Verarbeitungsrichtlinien Gipsfaserplatten an Wand, Decke, Dach – Teil 11

Einbau von Türöffnungen

Zum Einbau von Türöffnungen in Trennwänden werden zunächst Rigips Aussteifungsprofile UA mit dem dazugehörigen Rigips Anschlusswinkel-Montageset direkt mit dem tragfähigen Rohfußboden und der Rohdecke mit je 2 x 6er Dübel und Schrauben (z. B. Hilti Keilnagel DBZ6) kraftschlüssig befestigt.

Für eine zu erwartende Durchbiegung der Decke sind die Rigips Aussteifungsprofile UA entsprechend kürzer zu schneiden. Der Deckenwinkel ist hierfür nur handfest an den Langlöchern der Rigips Aussteifungsprofile UA zu verschrauben. Die Befestigungen müssen dann aus selbstsichernden Muttern bestehen. Normale Muttern sind mit Kontermuttern zu versehen.

Der Türsturz wird waagerecht mit einem Rigips Türsturzprofil ausgebildet. Die Befestigung der Beplankung erfolgt in das Rigips Aussteifungsprofil UA mit Rigips Schnellbauschrauben TB, die eine Bohrspitze vorweisen. Längsfugen und nicht zu vermeidende Querfugen sind mit mindestens 150 mm Abstand von der Türöffnung vorzusehen. Bei einer Raumhöhe von maximal 260 cm, einer Türbreite von maximal 88,5 cm und einem Türblattgewicht von maximal 25 kg können Türzargen an normalen Rigips Wandprofilen CW (Blechdicke 0,6 mm) befestigt werden. Achtung: Rigips Wandprofile CW mit Holzpfosten ersetzen kein Rigips Aussteifungsprofil UA.

Einbau von Türzargen

Einteilige Zargen werden vor der Beplankung montiert. Mehrteilige Türzargen werden nach Fertigstellung der Montagewand und der entsprechenden Türöffnung eingebaut. Der Hohlraum zwischen Profil und Zarge ist mit einer Dämmung auszufüllen. Werden Brandschutztüren eingebaut, kann auch eine Vermörtelung notwendig werden. Hierbei ist die Türzulassung zu beachten. Der Zargeneinbau sowie die Dämmung sind gemäß den Anforderungen laut Ausschreibung durchzuführen. Ebenso sind die Einbauhinweise der Zargenhersteller zu beachten.

Schalldämmung

Durch Tür- oder Fensteröffnungen wird die Schalldämmung einer Trennwand ungünstig beeinflusst. Die Schallschutz-Anforderungen der DIN 4109 beziehen sich grundsätzlich auf Türen im eingebauten Zustand (Türblatt einschließlich Rahmen und Zarge). Die Schalldämmung hängt sowohl von der Schalldämmung des Türblatts als auch von der Qualität der Falzdichtungen ab, insbesondere von der Dichtung der unteren Türfuge. Entsprechende Schallschutz-Nachweise sind von den Türen- bzw. Fenster-Herstellern zu führen. Der Einfluss von Flächen mit geringer Schalldämmung wie Türen oder Fenster auf die resultierende Luftschalldämmung eines Bauteils, kann durch ein im Beiblatt 1 zu DIN 4109 dargestelltes Rechenverfahren abgeschätzt werden. Dabei ist zum einen das Verhältnis der gesamten Wandfläche zur Tür- oder Fensterfläche zu berechnen. Zum anderen ist der Unterschied zwischen dem bewerteten Schalldämm-Maß der Wand und dem bewerteten Schalldämm-Maß der Tür oder des Fensters zu berechnen.

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