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Schallschutz & Strahlenschutz

Überblick

Mit einem Klick auf die folgenden Links können Sie direkt zum jeweiligen Bereich springen.

Schallschutz: 

Strahlenschutz:

Einführung: Schallschutz im Trockenbau - In der Ruhe liegt die Kraft

Guter Schallschutz im Innenausbau ist wichtig fürs Wohlbefinden und für die Konzentration. So setzen Sie ihn mit unseren Lösungen kompetent um.

Um sich zu entspannen und Kraft für die täglichen Aufgaben zu sammeln, benötigt der Mensch Ruhe. Ein Gut, das in einer hektischen Zeit mit permanenten Hintergrundgeräuschen von Motoren, Mobiltelefonen, Baustellen usw. immer seltener und kostbarer wird. Dabei empfinden wir das, was wir hören, subjektiv ganz unterschiedlich. Zwei unterschiedliche Geräusche gleicher Schallintensität können uns sowohl angenehm (z. B. Musik) als auch belästigend (z. B. Bohrmaschine) erscheinen. Auch ein gleichbleibendes Geräusch wie laute Musik können wir – je nach Tageszeit, Stimmung und Musikgeschmack – einmal als angenehm, dann wiederum als störend empfinden.

Unangenehme Geräusche bezeichnen wir als Lärm. Geschlossene Räume bieten die Möglichkeit, Lärm aus einem Nebenraum so weit zu dämmen, dass er nicht mehr als solcher empfunden wird. Daraus resultieren Anforderungen an die einzelnen Bauteile eines Raums (Wände, Böden, Decken). Der Schallschutz in Gebäuden hat dementsprechend eine große Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der sich darin aufhaltenden Menschen.

Schallschutz ist ein Grundbedürfnis

Klavier-Fingerübungen der Nachbarstochter, ein lauter Fernseher in der Wohnung unter Ihnen – das kann schon mal an die Nerven und im schlimmsten Fall an die Gesundheit gehen. Auch bei der Arbeit ist Ruhe ein Grundbedürfnis: Laute Telefonate im Nachbarbüro etwa können die Konzentration empfindlich stören. Zum Glück gibt es effektive Lösungen für die Schallisolierung. Bewährt hat sich der Schallschutz mit Schallschutzplatten wie speziellen Gipsplatten.

Was ist Schallschutz?

Ein durchdachter Schallschutz stellt sicher, dass Sie in Innenräumen ohne Beeinträchtigung von außen, aus benachbarten Räumen oder durch gebäudetechnische Anlagen wohnen und arbeiten können. Die Schalldämmung der Wände oder Decken soll demnach Luftschall, Körperschall und Trittschall fernhalten oder zumindest dämpfen.

Luftschall sind Schallwellen durch Sprache oder Musik, die auf Decken oder Wände treffen und auf der anderen Seite wieder abgestrahlt werden. Körperschall breitet sich zum Beispiel beim Hämmern oder durch andere physische Beanspruchungen von Wand und Decke aus. Eine spezielle Form davon ist der Trittschall. Klopfen, Schritte oder auch das Verrücken von Gegenständen versetzen die Decke in Schwingungen. So wird der Schall in angrenzende Räume übertragen. Mehr dazu lesen Sie in unserer Broschüre „Schallschutz – Lösungen von Rigips® Umfassend planen und sicher realisieren“.

Warum ist Schallschutz wichtig?

Stetiger Lärm in Wohnräumen und am Arbeitsplatz  kann im schlimmsten Fall krank machen. Schallschutz ist daher immer auch Gesundheitsschutz und damit ein besonders wichtiger Aspekt.  

Auch der Gesetzgeber hat sich zu diesem Thema geäußert: Die nationale Schallschutznorm DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ von Juli 2016 regelt die Mindestanforderungen sehr genau. Zusätzlich gibt es weitere Regelwerke wie die DEGA-Empfehlungen, die die subjektive Wahrnehmbarkeit üblicher Wohngeräusche zwischen Wohneinheiten beschreibt. Darüber hinaus finden die anerkannten Regeln der Technik Anwendung. Im Hinblick auf baulichen Schallschutz sind dies die entsprechenden DIN-Normen, EN-Normen sowie die VDI-Richtlinien.

Diese Anforderungen sind Mindeststandard – mehr ist an dieser Stelle immer besser. Die Bewohner oder Mitarbeiter werden es zu schätzen wissen.

Schallschutzplatten: Welche Einsatzzwecke sind denkbar?

