Trockenbaulösungen für jede Schallschutzanforderung

Rigips bietet ein umfassendes Spektrum von Systemen, damit Planer, Architekten und Bauherren für jede Anforderung und jeden Nutzung eine gleichermaßen sichere sowie wirtschaftliche Lösung zur Verfügung haben.

Besondere Highlights im Bereich der Bauakustik sind die Schallschutzplatte Rigips Die Blaue, die Mehrzweckplatte Rigips Die Harte, die innovative Wohnbauplatte Rigips Habito sowie Rigidur H-Gipsfaserplatten. Kombiniert mit dem schalltechnisch optimierten Profil RigiProfil MultiTec sowie der Rigips Anschlussdichtung aus Filz und ergänzt durch die Rigips-Spachtelmassen werden im System hervorragende Schalldämmwerte erzielt.

Das Profil mit „eingebautem“ Schallschutz: RigiProfil MultiTec

RigiProfil MultiTec ist das besonders leistungsfähige Systemprofil von Rigips, welches zur Erstellung von Unterkonstruktionen in Gipsplattensystemen dient. Besonderes Merkmal von RigiProfil ist die einzigartige MultiTec-Oberflächenstruktur, die vielfältige Vorteile im Schallschutz und bei der Verarbeitung bietet.

Rigips Anschlussdichtungen

Rigips Anschlussdichtungen aus Filz, einseitig selbstklebend, dienen als Anschlüsse für Wand- und Deckenkonstruktionen an angrenzende Massivbauteile aus Beton oder Mauerwerk. Das Rollenmaterial wird hierbei vollflächig auf den Steg des Anschlussprofils (Rigips UW- bzw. UD-Profil) aufgebracht. Die selbstklebende Seite der Anschlussdichtung ist mit einem Folienstreifen geschützt. Dieser ist bei Montage abzuziehen. Das Dichtungsband kann unmittelbar auf das Profil aufgebracht werden und sorgt für einen dichten Anschluss der jeweiligen Wand- oder Deckenkonstruktion.

Spachtelmassen von Rigips

Die qualitativ hochwertigen Spachtelmassen von Rigips verbinden die Konstruktion zu einer einheitlichen Gesamtfläche. Erst durch die Verbindung im Fugenbereich erhält das Bauteil seine vollständige Stabilität. Zudem verhindert die dichte Gipsplattenfläche neben der Verbreitung von Feuer und Rauch (Brandschutz) auch die Schallübertragung (Luftschall). Perfekt aufeinander abgestimmte Systemkomponenten des Rigips-Spachtelsortiments erlauben die Erstellung perfekter Oberflächen mit zugleich hoher Effizienz.

Einflussfaktoren auf die Schalldämmung

Rigips hat die Einflussfaktoren auf die Schalldämmung von Rigips-Metallständerwänden in diversen internen Messreihen untersucht. Um ein optimales Ergebnis zu erhalten, ist der Aufbau sorgfältig auszuführen und zu überwachen.

Beeinflusst wird die Schallübertragung außerdem durch:

• Materialdämpfung, Elastizitätsmodul, Dichte und Dicke der Beplankung: Mit speziellen Gipsplatten für Schallschutzkonstruktionen wie Rigips Die Blaue, Rigips Die Harte oder Rigips Habito sowie mit Rigidur H-Gipsfaserplatten können gegenüber üblichen Gipsplatten höhere Schalldämmwerte erreicht werden.

• Mit einer Verklammerung der äußeren Beplankungslage in die darunterliegende Beplankungslage ist eine Erhöhung der Schalldämmung gegenüber der verschraubten Variante um bis zu 2 dB möglich (Wandhöhen beachten!).

• Durch zusätzliche beidseitige Abdichtung der Profile zu den flankierenden Bauteilen mit geeigneter elastischer Dichtungsmasse (z. B. Acrylat) kann die Schalldämmung ebenfalls verbessert werden.

• Je geringer die Ständerkopplung ist, desto bessere Schalldämmwerte werden erreicht.

• Eine Reduzierung des Profilabstands kann zu verminderter Schalldämmung führen (Erhöhung der Wandsteifigkeit).

• Mit Doppelständerwänden können gegenüber Einfachständerkonstruktionen bei ansonsten gleichem Materialeinsatz höhere Schalldämmwerte erzielt werden.

• Selbiges gilt für die Verwendung von Spezialprofilen wie dem RigiProfil MultiTec und dem Rigips Schallprofil.

• Dagegen verringert sich im Regelfall die Schalldämmung bei Aussteifung von Doppelständerkonstruktionen durch Verbindungslaschen (Ständerkopplung).

• Zusätzliche Stahlblecheinlagen führen in der Regel zu einer Verbesserung der Schalldämmung (Erfahrungswerte: ca. 1 dB pro Stahlblechlage von 0,5 mm Dicke).

