Verlegung der Rigidur Estrichelemente

Die Rigidur Estrichelemente werden im Längsverband in der hinteren linken Raumecke beginnend verlegt. Generell ist darauf zu achten, dass die Querstöße der Elemente um mindestens 200 mm zueinander zu versetzen sind. Bei der Verlegung von Estrichelementen auf Trockenschüttung kann übrigens abweichend von der angegebenen Reihenfolge der Verlegung auch in der rechten vorderen Raumecke begonnen werden.

Für Flurbereiche und Räume mit einer Breite von 1,5 m sollte eine Längsanordnung der Rigidur Estrichelemente erfolgen. Der Stufenfalz der Estrichelemente an den Wandanschlüssen ist abzusägen, um eine volle Auflage auf dem Untergrund zu gewährleisten. Bei der Schnittführung ist darauf zu achten, dass die Elemente mit zwei Stahldrahtklammern versehen sind. Die Längsfugen der ersten Estrichelementreihe sind auszufluchten, sodass die nachfolgenden Elementreihen ohne Versatz fugendicht verlegt werden können. Auch die Querfugen müssen dicht und oberflächenbündig sein. Im Bereich von Türen oder anderen Durchgängen sollten Fugen vermieden werden. Das Füllen von Fugen und Befestigungspunkten ist abhängig von den jeweiligen Oberbelägen.

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Verklebung

Zur Verklebung der Rigidur Estrichelemente empfehlen sich der Rigidur Nature Line Estrichkleber und der Rigidur Estrichkleber. Der Rigidur Nature Line Estrichkleber ist umweltverträglich, ohne kennzeichnungspflichtige Gefahrstoffe sowie lösungsmittel- und gefahrstofffrei. Er dient sowohl zur Verklebung von Rigidur Estrichelementen im Stufenfalz- und Kantenbereich sowie zur Verklebung einer zusätzlichen Plattenlage Rigidur H auf den bereits verlegten Estrichelementen. Der Rigidur Estrichkleber auf Polyurethanbasis ist ebenfalls lösungsmittelfrei und als expandierender Kleber ideal für das Verkleben von Rigidur Estrichelementen und für die Verklebung einer zusätzlichen Plattenlage Rigidur H. Beide Kleber von Rigips verfügen über eine neu entwickelte Doppelstrangdüse. Damit kann der Estrichkleber gleichzeitig sowohl auf den Stufenfalz als auch im Kantenbereich aufgetragen werden.

Ein „Ausquellen“ des Klebers aus dem Falzbereich zeigt die optimale Kleberverbindung. Sobald der Kleber oberflächig abgebunden ist, was je nach Temperaturbedingungen etwa eine Stunde dauert, kann er mit einem Spachtel abgestoßen werden. Damit ist die Oberfläche dann glatt und planeben. Damit der Abbindeprozess des Klebers nicht beeinträchtigt wird, sollten die frisch verlegten Estrichelemente nur über aufgelegte Laufinseln betreten werden. Nach rund 24 Stunden ist der Kleber vollständig ausgehärtet. Damit ist die Fläche belastbar und bereit für die Aufnahme von Oberbelägen.

Fixierung

Die Rigidur Estrichelemente werden im Verlauf der Verlegung reihenweise im Falzbereich mit Rigidur Schnellbauschrauben oder mit verzinkten und geharzten Spreizklammern direkt nach dem Auflegen des Estrichelementes fixiert. Der Befestigungsabstand bei Rigidur Schnellbauschrauben beträgt circa 250 mm, bei Klammern circa 150 mm. Die Längen der Befestigungsmittel sind so zu wählen, dass die Rückseite der Rigidur Estrichelemente nicht durchstoßen wird.

Bei der Klammerung sowie bei der Verschraubung ist vor allem auf die richtige Eindringtiefe zu achten. Die Klammern bzw. Schrauben sollten weder zu tief versenkt werden, noch überstehen. Die flächenebene Verspachtelung der Befestigungsstellen ist sonst unmöglich. Klammern und Schrauben werden entweder bündig zur Plattenoberfläche oder maximal 1,5 mm versenkt. Nachdem der im Falzbereich ausgetretene Estrichkleber ausreichend abgehärtet ist und mit einem Spachtel planeben abgestoßen wurde, kann die Überspachtelung der Befestigungsmittel und gegebenenfalls der Fehlstellen mit Rigips VARIO Fugenspachtel erfolgen.

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Prüfung

Der maximale Höhenversatz der verlegten Rigidur Estrichelemente im Falzbereich darf 2 mm nicht überschreiten. Ebenso darf die maximale Nachgiebigkeit der verlegten Rigidur Estrichelemente auch im Randbereich nicht oberhalb von 3 mm liegen, wenn die maximal zulässige Einzellast aufgebracht wird. 24 Stunden nach der Montage hat die Rigidur Trockenestrichkonstruktion ihre Festigkeit und damit ihre Belegereife unter Normalbedingungen erreicht. Die Oberfläche der Rigidur Estrichelemente muss vor der weiteren Belegung sauber, trocken und fettfrei sein. Estrichkleberrückstände und im Überschuss ausgetretener Kleber im Fugenbereich werden entfernt, damit ein optimaler Haftverbund zwischen Gipsfaserplattenoberfläche und nachfolgend aufgebrachten Bodenbelägen erzielt wird. Eventuell aufgetretene Fugen zwischen den Elementen sind nur mit Rigips VARIO Fugenspachtel zu füllen und nicht breit auszuspachteln.

Wenn keine zusätzlichen Vereinbarungen getroffen wurden, kann für die Beurteilung einer verlegten Trockenestrichfläche im Allgemein auf die DIN 18202 „Ebenheitstoleranzen im Hochbau“ zurückgegriffen werden.

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