Guter Schallschutz ist wichtig für Wohnräume – speziell Schlafräume müssen gut gedämmt sein, um einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Aber auch andere Aufenthaltsräume wie Wohnzimmer oder Küche sollten Sie möglichst frei von Beeinträchtigung halten. Dasselbe gilt für Arbeits- und Büroräume: Hier trägt ein leises Raumklima ohne Störungen von außen zu erhöhter Konzentration und zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei.

Spezialfälle sind Feuchträume wie Badezimmer und Toiletten: Geräusche sollen weder hinein- noch hinausgelangen. Gluckernde Wasserleitungen stören ebenso wie die rauschende Spülung, sodass eine feuchtraumgeeignete Schallisolierung sinnvoll ist. Auf der sicheren Seite sind Sie hier mit „Die Blaue" von RIGIPS. Die bewährte Schallschutzplatte, wird auch in einer imprägnierten Version speziell für den Einbau in Feuchträumen angeboten. Darüber hinaus bieten wir natürlich noch weitere Gipsplatten mit exzellenten Schallschutzwerten an wie z. B. Die Harte, Rigips Habito oder Rigidur Gipsfaserplatten.

Positiver Effekt von Schallschutz auf Menschen

Jeder Mensch braucht einen Rückzugsort, an dem er sich geschützt und behaglich fühlt. Idealerweise ist das die eigene Wohnung, in der er sich selbst ausleben kann und möglichst wenig Störendes von außen wahrnimmt. Die effektive Schalldämmung von Wand und Decke hilft, dieses Ziel zu erreichen. Ähnliches gilt für Arbeitsräume: Wer sich ohne Ablenkung durch Lärm und Störgeräusche auf seine Arbeit konzentrieren kann, ist entspannter, zufriedener und nicht zuletzt produktiver.

Unsere Produkte für den Schallschutz:

Vorgaben und Möglichkeiten: Schallschutz mit Gipskarton - einfach, aber effektiv

Schalldämmung von Wänden und Schallisolierung von Decken ist wichtig – aus gesetzlichen Gründen und vor allem zum Wohle der Menschen, die später in Ihrem Gebäude leben oder arbeiten werden. Dabei ist ein funktionaler Schallschutz unkompliziert zu verwirklichen: Unsere bewährten Produkte und Lösungen für alle Anwendungen sind hochwertig, wirtschaftlich und einfach zu verarbeiten – die gewohnte Flexibilität und Gestaltungsfreiheit inklusive.

Halbierung der Lautstärke dank Schallschutzprofil

Eine Ergänzung zu unseren Schallschutzplatten ist das RigiProfil MultiTec: Mit der speziellen Profilstruktur verbessert RigiProfil MultiTec den Schallschutz zum Beispiel in Trennwänden um bis zu 4 dB gegenüber marktüblichen Standardkonstruktionen – eine gefühlte Halbierung der Lautstärke. Gemeinsam mit einem optimierten Profil-Querschnitt sorgt die strukturierte MultiTec Oberfläche dafür, dass die Schallübertragung durch Wände effektiv reduziert wird.

Flexible Raumgestaltung mit Schallschutzplatten

Zudem können Sie mit dem RigiProfil MultiTec die Schalldämmwerte marktüblicher Wandkonstruktionen schon mit bis zu 20 Prozent schlankeren Wandstärken realisieren – ein deutlicher Zugewinn an Wohn- und Nutzraumfläche.

Schallschutz

Weniger Luft-, Körper- und Trittschall, mehr Ruhe und Wohlbefinden: Nutzen Sie unsere effektiven Schallschutzsysteme für Trockenbau-Wände und -Decken.

Zur Lösung und Anwendung

Anwendungen: Platten für Schallschutz in häuslichen Bädern

Ob unter der Dusche im Hotel oder einfach nur ein dampfende Badewanne zu Hause, die zum abendlichen Entspannungsbad einlädt – mit Die Blaue von RIGIPS in der imprägnierten Version speziell für den Einbau in häuslichen Bädern bleibt der Lärm draußen: Unsere Feuchtraum-Gipsplatte erreicht einen um bis zu 3 dB besseren Schallschutz als andere Produkte auf dem Markt.

Badezimmer-Schallschutz mit System

Damit die neue Schallschutzwand auch langfristig den Feuchtebeanspruchungen widersteht, empfehlen wir Rigips Die Blaue RFI mit den passenden Systemkomponenten zu verarbeiten. Perfekt auf die Anwendung in Badezimmern ausgelegt ist etwa der hydrophobierte VARIO imprägniert Fugenspachtel.