Nach DIN 4109-33 wird gefordert, dass bei Dämmstoffen der längenbezogene Strömungswiderstand r ≥ 5 kN s/m4 beträgt. Diese Bedingung wird von allen marktüblichen Dämmstoffen aus Mineralwolle (Steinwolle, Glaswolle) mit Rohdichten ≥ 13 kg/m3 erfüllt. Rigips-Metallständerwände sind zumeist mit ISOVER Akustic TP 1 oder TF (Twin) Dämmstoff geprüft. Als Grundsatz gilt: Je höher der Füllgrad des Hohlraums ist, desto höher ist die Verbesserung der Schalldämmung der Ständerwand gegenüber einer unbedämpften Wand. Zur vollen Nutzung der schallschutztechnischen Leistungsfähigkeit von Ständerwänden sollte eine 80- bis

100-prozentige Hohlraumfüllung angestrebt werden. Unter Berücksichtigung von schalltechnischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist daher eine Hohlraumdämmung mit einem Füllgehalt von 80 Prozent und einem Strömungswiderstand ≥ 5 kN s/m4 als optimale Lösung anzusehen.

Weitere Einflussfaktoren

Bewegungsfugen in einer leichten Trennwand haben bei luftdichter Ausführung wegen ihres geringen Flächenanteils kaum Einfluss auf die Schalldämmung.

Fensterbänke oder Brüstungskanäle sind aus schalltechnischer Sicht im Wandbereich zu trennen und abzudichten, da sie ansonsten zu deutlich verminderter Schalldämmung führen. Gleitende Deckenanschlüsse (erforderlich bei Deckendurchbiegungen > 10 mm) können zu einer Reduzierung der Schalldämmung von bis zu 3 dB führen (Dichtheit).

Leitungsdurchführungen von gebäudetechnischen Installationen sind rauch- und schalldicht auszuführen. Außerdem können beispielsweise eine zusätzliche abgehängte Unterdecke mit hoher Schalldämmung oder entsprechende Schalldämpfer direkt an den Rohren eine Schallübertragung minimieren. Rohrleitungen sind mit Isolierschellen zu versehen und dürfen keinen Kontakt zur Wandbeplankung und Unterkonstruktion haben.

Steckdosen sollten um mindestens ein Ständerraster versetzt angeordnet werden. Sofern die gegenüberliegende Anordnung unvermeidbar ist, empfiehlt sich in diesem Bereich die Montage zusätzlicher Platten im Wandhohlraum zwischen den Steckdosen. Vereinzelt eingebaute Steckdosen haben keinen signifikanten Einfluss auf die Schalldämmung der Trennwand, wenn der Hohlraum dahinter mit Dämmstoff ausgefüllt ist oder der Einbau in einem Gipsbett erfolgt. Spezielle Schallschutzdosen oder luftdichte Steckdosen sind bei hohen Schallschutzanforderungen empfehlenswert.

Türen und Fenster sind gesondert zu berücksichtigen. Die Schalldämmung einer Wand mit eingebauten Türen oder Fenstern wird i. d. R. keine höhere Schalldämmung erreichen als das Bauteil mit dem geringsten Schalldämmwert.

Schallmessungen

Grundsätzlich sind bei komplexen Aufbauten Schallmessungen in einem Musterraum empfehlenswert. So können Einflüsse unter realen Bedingungen direkt untersucht und optimiert werden. Bei der Planung und Ausführung von Metallständerwänden sind neben den Bestimmungen des Schallschutzes insbesondere folgende Auflagen zu beachten:

• Vorbeugender baulicher Brandschutz

• Zulässige Wandhöhen unter Berücksichtigung der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit

Metallständerwände können aufgrund ihres geringen Gewichts nach DIN EN 1991-1-1 grundrissvariabel auf Geschossdecken angeordnet werden, wenn bei der statischen Bemessung der Decken ein gleichmäßiger Zuschlag zur Deckennutzlast berücksichtigt wurde.

Schalldämmwerte von Rigips-Metallständerwänden

Das natürliche Mineral Gips zeichnet sich durch eine Vielzahl positiver Eigenschaften aus, die auch den gipsbasierten Ausbaulösungen innewohnen und diese in puncto Nachhaltigkeit und Komfort zu wahren Multitalenten machen: Auch beim wichtigen Komfortaspekt Ruhe erweisen sich Trockenbaulösungen von Rigips als gute Wahl, denn sie bieten besten Schallschutz. Mit entsprechenden Dämmstoffen wie beispielsweise von ISOVER als Hohlraumfüllung werden Schallwellen absorbiert.

Rigips-Trockenbaukonstruktionen ermöglichen dieselben oder bessere Schalldämmwerte als Massivwände bei deutlich geringeren Bautiefen.

 

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