Verarbeitungsrichtlinien Gipsfaserplatten an Wand, Decke, Dach – Teil 8

Rigips Hybridwände

Rigips Hybridwände sind z. B. Trennwände mit einer Doppelbeplankung, bestehend aus jeweils einer Lage Rigidur H Gipsfaserplatte und einer Rigips Bau- oder Feuerschutzplatte. Es gibt zwei Konstruktionssysteme:

  • Rigips Hybridwand GK Top – hier besteht die äußere Beplankungslage aus einer Rigips Bau-/Feuerschutzplatte, wodurch diese Konstruktion eine sehr hohe Stabilität sowie hervorragenden Schallschutz bietet und sich somit besonders z. B. für den hochwertigen Wohnbau eignet.
  • Rigips Hybridwand GF Top – die äußere Beplankungslage wird von Rigidur H Gipsfaserplatte gebildet, sodass diese Konstruktion eine besonders harte, glatte Oberfläche (vergleichbar mit Q 3) aufweist und sich vor allem für Räume mit besonders hoher Beanspruchung anbietet.

Exemplarischer Aufbau einer Rigips Hybridwand GF Top

Metall-Unterkonstruktion

  • Rigips Wandprofile UW: UW 50, UW 75, UW 100 für Boden bzw. Deckenanschluss sowie
  • Rigips Wandprofile CW: für den Wandanschluss befestigt mit Nageldübel im Abstand von 1.000 mm
  • Anschlussdichtungen:

Sämtliche Anschlussprofile sind mit Rigips Anschlussdichtungen zu hinterlegen.

– ohne Brandschutz-Anforderungen:

Rigips Anschlussdichtung Filz

– mit Brandschutz-Anforderungen:

Rigips Anschlussdichtung Filz, sofern durch Verspachtelung oder Rigips-Platten in Beplankungsdicke geschützt, sonst Anschlussdichtung A1 aus Mineralwolle, Baustoffklasse A nach DIN 4102-1

  • Rigips Wandprofile CW: CW 50, CW 75, CW 100
  • Ständerabstand: i. d. R. 625 m
  • Rigips Wandprofile LW: LW 60/60 für Eckausbildungen.

Verarbeitungshinweis: CW-Ständerprofile mit der geschlossenen Seite in Montagerichtung stellen.

Beplankung erste Wandseite – erste Beplankungslage

Die erste Beplankungslage mit Rigips-Platten beginnt mit einer halben Plattenbreite (625 mm). Dazu werden die Platten mit Rigips Schnellbauschrauben TN 25 mm unter Verwendung eines Bauschraubers im Abstand von ≤ 750 mm an den Ständerprofilen befestigt. Sind Querfugen erforderlich, so sind diese im Versatz ≥ 500 mm anzuordnen. Anschließend wird mit Rigips VARIO Fugenspachtel verspachtelt.

Beplankung erste Wandseite – zweite Beplankungslage

Die zweite Plattenlage aus Rigidur H 12,5 beginnt wegen der gegenüberliegenden Fugen mit einer ganzen Plattenbreite (1.249 mm). Für die zweite Lage sind die Rigidur H-Gipsfaserplatten mit Rigidur Fix Schnellbauschrauben 40 mm durch die erste Beplankungslage in die CW-Profile zu verschrauben. Der Schraubabstand beträgt ≤ 250 mm. Sind Querfugen erforderlich, so sind diese ebenfalls im Versatz ≥ 500 mm, nach Möglichkeit im oberen Wanddrittel, anzuordnen. Hier stehen die Fugentechniken Spachtelfuge mit Rigips VARIO Fugenspachtel und Rigidur H AK (abgeflachte Kante) oder Klebefuge mit Rigidur Fugenkleber zur Verfügung.

Hohlraumdämmung

Nach der Beplankung der ersten Wandseite sowie der Verlegung der erforderlichen Elektro- und Sanitärinstallation im Wandhohlraum kann zur Verbesserung der Schalldämmung bzw. für den Brandschutz eine Hohlraumdämmung eingebracht werden. Der Hohlraum ist dabei vollflächig zu dämmen und der Dämmstoff ist gegen Abrutschen zu sichern.

