Schallprüfung einer Holzbalkendecke: Aufbau im Neubau

Im Folgenden geht es um die Holzbalkendecke im Neubau. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich der Aufbau von Holzbalkendecken im Neubau beziehungsweise ihre Deckenober- oder -unterseite auf den Schallschutz auswirken kann.

Die Ausgangs-Holzbalkendecke hatte bei der Prüfung folgenden Aufbau:

Aufbau Referenz Neubaudecke

Abbildung 8: Aufbau Referenz Neubaudecke

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Die Schallwerte der Referenz-Neubaudecke in Holzbauweise ergeben sich zu Ln,w = 73 dB im Trittschall und Rw = 43 dB im Luftschall.

Im Verlauf der Prüfung wurde der untere beziehungsweise obere Aufbau der Holzbalkendecke im Neubau verändert. Zunächst wurde die untere Holzlattung mit 12,5 mm Gipsplatte gegen eine Unterkonstruktion aus schallentkoppelten U-Direktabhängern und einer einlagigen Beplankung aus 12,5 mm Rigips Feuerschutzplatten ausgetauscht. Das Ergebnis war eine Verbesserung von 13 dB im Trittschall und 14 dB im Luftschall (Abbildungen 9 und 10). Mit einer zusätzlichen zweiten Beplankungslage ließe sich der Trittschall um weitere 2 bis 3 dB verbessern.

Vergleich Referenzdecke und Decke mit veränderten, unteren Aufbau

Abbildung 9: Vergleich Referenzdecke und Decke mit veränderten, unteren Aufbau

 

Vergleich Referenzdecke und Decke mit veränderten, unteren Aufbau

Abbildung 10: Vergleich Referenzdecke und Decke mit veränderten, unteren Aufbau

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Abbildung 9 zeigt die Trittschalldämmung der Holzbalkendecke für Neubauten mit unterschiedlichen Deckenunterseiten. Vom Verlauf her sind die Kurven ähnlich. Das Ergebnis spiegelt die Verbesserung wider, die sich durch den Austausch einer einfachen Holzlattung als Unterkonstruktion gegen Rigips schallentkoppelte U-Direktabhänger mit C-Deckenprofilen ergibt.

Genau wie bei der Holzbalkendecke in Altbauweise sind auch bei der Holzbalkendecke für den Neubau deutliche Verbesserungen der Schalldämmung möglich, wenn der obere Aufbau der Decke verändert wird. So können die Verbesserungswerte bei bis zu 37 dB im Tritt- und Luftschall liegen, wenn eine zusätzliche, gebundene Schüttung in Verbindung mit einem Mineralwolle kaschierten Estrichelement und einer zweilagigen, mit schallentkoppelten U-Direktabhängern befestigten Unterdecke eingebracht wird. Das entspricht einem Trittschallwert Ln,w = 36 dB und einem Luftschallschutzwert Rw = 80 dB. Die Kombination einer Schüttung mit Mineralwolle kaschierten Estrichelementen ist bei der Holzbalkendecke in Neubauweise ebenso wie bei der Holzbalkendecke in Altbauweise die effektivste Möglichkeit für den Schallschutz. Die Abbildungen 11 und 12 stellen die Trittschall- und Luftschalldämmung der zuvor beschriebenen Variante der Referenzdecke gegenüber.

Vergleich Referenzdecke und Decke mit veränderten, unteren und oberen Aufbau

Abbildung 11: Vergleich Referenzdecke und Decke mit veränderten, unteren und oberen Aufbau

 

Vergleich Referenzdecke und Decke mit veränderten, unteren und oberen Aufbau

Abbildung 12: Vergleich Referenzdecke und Decke mit veränderten, unteren und oberen Aufbau

 

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