feuchte- bzw. Temperaturänderungen mehr zu erwarten sind.
  • Für das Verspachteln darf eine Material- und Raumtemperatur von + 5 °C nicht unterschritten werden.

Alle Systeme von RIGIPS finden Sie hier.

Winterbau

  • Schnelles, schockartiges Aufheizen der Räume ist zu vermeiden, da sonst infolge von Längenänderungen Spannungsrisse entstehen können. 
  • Ein direktes Anblasen der Gipsplattenflächen mit Heiß- oder Warmluft ist zu vermeiden.
  • Für ausreichende Be- und Entlüftung ist zu sorgen.

Rigips Hinweise

  • Putz- und Estricharbeiten führen im Allgemeinen zu einer drastischen Zunahme der relativen Luftfeuchtigkeit. Hierbei ist für eine gründliche und gleichmäßige Lüftung zu sorgen.
  • Einzubauende Mineralwolle muss der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV.) sowie der DIN 18165-1 entsprechen.
  • Das Einbringen von Nassestrich, Gussasphalt und Nassputzen sollte vor dem Einbau der Gipsfaserplatten durchgeführt werden. Ist dies in der Gewerkeabfolge nicht möglich, sollte zumindest die Fugenverspachtelung erst nachträglich erfolgen, um Rissbildungen im Fugenbereich zu vermeiden.

Interessiert Sie dieses Thema?

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  • Allgemeines
  • Plattenlagerung, Transport und Bearbeitung
  • Baustellenbedingungen
  • Fugentechniken
  • Befestigungsmittel und Abstände
  • Nichttragende Trennwände
  • Dachausbau und Deckensysteme
  • Und viele weitere, hilfreiche Informationen

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