Für hohe Schalldämmung bei dünnen Wänden

Darüber hinaus sorgen die speziellen Metallprofile RigiProfil MultiTec für die Unterkonstruktion dafür, dass die Wände optimalen Schallschutz bereits bei sehr geringen Wandstärken erreichen.

Anwendungen: Den Schallschutz von Holzbalkendecken verbessern

Alle Einflussfaktoren & Verbesserungsmöglichkeiten in der Übersicht

Schallschutz von Holzbalkendecken stellt aufgrund der leichten Bauweise im Vergleich zum Massivbau, gerade im tiefen Frequenzbereich, eine Herausforderung dar. Keine Decke gleicht der anderen und viele Einflussfaktoren wirken sich auf die Schalldämmung aus. So beeinflussen beispielsweise die Lagerung der Balken und/oder entsprechender Abstand untereinander die schalldämmenden Eigenschaften der Decke, ebenso wie die Füllung des Zwischenraumes. 
Entscheidend ist auch, ob ein schwerer Einschub auf Schalbrettern liegt, sich eine Dämmung zwischen den Sparren befindet, sowie der obere und untere Deckenaufbau.
Es gibt deutliche Unterschiede zwischen einer Holzunterkonstruktion und einer schallentkoppelten Metallunterkonstruktion. Die flankierenden Bauteile, also die Wände auf denen die Decke aufliegt und aufgehende Wände auf der Decke selbst, haben je nach Beschaffenheit maßgeblichen Einfluss auf das bewertete Schalldämmmaß der Trenndecke.
Durch umfangreiche Schallmessungen an Holzbalkendecken in Neu- und Altbauweise am Prüfinstitut ift Rosenheim kann RIGIPS auf eine Fülle an unterschiedlichsten Ausführungsvarianten und deren schalltechnisches Verhalten zurückgreifen und Lösungsvorschläge für Verbesserungen des Schallschutzes von Holzbalkendecken erarbeiten. 

Als Planungshilfe hat RIGIPS auf Basis der umfangreichen Prüferfahrungen am ift Rosenheim eine Übersicht erstellt, die orientierende Schallschutzwerte von Holzbalkendecken in Neu- und Altbauweise mit möglichen, oberen und unteren Aufbauvarianten wiedergibt. Die darin angegebenen Werte beziehen sich auf den direkten Schalldurchgang (Luftschall Rw bzw. Trittschall Ln,w). Das bedeutet, der Einfluss der flankierenden Bauteile ist in diesen Zahlenwerten nicht berücksichtigt, diese spielen aber eine nicht unerhebliche Rolle, wenn es um die schallschutztechnische Gesamtbewertung eines trennenden Bauteils geht.

Schallschutzwerte für Bauteile im eingebauten Zustand (Luftschall R‘w bzw. Trittschall L‘n,w) können nach DIN 4109-2 berechnet werden. 
Der Rigips Schallschutz-Rechner unterstützt Sie dabei:

https://www.rigips.de/services/rechenservice/schallschutz-rechner

Weitere Informationen zum Thema Holzbau finden Sie auch in unserem Online-Flipbook:

Planen und Bauen Holzbau

Übersicht 1: Trittschallverbesserung Altbaudecke

Übersicht 1: Trittschallverbesserung Altbaudecke

Diese Übersicht finden Sie im PDF "Schallschutz von Holzbalkendecken" auf Seite 3.

Übersicht 2: Trittschallverbesserung Neubaudecke

Übersicht 2: Trittschallverbesserung Neubaudecke

Diese Übersicht finden Sie im PDF "Schallschutz von Holzbalkendecken" auf Seite 4.
 

Technische Begriffe rund um den Schall

Als Schall bezeichnet man allgemein Schwingungen eines elastischen Mediums (z. B. Gase, Flüssigkeiten, feste Körper).

Grundsätzlich wird unterschieden nach:

Luftschall ist der sich in der Luft ausbreitende Schall.

Körperschall ist der sich in festen Stoffen ausbreitende Schall.

Trittschall ist der Schall, der beim Begehen und bei ähnlicher Anregung einer Decke, Treppe o. Ä. als Körperschall entsteht und teilweise als Luftschall in einen darunterliegenden oder anderen Raum abgestrahlt wird.

Flankierende Bauteile und Flankenübertragung

Unter flankierenden Bauteilen versteht man in der Regel Wände und Decken, die zusätzlich zu dem raumtrennenden Element an der Schallübertragung beteiligt sind und die im Allgemeinen senkrecht zum Trennelement stehen, z. B. Decke, Fußboden, angrenzende Seitenwand.

