Anschlussdetails

Bei der Verlegung von Estrichelementen sind insbesondere im Bereich der Anschlüsse einige Aspekte zu beachten. Im Folgenden finden sich Hinweise zum korrekten Anschluss an Massivböden und an Montagewände sowie die zu berücksichtigen Besonderheiten etwa bei der Verlegung in Türbereichen.

Dehnungsfuge und Anschluss an Massivboden

Sind bereits im Rohbau Dehnungsfugen angeordnet, sind diese auch in den

Trockenestrich zu übernehmen. Dehnungsfugen im Trockenestrich sind mindestens alle 15 Meter (in Abhängigkeit der Raumgeometrie) anzuordnen. Die Verschraubung und Verklebung erfolgen nur einseitig.

Alle Anschlüsse an einen Massivboden sind zu unterfüttern (z. B. mit einem Holzbrett). Das Rigidur Estrichelement ist mit der Unterfütterung zu verkleben und anschließend mit Schrauben oder Klammern zu fixieren. Die PE-Folie wird wie im Wandbereich auch nach oben geführt.

Errichtung einer Montagewand auf Rohfußboden und auf Trockenestrich

Werden Montagewände auf dem Rohfußboden befestigt, werden die Rigidur Trockenestrichelemente mittels eines Randdämmstreifens (zur Verhinderung von Schallübertragungen) direkt an die Montagewand angelegt. Soll eine Montagewand direkt auf dem Trockenestrich aufgestellt werden, sind dabei dessen maximal zulässige Lasten zu beachten.

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Verlegung in Türbereichen

Bei der Verlegung von Rigidur Estrichelementen in Türbereichen gibt es drei Varianten:

Variante 1

Im Türbereich ist die Verlegung ohne Stöße in den nächsten Raum hinein zu führen. Sind jedoch stumpfe Stöße geplant, sind diese mit einem schwimmend gelagerten Brett (mit Filzunterlage, 3 mm) zu unterfüttern, zu verkleben und zu verschrauben.

Variante 2

Hier wird bei den anstoßenden Estrichelementen jeweils ca. 50 mm der oberen Plattenlage entfernt. In die entstandene Aussparung ist ein passendes Rigidur H-Plattenstück von ca. 100 mm einzulegen, zu verkleben und mit den Rigidur Schnellbauschrauben zu fixieren.

Variante 3

Die Türöffnung bleibt zunächst frei. Von den anschließenden oberen Lagen werden jeweils ca. 50 mm entfernt. Ein entsprechend zugeschnittenes Rigidur Estrich-Passstück (mit und / oder ohne Kaschierung) wird eingeklebt und mit Rigidur Schnellbauschrauben fixiert.

Aufgetretene Fugen an Elementstößen bis 2 mm Breite werden nach der Aushärtung des Klebers einfach mit Rigips VARIO Fugenspachtel oberflächenbündig gefüllt.

Verlegung einer zusätzlichen Lage Rigidur H

Zur Erhöhung des Brandschutzes oder der Belastbarkeit kann eine zusätzliche Lage Rigidur H 10 mm oder Rigidur H 12,5 mm auf den Rigidur Trockenestrich aufgebracht werden. Damit Kreuzfugen vermieden und ein Fugenversatz von mindestens 200 mm eingehalten werden kann, sollte die zusätzliche Lage Rigidur H mit der Längskante parallel zur Längskante der Estrichelemente verlegt werden. Die zusätzliche Lage Rigidur H wird aufgelegt und als Umriss auf dem verlegten Trockenestrich angezeichnet. Anschließend wird die Platte wieder entfernt und entsprechend der markierten Fläche der Rigidur Nature Line Estrichkleber streifenweise im Abstand von ca. 100 mm aufgebracht. Danach wird die Plattenlage aufgelegt und auf dem Trockenestrich befestigt. Die Anordnung der Schrauben oder Klammern erfolgt in Reihen am Plattenrand und in der Plattenmitte. Bevor die nächste Platte der zusätzlichen Lage aufgelegt wird, werden die Stirnkanten der bereits verlegten Platten ebenfalls mit Kleber versehen, sodass beim Anlegen der nächsten Platte der Klebstoff die Stirnkante vollständig ausfüllt.

Ein Hinweis für das Arbeiten mit dem Rigidur Estrichkleber: Der Verbrauch an Estrichkleber zur Verlegung einer dritten Lage beträgt ca. 140 g/m2. Die Reichweite pro Flasche liegt bei ca. 6 m2.

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Einzelverlegung von Rigidur H-Platten

Soll eine bauseitige Verklebung von Rigidur H-Gipsfaserplatten als Trockenestrich erfolgen, sind nachfolgende Punkte unbedingt einzuhalten:

  • Vorzugsweise ist das Maß 1.500 x 1.000 mm zu wählen.
  • Die erste Plattenlage ist mit der bestempelten, rauen Seite nach oben zu verlegen und muss vor der Weiterverarbeitung frei von Schmutz und Staub sein, um eine bestmögliche Verklebung mit der nachfolgenden zweiten Lage zu ermöglichen.
  • Rigidur Estrichkleber wird analog den Hinweisen zur Verlegung einer zusätzlichen Lage aufgetragen. Darüber hinaus werden die Stirnkanten der bereits verlegten Platten der zweiten Plattenlage ebenfalls mit Kleber versehen, sodass beim Anlegen der jeweils nächsten Platte der Klebstoff die Stirnkante vollständig ausfüllt.
  • Der Klebstoff sollte nach Möglichkeit nur in der Fläche einer Platte aufgetragen werden, um die maximale Verarbeitungszeit sicher einhalten zu können.
  • Der Fugenversatz der zweiten Lage zur ersten Lage darf 200 mm nicht unterschreiten.
  • Die zweite Lage wird mit der bestempelten, rauen Seite nach unten aufgelegt.
  • Nach Auflage der zweiten Lage ist diese sofort mit Spreizklammern im Abstand von max. 150 mm bzw. Rigidur Schnellbauschrauben im Abstand von max. 250 mm in Längs- bzw. Querrichtung zu verklammern / verschrauben.
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