Beplankung zweite Wandseite

Die zweite Wandseite wird ebenfalls mit einer halben Plattenbreite (625 mm) begonnen, sodass gegenüber der ersten Wandseite kein Fugenversatz entsteht. Nachdem die zweite Wandseite nach gleichem Prinzip der ersten Wandseite montiert wurde, ist die Rigips Hybridwand fertig für die Verspachtelung. Die Plattenfugen, Anschlüsse und Schraubköpfe sind mit Rigips VARIO Fugenspachtel zu verspachteln. Wichtiger Hinweis: Die erste Beplankung ist grundsätzlich auch mit zu verspachteln.

Aufbau einer Rigips Hybridwand GK Top

Metall-Unterkonstruktion

  • Rigips Wandprofile UW: UW 50, UW 75, UW 100 für Boden bzw. Deckenanschluss sowie
  • Rigips Wandprofile CW: für den Wandanschluss befestigt mit Nageldübel im Abstand von 1.000 mm.
  • Anschlussdichtungen:

Sämtliche Anschlussprofile sind mit Rigips Anschlussdichtungen zu hinterlegen.

– ohne Brandschutz-Anforderungen: Rigips Anschlussdichtung Filz

– mit Brandschutz-Anforderungen: Rigips Anschlussdichtung Filz, sofern durch Verspachtelung oder Rigips-Platten in Beplankungsdicke geschützt, sonst Anschlussdichtung A1 aus Mineralwolle, Baustoffklasse A nach DIN 4102-1.

• Rigips Wandprofile CW: CW 50, CW 75, CW 100

• Ständerabstand: i. d. R. 625 mm

• Rigips Wandprofile LW: LW 60/60 für Eckausbildungen.

Beplankung erste Wandseite – erste Beplankungslage

Die erste Beplankungslage Rigidur H 12,5 beginnt mit einer ganzen Plattenbreite (1.249 mm). Dazu werden die Gipsfaserplatten mit Rigidur Fix Schnellbauschrauben 30 mm unter Verwendung eines Bauschraubers im Abstand von ≤ 250 mm an den Ständerprofilen befestigt. Sind Querfugen erforderlich, so sind diese im Versatz ≥ 500 mm, nach Möglichkeit im oberen Wanddrittel, anzuordnen. Ein Fugenverspachteln ist nicht erforderlich (Platten stumpf stoßen).

Beplankung erste Wandseite – zweite Beplankungslage

Die zweite Lage Rigips-Platten (Bauplatten oder Feuerschutzplatten) wird unabhängig von der Unterkonstruktion in die Rigidur H-Gipsfaserplatte geschraubt oder geklammert: mit Rigips Duraline Schnellbauschrauben 25 mm in drei Reihen, jeweils am Plattenrand und in Plattenlängsmitte (Schraubabstand ≤ 250 mm) oder mit Spreizklammern 22 mm, in vier Reihen mit Abstand ≤ 150 mm. Alle Platten werden stumpf gestoßen. Senkrechte Fugen der zweiten Beplankungslage sind zur ersten Lage mit einem Fugenversatz ≥ 200 mm vorzusehen. Sind Querfugen erforderlich, so sind diese ebenfalls im Versatz ≥ 500 mm anzuordnen.

Hohlraumdämmung

Nach der Beplankung der ersten Wandseite sowie der Verlegung der erforderlichen Elektro- und Sanitärinstallation im Wandhohlraum kann analog zum Hybridsystem GF Top zur Verbesserung der Schalldämmung bzw. für den Brandschutz eine Hohlraumdämmung eingebracht werden.

Beplankung zweite Wandseite

Die Beplankung muss mit gegenüberliegenden Fugen angebracht werden. Nachdem die zweite Wandseite nach gleichem Prinzip der ersten Wandseite montiert wurde, ist die Rigips Hybridwand bereit für die Verspachtelung. Die anschließende Verspachtelung der Plattenfugen, Anschlüsse und Schraubenköpfe mit Rigips VARIO Fugenspachtel sorgt für die endgültige Stabilität.

Wichtiger Hinweis: Um Rissbildungen zu vermeiden, darf mit dem Spachteln der Fugen der letzten Beplankungslage erst begonnen werden, wenn beide Wandseiten geschlossen sind und keine Längenänderungen der Platten mehr erwartet werden. “

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