Anschlussdetails: Verankerung am Rohboden

Die Befestigung des in Trockenbau erstellten RigiRaum am Rohboden ist erfahrungsgemäß stark von der Konstruktion des Bodens selbst abhängig. Die Befestigung jeder einzelnen Trockenbauwand mit Schwerlastdübeln in einem Zementestrich stellt z. B. grundsätzlich ein bautechnisches Problem dar. Für die Sicherung gegen horizontales Verschieben der Konstruktion ist eine Verankerung mit Rigips Nageldübeln an den Eckpunkten und im Bereich der verstärkten Profile ausreichend. Sollte darüber hinaus mit erhöhten Anpralllasten oder anderen größeren Lasten gerechnet werden müssen, so ist bezüglich der Verankerung Rücksprache mit dem Planer und Architekten zu halten. Die Möglichkeit des Auftretens größerer Horizontallasten aus z. B. Anprall ist vorher mit dem Bauherrn bzw. dem Auftraggeber zu klären.

Das System ist bei Beachtung der oben angeführten Konstruktionsregeln ausreichend tragfähig und ausgesteift. Alle Konstruktionen ohne Brandschutzanforderungen können mit den dargestellten Konstruktionsvarianten im Bereich der beschriebenen maximalen Abmessungen generiert werden.

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Trockenbauwand Aufbau: Anschluss an aussteifende Massivbauteile

Neben der Möglichkeit den RigiRaum freistehend zu positionieren stellt sich oft auch die Frage, z. B. in einer großen Werkshalle, wie ein RigiRaum an einer bestehenden aussteifenden Massivwand entlang oder in einer von Massivwänden gebildeten Ecke ausgebildet und angeschlossen werden kann.

Sofern sichergestellt ist, dass das angrenzende Massivbauteil selbst eine ausreichende Steifigkeit besitzt und eine ausreichend stabile Befestigungsmöglichkeit für den RigiRaum bietet, kann der RigiRaum auch direkt an dieses Bauteil angeschlossen werden. Die entsprechende Wand des RigiRaum kann dann entfallen. Stellt die Massivwand die Längswand des RigiRaum dar, so kann die Weitspannträger- bzw. freitragende Decke direkt an der Massivwand angeschlossen werden.

Wird der RigiRaum an der Querwand an die tragende Massivwand angeschlossen, so können die XL-Stützen in den Ecken des RigiRaum an der Massivwand durch einfache, senkrecht stehende, an der Wand verankerte UA-Profile ersetzt werden

Trockenbau-Montage eines freistehenden RigiRaum vor anderen Bauteilen

Eine besondere Schwierigkeit besteht, wenn an einer Seite des RigiRaum außenseitig keine Möglichkeit der Verschraubung der Beplankung besteht, beispielweise bei Montage des RigiRaum direkt vor einer Fassade, in die nicht geschraubt werden kann. Hierfür findet sich in dem zugehörigen Technik Aktuell von Rigips (Link zu Technik Aktuell RigiRaum) ein grafisch dargestelltes Detail, um trotzdem eine aussteifende Trockenbauwand für den RigiRaum zu erstellen. Dort finden sich auch Details für Verbindungsmöglichkeiten zweier direkt aneinander angrenzender RigiRäume. Dabei wird jeweils unterschieden, ob die RigiRaum-Systeme an der Längswand oder an der Querwand miteinander verbunden werden.

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Brandschutz im Innenausbau mit RigiRaum

Die brandschutztechnische Auslegung von Stahlbaukonstruktionen basiert darauf, dass die Tragfähigkeit der Stahlprofile auch unter Brandeinwirkung erhalten bleibt. Das gilt auch für die brandschutztechnische Vorbemessung des RigiRaum. Es muss daher gewährleistet werden, dass die Temperaturen des Stahls der Unterkonstruktion in einem moderaten Bereich unter der sogenannten Grenztemperatur des Stahls bleiben. Beim Brandschutz im Trockenbau verwirklicht man dies am einfachsten durch eine selbständig wirkende Bekleidung aus Gipsbaustoffen, wie sie bereits bei anderen nicht tragenden Konstruktionen wie Schachtwänden oder selbstständigen Brandschutzdecken seit Jahren bekannt und bewährt ist.

An den Grundsätzen zur Konstruktion des RigiRaum bzw. zum Trockenbauwand-Aufbau ändert die Art der Bekleidung nichts. Es variieren nur die Stärke, die Art der Bekleidung sowie gegebenenfalls die Unterkonstruktionsabstände aufgrund des höheren Konstruktionsgewichts. Entsprechend sind natürlich auch die Längen der Verbindungsmittel gemäß der Rigips-Verarbeitungsrichtlinien und allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse auf die Stärke und Art der Bekleidung abzustimmen.

Als Grundlage für die brandschutztechnische Beurteilung können folgende allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse und Gutachten herangezogen werden:

GS 3.2/15-086-1

GS III/08-076

P-SAC 02/III-661

GS 3.2/14-130-1

GA 2016/031-Ap

Bei Brandschutzanforderungen müssen Einbauteile, Abschottungen etc. der jeweiligen Feuerwiderstandsdauer des Bauteils entsprechen, in welches sie eingebaut werden.

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