Die Flankenübertragung von Schall ist Teil der Nebenwegübertragung, die ausschließlich über die angrenzenden flankierenden Bauteile erfolgt, d. h. unter Ausschluss der Übertragung durch Undichtheiten, Raumluftanlagen, Leitungen und Ähnliches.

Schalldämmung

Die Schalldämmung beschreibt die Minderung der Schallübertragung zwischen Räumen (oder zwischen dem Außenbereich und Räumen) durch Bauteile und Maßnahmen an Bauteilen sowie sonstigen übertragenden Elementen.

Bezugskurve

Die Bezugskurve für die Luftschalldämmung ist die Festlegung von Bezugswerten der Schalldämmmaße R und R’ in Abhängigkeit von der Frequenz.

Schalldämmmaß

Das Schalldämmmaß kennzeichnet die Luftschalldämmung von Bauteilen (z. B. Wänden). Durch Anfügen besonderer Kennzeichnungen und Indizes wird das Schalldämmmaß unterschieden. Je nachdem, ob der Schall…

(1.) ausschließlich durch das zu prüfende Bauteil oder

(2.) auch über etwaige Nebenwege übertragen wird.

Labor-Schalldämmaß R (1.)

Das Labor-Schalldämmmaß R wird verwendet, wenn der Schall ausschließlich durch das zu prüfende Bauteil übertragen wird, z. B. in einem Prüfstand ohne Flankenübertragung nach DIN EN ISO 10140.

Bau-Schalldämmmaß R’ (2.)

Das Bau-Schalldämmmaß R’ wird verwendet bei zusätzlicher Flanken- oder anderer Nebenwegübertragung. Die Prüfungen werden in ausgeführten Bauten mit der dort vorhandenen Flanken- und Nebenwegübertragung vorgenommen.

Bewertetes Schalldämmmaß Rw und R’w

Die bewerteten Schalldämmmaße Rw und R’w sind die Einzahlangaben zur Kennzeichnung der Luftschalldämmung von Bauteilen. Die bewerteten Schalldämmmaße Rw und R’w beruhen auf der Bestimmung des Schalldämmmaßes mittels Terzfilteranalyse. Zahlenmäßig sind Rw und R’w die Werte der entsprechend DIN EN ISO 717-1 um ganze dB verschobenen Bezugskurve bei 500 Hz.

Bewertetes Flankendämmmaß Rij,w

Einzahlangabe des Schalldämmmaßes für die flankierende Übertragung auf dem Übertragungsweg ij, bei welchem das Bauteil i im Senderaum angeregt und über das Bauteil j im Empfangsraum Schallleistung abgestrahlt wird. Die über einen Flankenweg übertragene Schallleistung wird auf die auf das Trennbauteil auftreffende Schallleistung bezogen. Die Indizes ij stehen verallgemeinernd für die Übertragungswege Df, Fd und Ff. Das bewertete Flankendämmmaß wird in dB angegeben und nach DIN EN ISO 717-1 ermittelt.

Bewertete Norm-Flankenschallpegeldifferenz Dn,f,w

Einzahlangabe der auf eine Bezugsabsorptionsfläche von A0 = 10 m² bezogenen Schalldruckpegeldifferenz, wenn die Übertragung nur über einen festgelegten Flankenweg (Ff) stattfindet. Die bewertete Norm-Flankenschallpegeldifferenz wird in dB angegeben und nach DIN EN ISO 717-1 ermittelt.

Bewertetes Luftschallverbesserungsmaß ΔRw

Differenz des Schalldämmmaßes eines Grundbauteils mit Vorsatzkonstruktion (z. B. einer Vorsatzschale, einer Unterdecke oder eines schwimmenden Estrichs) und desselben Grundbauteils ohne diese Vorsatzkonstruktion.

Bewerteter Norm-Trittschallpegel L’n,w

Mithilfe einer Bezugskurve ermittelte Einzahlangabe zur Kennzeichnung der Trittschalldämmung in Gebäuden mit zusätzlicher Berücksichtigung der Übertragung über flankierende Bauteile.

Bewertetes Trittschallverbesserungsmaß ΔL

Die Trittschallminderung ΔL ist die Verbesserung des äquivalent bewerteten Trittschallpegels, die durch das Aufbringen einer Deckenauflage (z. B. Rigips Estrichelement) erreicht wird.

