Verarbeitungsrichtlinien Rigidur Estrichelemente für hoch belastbare Fußböden – Teil 7

Fußbodenheizungen unter Trockenestrich

Fußbodenheizungen sorgen für angenehme und behagliche Wärme und schaffen Freiräume bei der Raumgestaltung. Rigidur Estrichelemente ermöglichen nicht nur den Einsatz einer Fußbodenheizung im Neubau, sondern auch in Bestandsbauten bei der Sanierung. Gerade hier sind die unkaschierten Rigidur Estrichelemente hervorragend geeignet. Die Fußbodenheizsysteme müssen vom jeweiligen Hersteller für den Einsatz in Kombination mit Trockenestrich freigegeben sein.

Rigips hat einige Kombinationen von Rigidur Estrichelementen mit den Systemen von Fußbodenheizungsherstellern geprüft. Die Systeme der folgenden Firmen sind danach in Kombination mit Rigidur Estrichelementen zu empfehlen:

  • Athe Therm Heizungstechnik GmbH
  • mfh systems GmbH (vormals Jupiter Heizsysteme GmbH)
  • PYD®-Thermosysteme mi - Heiztechnik GmbH
  • IVT GmbH & Co. KG
  • Roth Werke GmbH
  • herotec GmbH

Bei anderen Herstellern von Fußbodenheizsystemen sollte man sich die Eignung vor dem Einbau bestätigen lassen.

Die Gebrauchstauglichkeit der Kombination aus den geprüften Fußbodenheizungssystemen und Rigidur Estrichelementen ist auf stabilem Untergrund (ohne weitere Dämmschichten oder Schüttung) bis max. 2 kN /m2 Flächenlast und 2 kN Einzellast gegeben, sofern der Hersteller der Fußbodenheizungssysteme keine abweichenden Angaben macht. Die Systeme „Ideal Öko" von der mfh systems GmbH und „Roth Clima Comfort Panelsystem“ der Roth Werke GmbH erzielen auf festem Untergrund sogar zulässige Einzellasten von 3 kN.

Die Vorlauftemperatur jeder Fußbodenheizung ist auf maximal 50 °C zu begrenzen. Darüber hinaus sind die Verlegerichtlinien der Hersteller von Fußbodenheizungen zu beachten. Zur Entkopplung sollte die Fußbodenheizung zudem durch eine PE-Folie 0,2 mm von den Rigidur Estrichelementen getrennt werden.

Weitere Dämmschichten unterhalb der Fußbodenheizung

Die Möglichkeiten für eine bauphysikalisch notwendige Dämmschicht auf dem stabilen Untergrund unterhalb der rohrführenden Hartschaumschicht (Trägerplatte) finden sich übrigens in den Rigips-Verarbeitungsrichtlinien Fußboden. Alle dort genannten Möglichkeiten gelten für beide Rigidur Estrichelemente (EE 20/EE 25). Die Gebrauchstauglichkeit dieser Kombination ist bis 2 kN / m2 Flächenlast und 1 kN Punktlast (Wohnbereich) gegeben.

Elektrische Heizsysteme

Elektrische Heizsysteme zur Fußbodentemperierung sind auf sämtlichen Varianten der Rigidur Estrichelemente einsetzbar. Die Heizmatten, z. B. die Systeme „DSVF“ und „DTIF“ der Firma Devi, Deutschland, werden im Dünnbettverfahren auf die Estrichelemente aufgebracht. Der Fließspachtel oder Flexmörtel muss dazu vom Hersteller sowohl für den Einsatz auf gipsgebundenen Trockenestrich als auch für elektrische Fußbodenheizungssysteme freigegeben sein. Grundierungsanweisungen vom Hersteller sind ebenfalls zu berücksichtigen. Es können nur Systeme mit einer Temperatursteuerung über Bodenfühler eingesetzt werden. Durch die Temperatursteuerung muss sichergestellt sein, dass Temperaturen von 50 °C innerhalb der Fußbodenkonstruktion nicht überschritten werden. Als Oberbeläge eignen sich alle in dem vorhergegangenen Blog „Oberbeläge“ genannten Materialien, soweit der Hersteller der Fußbodenheizung keine weiteren Einschränkungen vorsieht.

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