Rigips-Lösungen für besondere Anforderungen

Einbruchhemmende Wände

Leben und Werte gilt es nicht nur gegen Gefahren wie z. B. Feuer zu schützen, sondern auch gegen unerwünschten „Besuch“. Einbruchsicherheit ist ein zunehmend wichtigeres Thema, Trockenbaukonstruktionen mit einbruchhemmenden Eigenschaften sind daher immer stärker gefragt. Rigips bietet geprüfte Systemlösungen bis zur Widerstandsklasse RC 3 an. Neben erhöhter Sicherheit bieten diese Trennwände auch einen besonders hohen Schallschutz.

Die Klassifizierung der Einbruchhemmung von Türen, Fenstern, Vorhangfassaden, Gitterelementen und Anschlüssen erfolgt nach den europäischen Normen DIN EN 1627 bis 1630. Für leichte Trennwände gibt es keine eigene Prüfnorm. Bei diesen Bauteilen erfolgt die Klassifizierung der Einbruchhemmung in Anlehnung an die in den zuvor genannten Normen beschriebenen Prüfverfahren.

Hochschalldämmende Trennwand

Hochschalldämmende Trennwände müssen besondere Anforderungen an den Schallschutz erfüllen. Solche individuellen Speziallösungen finden sich beispielsweise bei Kinowänden. In der Planungsphase sollten alle Anforderungen und Details mit einem Akustiker, Fachplaner oder einem erfahrenen Architekten und dem Bauherrn abgestimmt werden. Auch die technischen Berater von Rigips stehen beim Entwickeln der passenden Lösungen beratend zur Seite. Wenn besonders hohe Schalldämmwerte gefordert sind, empfiehlt sich das Rigips-System MW23BFDD.

Installationswände: Wichtige Hinweise für die Ausführung

Für die Übertragung von Geräuschen aus gebäudetechnischen Installationen in benachbarte Räume ist die Ausführung der Installationswand von wesentlicher Bedeutung: Sanitäre Ausstattungsgegenstände (z. B. Waschbecken) sind an die dafür vorgesehene Unterkonstruktion, die mit dem Metallständerwerk verbunden ist, körperschallentkoppelt zu befestigen. Die Wirksamkeit der vorgesehenen Maßnahmen unter Leichtbaubedingungen ist vom Hersteller der Ausstattungsgegenstände anzugeben. Die Eignung von schalldämmenden Rohrschellen in Verbindung mit schalldämmenden Abwasserrohren ist vom Rohrhersteller auf Basis einer Prüfung nach DIN EN 14366 zu bestätigen.

Durchdringungen von Ständern und Beplankungen durch Leitungen und Armaturen sind so auszubilden, dass eine Körperschallübertragung durch elastische Manschetten, elastische Rohrumhüllungen oder durch freie Durchführungen der Rohrleitungen weitgehend vermieden wird. Die Anforderungen des baulichen Schallschutzes werden in der DIN 4109-01 geregelt. Bei Anforderungen an den erhöhten Schallschutz ist das Beiblatt 2 zu DIN 4109:1989 bzw. die VDI-Richtlinie 4100 heranzuziehen und zu vereinbaren.

Merkregeln zum Schallschutz bei Rohrleitungsanlagen

• jeder direkte Kontakt der Installationsrohre mit Bauteilen (z. B. Wänden, Decken, Verkleidungen, anderen Leitungen) ist zwingend zu vermeiden

• zwischen den Rohrleitungen und den Bauteilen immer eine Körperschalldämmung anordnen

• niemals Rohre ohne Körperschalldämmung direkt einspachteln

• Rohre immer mit Abstand oder mit einer Körperschallentkopplung, z. B. zu Schachtverkleidungen, Unterdecken oder in Wänden, verlegen

• Wärme- und Tauwasserdämmstoffe erfüllen i. d. R. die Körperschallentkopplung

Reduzieranschluss

Für den Anschluss von Rigips-Wänden an leichte Außenfassaden steht oftmals nur ein schmaler Bereich zur Verfügung. In diesem Fall wird die Trennwand mit einem

sogenannten Reduzieranschluss („Wandverjüngung“ oder auch „Fassadenschwert“) angeschlossen. Da dieser Anschluss schlanker ist als die Trennwand, resultiert daraus im Regelfall eine geringere Schalldämmung. Dies ist bei der Planung zu berücksichtigen. Der Einfluss des Reduzieranschlusses auf die Schalldämmung von Raum zu Raum wird durch mehrere Faktoren bestimmt:

• Schalldämmung des trennenden Bauteils

• Flächenverhältnis des trennenden Bauteils zum verjüngten Bauteil

• Dicke der Wandverjüngung

• Verwendete Materialien

• Anschluss der Wandverjüngung an Fassade und Trennwand

Aufgrund der Vielzahl der Einflussgrößen können nicht alle Variationen geprüft werden. Mit dem System MW12-D-FM-2 bietet Rigips jedoch einen schall- und brandschutzoptimierten Reduzieranschluss an. Durch diese Ausführungsvariante des Reduzieranschlusses werden die Schallwerte von Montagewänden bis 150 mm Wanddicke und mit einer Beplankung von maximal 2 x 12,5 mm Rigips Feuerschutzplatten RF nicht beeinträchtigt.

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