Höchster Brandschutz mit Glasroc F

Deckenkonstruktionen von Rigips haben sich seit Jahren als bewährte Lösung im baulichen Brandschutz etabliert. Für die brandschutztechnische Funktion von Deckenkonstruktionen gelten ähnliche Anforderungen und Grundsätze wie für Wandkonstruktionen. Durch Deckenkonstruktionen erfolgt ebenfalls ein Raumabschluss, um über die Dauer einer bestimmten Feuerwiderstandsdauer eine Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern. Somit erfolgt eine Begrenzung des Brandes auf den Brandentstehungsraum, den Brand- oder Gebäudeabschnitt sowie auf andere Gebäude. Bei der Planung und Ausführung von Brandschutzdecken unterscheidet man vorwiegend die Ausbildung als Decke in Verbindung mit einer Rohdecke oder als selbständige Brandschutzdecke.

Leichte Unterdecken in Verbindung mit der Rohdecke:

Decken verschiedener Bauarten entsprechen besonders in Bestandsgebäuden häufig nicht den Anforderungen an den modernen Brandschutz. In diesen Fällen fungieren Rigips-Unterdecken in Verbindung mit der Rohdecke als „Sanierungsdecken“. Betrachtet man die Decke brandschutztechnisch in Verbindung mit der Rohdecke, erfolgt die Klassifizierung der Rohdecke zusammen mit einer Rigips-Unterdecke, wobei die Brandbeanspruchung von der Raumseite (unten) angenommen wird. Eine Brandbeanspruchung im Zwischendeckenbereich (oben) ist nicht zulässig. Wird eine Brandbeanspruchbarkeit von oben gefordert, wird diese im Regelfall durch die Rohdecke erbracht. Besonders wirtschaftlich und hochwertig lassen sich Bestandsdecken mit Unterdecken aus der Spezialbrandschutzplatte Glasroc F (Ridurit) vom Typ GM-FH2 als vliesarmierte Gipsplatte nach EN 15283-1 aufwerten. Durch die hohe Leistungsfähigkeit von Glasroc F (Ridurit) lassen sich alle Rohdecken der Bauarten I bis IV nach DIN 4102 brandschutztechnisch aufwerten.

Direktbekleidungen

Industriehallen und -gebäude werden oftmals mit elementierten Bauweisen erstellt. Hierbei kommen Trapezblechprofile bei der Ausbildung von Geschossdecken und Dächern zum Einsatz, die eine brandschutztechnische Bekleidung erfordern, um den Überschlag von Feuer auf andere Gebäude bzw. Gebäudeabschnitte wirksam zu verhindern. Die unterseitige Bekleidung der Trapezbleche erfolgt mit Glasroc F (Ridurit) vom Typ GM-FH2 als vliesarmierte Gipsplatte nach EN 15283-1 üblicherweise in Form einer Direktbekleidung. Die oberseitige Abdeckung erfolgt bei Dächern durch einen unbelüfteten Dachaufbau bzw. bei Decken durch Rigidur Estrichelemente. Die Klassifizierung der Konstruktion erfolgt hierbei in Verbindung mit dem gesamten Decken-/Dachaufbau.

Selbständige Brandschutzdecken

Bei besonders hohen brandschutztechnischen Anforderungen wie zum Beispiel in Flucht- und Rettungswegen werden selbständige Brandschutzdecken gefordert. Die Klassifizierung der Feuerwiderstandsklasse einer selbständigen Brandschutzdecke bezieht sich auf die Unterdecke allein. Die Brandbeanspruchung kann hierbei von der Raumseite (unten) und aus dem Zwischendeckenbereich (oben) erfolgen. Die Unterdecke fungiert hierbei allein als raumabschließendes Bauteil und erlaubt die Belegung des Zwischendeckenbereiches mit Installationen. Die Brandschutzdecke darf während der Brandbeanspruchung nur mit ihrem Eigengewicht belastet werden. Glasroc F (Ridurit) vom Typ GM-FH2 als vliesarmierte Gipsplatte nach EN 15283-1 eignet sich hervorragend für die Ausbildung von selbständigen Brandschutzdecken. Für den Fall, dass eine Ausbildung der Brandschutzdecke als abgehängte Decke nicht möglich ist, sorgen Rigips-Weitspannträgersysteme für eine sichere Lösung. Viele Prüfzeugnisse dokumentieren im Hinblick auf verschiedene Regelwerke, im Besonderen auf die DIN 4102, die einwandfreie brandschutztechnische Funktion der Rigips-Deckensysteme. Die erforderlichen Nachweise an den Raumabschluss und das Isolationskriterium sind im Rahmen von Brandprüfungen an renommierten Materialprüfanstalten erbracht worden. Bei Planung und Ausführung von Rigips-Deckensystemen sind die Vorgaben des entsprechenden Verwendbarkeitsnachweises zu erfüllen.

Die Vorteile auf einen Blick

• einfache Montage und kurze Bauzeiten

• feuchteunempfindliche Beplankung mit Glasroc F (Typ H2)

• perfekte Oberfläche

• Sicherheit durch geprüfte Systeme

• Sichere Planung und Ausführung mit Detaillösungen

• Ausführung als selbständige Decke bzw. in Verbindung mit der Rohdecke

• geringe Gewichte und Aufbauhöhen

Anwendung: SD12GT – Selbstständige Brandschutzunterdecke

Bei der Brandschutzunterdecke SD12GT von Rigips handelt es sich um eine selbständige Deckenkonstruktion. Die Klassifizierung F 90 gilt unabhängig von welcher Seite die Brandbeanspruchung erfolgt. Die Brandbeanspruchung kann also von der Raumseite sowie aus dem Zwischendeckenbereich erfolgen. Die Montage erfolgt mit standardisierten Deckenprofilen und Zubehören. Die Ausbildung der Unterkonstruktion kann höhenversetzt bzw. höhengleich ausgeführt werden. Die Abmessungen der Decke sind unbegrenzt, wobei die Positionierung von Dehnungsfugen zu berücksichtigen ist. (Verwendbarkeitsnachweis P-3481/3755-MPA BS)

In jedem Fall ist das Allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis für die Planung und Ausführung mit einzubeziehen.

 

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