Was ist Schall?

Unter Schall werden laut Definition mechanische Wellen in einem Medium verstanden. Diese breiten sich durch Druck- und Dichteschwankungen aus. Angegeben wird der Schall in der Einheit Dezibel (dB). Um den entsprechenden Wert beziehungsweise die Schallausbreitung im Raum zu berechnen, wird zunächst der Schalldruck gemessen und dann in Dezibel umgerechnet.

Der Mensch kann Schallfrequenzen zwischen 16 Hz und 20.000 Hz (1 Hz = s-1) hören.

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Welche Arten von Schall gibt es?

Unterschieden werden im Bauwesen allgemein die Schallarten Luft- und Körperschall. Die Schallwellen des Luftschalls entstehen zum Beispiel durch Sprechen oder das Spielen von Musikinstrumenten. Für die Bauakustik beziehungsweise den Schallschutz bedeutet das: Beim Luftschall treffen die Schallwellen auf die Oberfläche eines Bauteils, bringen diese zum Schwingen und wirken auf der gegenüberliegenden Seite weiter. Die Schalldämmung wird dabei mit dem Wert angegeben, der sich aus der gemessenen Differenz zwischen Sende- und Empfangsraum ergibt. Je höher dieser Wert, desto besser der Schallschutz.

Breitet sich Schall in festen Körpern aus, handelt es sich um sogenannten Körperschall. Dabei wird der Festkörper unmittelbar mechanisch in Schwingung versetzt und nicht erst durch Luftschall zum Schwingen gebracht. Der Trittschall gilt unter den Schallarten im Bauwesen als eine besondere Ausprägung des Körperschalls. Er entsteht zum Beispiel, wenn eine Zimmerdecke als trennendes Bauteil begangen wird. Die Schallwellen breiten sich dann als Luftschall automatisch auf der gegenüberliegenden sprich der darunterliegenden Seite aus. Die Energie geht beim Trittschall also direkt in das Bauteil über, weshalb dieser aus bauphysikalischer Sicht in der Regel als kritischer anzusehen ist als Luftschall. Der Schallschutzwert für Trittschall ergibt sich nicht – wie beim Luftschall – aus dem Differenzwert. Maßgeblich ist hier die Intensität des gemessenen Störgeräusches. Das heißt: Je niedriger dieser Wert ist, desto wirkungsvoller ist das trennende Bauteil für den baulichen Schallschutz.

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Den Anforderungen an den Trittschall lässt sich bei Decken in Holzbauweise nicht immer ohne Weiteres gerecht werden. Oftmals weisen Holzbalkendecken vor allem im tiefen Frequenzbereich schlechte schalldämmende Eigenschaften auf. Die Ursache für die vermehrte Schallausbreitung im Raum ist meist im Aufbau der Decke selbst zu suchen. Denn anders als eine massiv gebaute Decke ist die Holzbalkendecke deutlich leichter und kann so dem Schall nur wenig Masse entgegensetzen. Außerdem hängt der Schallschutz nicht unerheblich davon ab, wie die Decke konstruiert ist. Eine Rolle spielen hier zum Beispiel der Abstand der Holzbalken und deren Lagerung. Unterschiedlich schwere Einschübe/Hohlraumfüllungen gilt es ebenso zu berücksichtigen wie der obere und untere Deckenaufbau.  

Prinzip Skizzen Luft-, Körper- und Trittschall

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