Maximaler Norm-Schalldruckpegel LAFmax,n

Kennzeichnende Größe für die Einwirkung von Störgeräuschen aus Wasserinstallationen und sonstigen gebäudetechnischen Anlagen auf zu schützende Aufenthaltsräume, die mit der Frequenzbewertung A und der Zeitbewertung F (FAST), bezogen auf eine Bezugsabsorptionsfläche A0 = 10 m2, gemessen wird.

Sicherheitsbeiwert uprog

Für die Schallschutznachweise der DIN 4109 sind die durchzuführenden Prognoserechnungen zur Berücksichtigung der Unsicherheit mit einem Zu- bzw. Abschlag auf das Endergebnis zu versehen. Diese Zu- bzw. Abschläge entsprechen der Unsicherheit der Prognose und werden als Sicherheitsbeiwert uprog bezeichnet. Die vereinfachte Ermittlung der Sicherheitsbeiwerte sieht ohne weitere Rechnung einen pauschalen Zu- oder Abschlag auf das Ergebnis der Prognoserechnung vor.

 

Daraus ergibt sich…

– für die Luftschalldämmung von trennenden Bauteilen im Gebäude:
R’w - uprog ≥ erf. R’w (dB)

– für die Trittschallübertragung
L’n,w + uprog ≤ zul. L’n,w (dB)

 

Mit Ausnahme einer Sonderregelung für Türen wird für die Luftschallübertragung im Gebäude und aus der Gebäudeumgebung zum Nachweis der Anforderungen nach DIN 4109-1:2016-07, Tabellen 2 - 7 als pauschaler Wert uprog = 2 dB angesetzt.
Damit gilt zur Erfüllung der Anforderungen an die Luftschalldämmung von trennenden Bauteilen: R’w - 2 dB ≥ erf. R’w (dB).

Für die Trittschalldämmung im Massivbau und für massive Decken im Skelettbau (auch für massive Decken in Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern) und für massive Treppen an massiven ein- und zweischaligen Wänden sowie für die Trittschalldämmung im Holz-, Leicht- und Trockenbau wird als pauschaler Wert uprog = 3 dB angesetzt.
Damit gilt zur Erfüllung der Anforderungen an die Trittschalldämmung: L’n,w + 3 dB ≤ zul. L’n,w (dB).

Schallschutz

Bewertete Standard-Schallpegeldifferenz DnT,w

Mithilfe einer Bezugskurve ermittelte Einzahlangabe zur Kennzeichnung des Luftschallschutzes zwischen Räumen in Gebäuden.

– D: Schalldruckpegeldifferenz, frequenzabhängig.
– DnT: Standard-Schallpegeldifferenz, bezogen auf einen Bezugswert der Nachhallzeit im Empfangsraum, frequenzabhängig.
– DnT,w: bewertete Standard-Schallpegeldifferenz, Einzahlwert.

Bewerteter Standard-Trittschallpegel L’nT,w

Mithilfe einer Bezugskurve ermittelte Einzahlangabe zur Kennzeichnung des Trittschallschutzes in Gebäuden, basierend auf den Ergebnissen von Messungen in Terz- und Oktavbändern und daraus bestimmten Standard-Trittschallpegeln, Einzahlwert.

Maximaler Standard-Schalldruckpegel LAFmax,nT

Kennzeichnende Größe für die Einwirkung von Störgeräuschen aus Wasserinstallationen und sonstigen gebäudetechnischen Anlagen auf zu schützende Aufenthaltsräume, mit der Frequenzbewertung A und der Zeitbewertung F (FAST), bezogen auf eine Nachhallzeit von T0 = 0,5 s.

Rigips Hinweise

Deutliche Verbesserungen im Schallschutz bringen zum Beispiel:

  • Der Austausch einer Holzunterkonstruktion durch eine schallentkoppelte Metallunterkonstruktion.
  • Die Erhöhung der Masse der Unterdecke durch zusätzliche Beplankungslagen.
  • So wenig Verbindungspunkte der Unterdecke zur Rohdecke wie möglich, bzw. völlige Entkoppelung der Unterdecke in Form einer freitragenden Rigips Unterdecke.

