Schallprüfung einer Holzbalkendecke in Altbauweise

Am ift Rosenheim hat Rigips in zahlreichen Prüfungen umfassendes Wissen zum Schallschutz von Holzbalkendecken und deren Aufbau in Altbau und Neubau gewonnen.

Die für die Prüfungen relevante Ausgangs-Holzbalkendecke sah vom Aufbau her folgendermaßen aus:

Aufbau Altbaudecke

Aufbau Referenz Altbaudecke

Die Schallwerte für die Referenzdecke ergeben sich zu Ln,w = 69 dB im Trittschall und Rw = 47 dB im Luftschall. Wird der Aufbau der Holzbalkendecke unten beziehungsweise oben entsprechend verändert, lassen sich – verglichen mit der Referenzdecke – deutliche Verbesserungen der Schallwerte erzielen.

Die linke Abbildung zeigt die Messkurven, die rechte Abbildung die Veränderung der Schallwerte in Abhängigkeit von der Frequenz.

 

 Vergleich Referenzdecke, unterer Aufbau

Abbildung 4: Vergleich Referenzdecke und Holzbalkendecke mit verändertem, unteren Aufbau

 

 Vergleich Referenzdecke

Abbildung 5: Vergleich Referenzdecke und Holzbalkendecke mit verändertem, unteren Aufbau

Abbildung 5 verdeutlicht, dass die Referenz-Altbaudecke etwas bessere Werte in Bezug auf den Luftschallschutz im Tieffrequenzbereich erzielt als die Decke mit Gipsbekleidung. Grund dafür ist ihre höhere Masse im Unterdeckenaufbau, die sich aus dem schwereren Lehmputz ergibt. Die abgehängte Unterdecke zeigt hingegen eine deutliche Verbesserung in den Frequenzen ab 250 Hz aufwärts. Zurückzuführen ist diese auf die Mineralwolle im Deckenhohlraum.

Informationen zu den Rigips-Unterdeckensystemen enthält der Planungsordner „Planen und Bauen-Decken / Dächer“ online unter:  https://flipbooks.rigips.de/flipbook_decken/

Holzbalkendecken, die über einen oberen Aufbau mit Rigips-Fußbodensystemen verfügen, erzielen eine noch deutlichere Verbesserung der Schalldämmung.

Durch den Einsatz von Rigidur Ausgleichsschüttung (lose oder gebunden) und Rigidur Estrichelementen lassen sich sowohl der Luft- als auch der Trittschallschutz wesentlich verbessern, ohne dass – wie zum Beispiel beim Zementestrich – zu viel Masse eingebracht wird. Die maximale Traglast beziehungsweise Tragfähigkeit einer Holzbalkendecke spielt besonders im Altbau eine große Rolle.  

Die Untersuchungen am ift Rosenheim haben gezeigt, dass für den oberen Deckenaufbau die Kombination aus mit Mineralwolle kaschierten Rigidur Estrichelementen auf einer 100 mm starken Ausgleichsschüttung am besten geeignet ist. Die Abbildungen 6 und 7 zeigen die Verbesserungen gegenüber der Referenzdecke, die sich aus dem speziellen Fußbodenaufbau der Holzbalkendecke mit dem zusätzlichen Rigips Fußbodensystem ergeben. Der obere Aufbau besteht hier aus 100 mm gebundener Rigidur Ausgleichsschüttung und einem Rigidur Estrichelement mit 40 mm aufkaschierter Mineralwolle (EE 65 MW). Der untere Deckenaufbau besteht – wie oben beschrieben – aus einer mit Nonius-Abhängern abgehängten, zweilagig mit 12,5 mm Rigips Feuerschutzplatte RF beplankten Unterdecke und einer 40 mm dicken Lage aus Isover Akustic TF twin Mineralwolledämmung. Durch diesen Deckenaufbau wird die Luft- und Trittschalldämmung um bis zu 31 dB verbessert. Daraus ergeben sich der Trittschallwert Ln,w = 38 dB und der Luftschallschutzwert Rw = 78 dB.

Alles Wichtige zu den Rigips-Fußbodensystemen enthält der Planungsordner „Planen und Bauen-Fußböden / Sonderkonstruktionen“ online unter:

https://flipbooks.rigips.de/flipbook_fussboeden/

Vergleich Referenzdecke , oberer  Aufbau

Abbildung 6: Vergleich Referenzdecke und Decke mit verändertem, unteren und oberen Aufbau

 

Vergleich Referentdecke unterer und oberer Aufbau

Abbildung 7: Vergleich Referenzdecke und Decke mit verändertem, unteren und oberen Aufbau

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