Dachkonstruktionen und Fußbodendämmung

In der DIN 4109-1 sind die Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen in Abhängigkeit vom Außenlärmpegel geregelt. Angaben zu den Außenlärmbelastungen können Lärmkarten entnommen oder bei Umwelt- und Baubehörden erfragt werden.

Die Schalldämmung von Dächern wird wesentlich durch folgende konstruktive Parameter bestimmt:

• Art der Wärmedämmung (Material, Aufbau: homogen oder mehrschichtig, Dicke)

• Ausführung des raumseitigen Abschlusses (flächenbezogene Masse, zusätzliche biegeweiche Beschwerungen)

• Art der Dacheindeckung:

– Die Schalldämmung von Trapezblechdächern ist aufgrund der geringeren flächenbezogenen Masse geringer als bei Eindeckungen mit Ziegeln oder Dachsteinen

– Die Schalldämmung von Dächern mit Betondachsteinen ist etwa 1 bis 2 dB höher als bei einer Eindeckung mit Tonziegeln

• Verbindungen zwischen Tragkonstruktion der Dacheindeckung und Sparren (Anpressdruck der Befestigungsmittel)

• Ausführung der Hohlräume zwischen Dacheindeckung und Wärmedämmung sowie Unterkonstruktion

• Bei Aufsparrendämmungen aus Faserdämmstoff beeinflusst der Anpressdruck des Dämmstoffs an die Dachschalung die Schalldämmung. Für bestmögliche

Schalldämmleistungen sollte der Anpressdruck so gering wie möglich sein.

Schalllängsdämmung von Dächern

Die Schalllängsübertragung von Dachkonstruktionen wird durch die Direktdämmung der Dachkonstruktion und den Dachanschluss der Trennwand bestimmt. Schalllängsdämmmaße für Dächer können beispielsweise der DIN 4109-33, Tab. 31 bis 35 entnommen werden. Die Schallwerte (Rw) für Rigips-Dachausbausysteme beziehen sich ausnahmslos auf den Bereich der Dachschräge. Es wird davon ausgegangen, dass sich innerhalb von Abseitenwänden oder im Bereich des Spitzbodens keine zusätzlichen Schallquellen befinden, sodass das Schalldämm-Maß auf diesen Übertragungswegen mindestens dem geprüften Wert entspricht (> Rw). Für den Fall, dass es sich um einen ausgebauten Dachraum handelt, sind für den Bereich der Kehlbalkenlage die Schallwerte einer vergleichbaren Holzbalkendecke heranzuziehen.

Sichere und vielfältige Lösungen für Fußböden

Unterböden in Neubau und saniertem Altbau werden heute ebenso selbstverständlich aus Gips(faser)platten erstellt wie Decken und Wände. Das Rigips-Produktsortiment enthält Elemente aus Gipsfaser, kombiniert mit Mineralwolle- und Hartschaumschichten, sowie Elemente für Fußbodenheizungen. Dank ihrer hervorragenden Qualitätseigenschaften bieten diese Rigidur Estrichelemente eine auf jeden Fußbodenbereich abgestimmte Systemlösung:

• Ideal für Neubauten, Renovierungen und Altbausanierungen

• Auch für extrem belastbare Böden geeignet wie z. B. in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen

• Abgestimmt auf Schall-, Wärme- und Brandschutzanforderungen im Wohnungs-, Büro- und Verwaltungsbau

Trockenunterböden für alle denkbaren Oberbeläge (Textil, Kork, Holzparkett, Linoleum, PVC, Fliesen ...) werden mit Estrichelementen von Rigips schnell, kostengünstig und sauber hergestellt. Man erhält eine perfekte, ebene Fläche, die sofort begehbar ist und die nächsten Arbeitsschritte erlaubt. Die deutliche Verbesserung von Wärmedämmung und Trittschall sowie das Erreichen von Brandschutzwerten F 30 bis F 120 sind dabei gegeben.

Die Stärken der Rigidur Estrichelemente im Überblick:

• Für unterschiedlichste Oberbeläge geeignet

• Geeignet für Fußbodenheizungssysteme (unkaschierte Estrichelemente)

• In häuslichen Feuchträumen einsetzbar

• Abgestimmt auf Schall-, Wärme- und Brandschutzanforderungen

• Geringe statische Last für Bestandsdecken

• Schnelle und trockene Verlegung

• Geringe Aufbauhöhe

• Schnellere Verlegung durch Doppelstrangdüse

• Schadstofffrei und baubiologisch geprüft

Rigidur Estrichelemente werden in den Ausführungen 2 x 10 mm und 2 x 12,5 mm sowie mit und ohne Kaschierungen angeboten. Die numerische Bezeichnung der Elemente, z. B. Rigidur Estrichelement 20 oder 25, gibt die Gesamtdicke des Elements an (20 bzw. 25 mm Dicke) und ein nachstehendes Buchstabenpaar bezeichnet den aufkaschierten Dämmstoff (MW = Mineralwolle, HF = Holzweichfaser, PS = Polystyrol).

Durch die Verwendung der Rigidur Ausgleichsschüttung in Verbindung mit Rigidur Estrichelementen lassen sich selbst auf Holzbalkendecken hochschalldämmende Aufbauten erzielen. Der Grund für die hohe Trittschalldämmwirkung liegt hierbei im Zusammenspiel von eingebrachter Masse der Schüttung, der hohen absorptiven Oberfläche des Granulats und der aufliegenden Rigidur Estrichelemente als Reflexions- und Verteilungsschicht.

Einige Hinweise zur Verarbeitung: Der Randdämmstreifen muss den Estrichaufbau (inklusive Bodenbelag!) vollständig von den aufgehenden Wänden entkoppeln. Der überstehende Rand ist erst nach dem Verlegen des Bodenbelags zu entfernen. Die Fugen zwischen Randfliesen und Bodenfliesen sind dauerelastisch zu dichten und dürfen keine Schallbrücken durch Fliesenkleber oder Fugenmörtel aufweisen. Bei offenen Holzbalkendecken kann eine zusätzliche Abdichtung im Randanschluss und zwischen Deckenbalken und Wand erforderlich sein.

Verbesserung der Trittschalldämmung von Bauteilen

Die Trittschallübertragung kann mit verbesserter Dämmung verringert werden durch:

• Zusätzlich angebrachte Aufbauten an der Deckenoberseite (z. B. schwimmende Estriche)

• Schallbrückenfreie Ausführung des schwimmenden Estrichs

• Zusätzlich angebrachte Aufbauten an der Deckenunterseite (z. B. Unterdecken)

• Vermeidung von Undichtigkeiten an der Decke (z. B. durch Leitungen, nachträglich angebrachte Bohrlöcher für Elektrokabel oder Ähnliches)

 

 

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