Definition: Strahlenschutz im Trockenbau - Abschirmung und Schutz vor elektromagnetischer Strahlung

Elektromagnetische Strahlung ist heutzutage allgegenwärtig. Durch die rasante technische Entwicklung und die Ausbreitung mobiler Kommunikationstechnologien wird diese zukünftig weiter ansteigen. Die innovative Lösung der Rigips Climafit bietet besonders effektiven vorbeugenden Strahlenschutz. So können Sie zu einer entspannten Atmosphäre beitragen - nicht nur in Wohnräumen:

  • Bis zu 99,999% Reduktion elektromagnetischer Wellen
  • Nachhaltiger Schutz durch Absorption (62%) und Reflexion (37,999%)
  • Baubiologisch vorteilhaft durch die bewährten Rohstoffe Gips & Graphit
  • Für eine unbelastete, entspannte Raumatmosphäre

Der umgangssprachliche Elektrosmog (elektromagnetische Strahlung) ist heute allgegenwärtig und hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Den Quellen der Strahlung kann man sich kaum entziehen: Mobilfunk, Fernseh- und Radiosender, digitaler Polizei- und Feuerwehrfunk, Flughafenradar. Die möglichen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlen werden seit Jahren kontrovers diskutiert. So soll Elektrosmog Nervosität, Depressionen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Allergien oder Herz-Kreislauf-Störungen auslösen. Konkrete, wissenschaftlich fundierte Nachweise fehlen hierzu jedoch immer noch, solange gilt das Prinzip der verantwortlichen Vorsorge. Entsprechend möchten sich immer mehr Bauherren und Eigentümer zumindest innerhalb ihrer heimischen vier Wände wirksam schützen.

Schutz durch Spezialgipsplatte

Ausbau-Profi Rigips bietet mit der Rigips Climafit eine Trockenbaulösung, die elektromagnetische Wellen um bis zu 99,999 Prozent reduziert. Wichtigstes Element der patentierten Abschirmlösung ist ihr Kern, welcher Ecophit Grafitgranulat enthält und birgt damit die Ursache für die von Experten bestätigte hohe Abschirmleistung.

Reflexion & Absorption

Die Rigips Climafit erreicht seine hohe Schirmdämpfungsleistung durch das kombinierte Wirkprinzip der Reflexion und Absorption: Beim Auftreffen der elektromagnetischen Welle auf die Trockenbauwand wird die Welle nur etwa zu einem Drittel reflektiert. Der mit rund zwei Dritteln deutlich überwiegende Anteil der Welle dringt in das Material ein und wird durch das enthaltene Grafit abgeleitet und so absorbiert. Das heißt, die Strahlungsenergie wird nachhaltig vermindert und die Belastung in den Räumen deutlich reduziert. Durch diesen kombinierten Effekt erreicht die Rigips Climafit einen besonders hohen Wirkungsgrad sowohl bei nieder- als auch bei hochfrequenter Strahlung. Gleichzeitig überzeugt diese Lösung durch besonders wohngesunde Materialien und bietet zudem alle Vorteile von Rigips Platten, wie z. B. die Regulierung des Raumklimas durch Aufnahme und Abgabe von Luftfeuchtigkeit.

Experten bestätigen Wirksamkeit

Die hohe Abschirmwirkung der Platten wurde unter anderem im Duisburger inHaus-Zentrum, einer Forschungseinrichtung des renommierten Fraunhofer-Instituts, im Rahmen eines unter realen Bedingungen durchgeführten Einbaus nachgewiesen. Ein unabhängiger Baubiologe führte die Vergleichsmessungen der Strahlenbelastungen vor und nach dem Einbau durch und bestätigte dabei die hohe Schirmdämpfungsleistung der Rigips Lösung – und das für verschiedene Einbautechniken.

In einem typischen Wohnraum wurde die Rigips Climafit zum einen herkömmlich auf Trockenbauprofilen verschraubt. Zum anderen wurde erstmals auch ein verklebter Aufbau geprüft: Hierzu wurde die zehn Millimeter dicke Rigips Climafit in zwei Lagen auf einer zuvor aufgebrachten Innendämmung mit handelsüblichem Ansetzbinder verklebt. Als dritte Konstruktionsvariante wurde eine Lage der Spezialgipsplatte einfach auf der obersten Geschossdecke über dem Wohnraum ausgelegt. Mit diesen drei parallel ausgeführten Verlegetechniken wurde der komplette Raum „eingehaust“. Das Ergebnis: Vor den Ausbaumaßnahmen ergaben die Messungen erhebliche Strahlungswerte insbesondere aus Mobilfunknetzen. Nach dem Einbau der Rigips Climafit zeigte sich eine deutliche Reduzierung der Strahlungsdichte auf 1/400stel der Ausgangswerte. Die Climafit-Lösung von RIGIPS bietet damit nachgewiesenen Schutz vor Elektrosmog, unabhängig von der Art ihrer Montage.