Der Rigips Strahlenschutz-Rechner: Schirmdämpfung berechnen

Mit dem Rigips Strahlenschutz-Rechner kann die Schirmdämpfungsleistung von ein- und zweilagigen Climafit Protekto-Konstruktionen berechnet werden. Die Berechnungen erfolgen auf der Basis der von Prof. Dipl.-Ing. P. Pauli (Universität der Bundeswehr München) dokumentierten Schirmdämpfungsleistungen gegenüber elektromagnetischen Wellen.

Die Berechnung der Schirmdämpfung erfolgt mit wenigen Klicks: Zunächst werden in der Eingabemaske die ermittelten Strahlungsdichten in Abhängigkeit von den vorhandenen Frequenzen eingegeben. Der Strahlenschutz-Rechner bemisst dann auf Basis der Schirmdämpfungsleistung in der Plattenmitte die resultierende Reststrahlung in μW/m2. Besteht die Anforderung an die Dämpfung nicht genannter Dienstanbieter wie zum Beispiel einem Flugradradar (1.250-1.260 MHz), werden die ermittelten Strahlungsdichten S im nächstniedrigeren Frequenzband (900 MHz) angegeben.

Planungsunterstützung mit Ausschreibungstexten und CAD-Details

Gerade bei größeren Bauvorhaben kommen häufig Konstruktionen zum Einsatz, mit denen auch hohe, weit über denen der Standardlösungen liegende statische sowie brand- und schallschutztechnische Anforderungen erfüllt werden können. Maximale Sicherheit bieten hier optimal aufeinander abgestimmte Systeme, deren Eigenschaften durch zertifizierte Prüfinstitute nachgewiesen wurden. Detaillierte Ausschreibungstexte bieten dabei eine wesentliche Hilfestellung für die eindeutige Beschreibung und sichere Montage. Eine präzise Beschreibung bestimmter Details ist darüber hinaus häufig nur durch eine grafische Darstellung möglich. Ausschreibungstexte wie entsprechende CAD-Details stellt Rigips kostenfrei online zur Verfügung. Die einzelnen Rigips-Ausschreibungstexte in sieben verschiedenen Dateiformaten (HTML, PDF, DOC, GAEB, ÖNORM, Text, XML) finden sich über die Rigips-Systemsuche.

Hier geht es zur Rigips-Systemsuche

Zusammengefasst zum vollständigen Download stehen alle Ausschreibungstexte in drei Dateiformaten (XML, Word, GAEB) zur Verfügung. Neben den Ausschreibungstexten und CAD-Details finden sich auch alle Systemkonstruktionen aus „Planen und Bauen“ und die Möglichkeit, das entsprechende Prüfzeugnis per Webformular zu bestellen.

RiKS 3.0 – Rigips KalkulationsService: einfach, schnell und präzise kalkulieren

Der Rigips KalkulationsService RiKS 3.0 bietet folgende Vorteile:

  • Einfache und kostenfreie Anmeldung unter www.rigips.de   
  • Systeme können per Schnellkalkulation oder im Projekt kalkuliert werden
  • Passende Systeme lassen sich über die Rigips-Systemsuche schnell und einfach über die Systemnummer, Stichworte oder Eigenschaften finden
  • Es besteht die Möglichkeit die eigenen Favoriten zu markieren
  • Bis zu 50 Projekte können gespeichert werden
  • Es können vollständige Materialstücklisten mit Artikelnummern, Artikelbezeichnungen, Verbrauchsmengen und Listenpreisen ausgegeben werden
  • Ebenso möglich ist die Ausgabe von Montagezeiten zu den erforderlichen Arbeitsschritten
  • Individuelle Anpassungsmöglichkeiten aller Werte mit Lernfunktion
  • Bei Eingabe des Stundenlohns werden die Lohnkosten automatisch errechnet
  • Die Kalkulationen können manuell erweitert werden
  • Die Ausgabe eines Kalkulationsblatts mit dem Ergebnis und Zeichnungen des Systems, einer Liste mit dem Materialbedarf, der Materialbestellliste sowie einer Liste mit dem Zeitbedarf ist möglich
  • Einfache und schnelle Angebotserstellung
  • Die Drucklisten können als PDF-Dateien mit den eigenen Firmendaten und Firmenlogo versehe werden

Glossar wichtiger Begriffe

Nachfolgend sind noch einmal die wichtigsten Begriffe und Kenngrößen zusammengefasst:

DAB
(Digital Audio Broadcasting) Digitaler Rundfunk

DECT
(Digital Enhanced Cordless Telecommunications) Standard für digitale Schnurlostelefone

DVB-T
(Digital Video Broadcasting Terrestrial) Digitales Fernsehen

Elektrisches Feld
Ein elektrisches Feld entsteht durch unterschiedlich hoch anliegende Spannung (Potenzialdifferenz), selbst dann, wenn kein Strom fließt. Besteht zwischen zwei Ladungen ein Potenzialunterschied, so ist das höhere Potenzial bestrebt, diese Spannung an das niedrigere Potenzial abzugeben. Elektrische Wechselfelder können sich je nach Konstruktion oder Material räumlich ausbreiten. Fließender elektrischer Strom erzeugt zusätzlich zum elektrischen ein magnetisches Feld.

Elektrosmog
Der Begriff Elektrosmog ist ein Kunstwort und physikalisch gesehen nicht genau definiert. Bei dem Wortteil „smog” handelt es sich um die Zusammensetzung der Wörter „Smoke” für Rauch und „Fog” für Nebel. Im Allgemeinen wird unter Elektrosmog eine Verunreinigung durch technisch erzeugte elektrische und magnetische Felder verstanden.

Frequenz
Die Frequenz bezeichnet die Anzahl von Schwingungen je Sekunde in der Einheit Hertz (Hz) oder deren Vielfache, zum Beispiel
1.000 Hz = 1 kHz (Kilohertz)
1.000 kHz = 1 MHz (Megahertz)
1.000 MHz = 1 GHz (Gigahertz)
1.000 GHz = 1 THz (Terahertz)

Mit 30 kHz beginnt der für Telekommunikationszwecke genutzte Frequenzbereich. Dieser reicht bis 300 GHz.

Frequenzband
Das Frequenzband bezeichnet Teilbereiche des elektromagnetischen Spektrums, welche, je nach Frequenz und Wellenlänge, für technische Kommunikation genutzt werden.

Gleich- und Wechselfelder
Bei der Betrachtung von Feldern werden Gleichfelder (statische Felder) und Wechselfelder (zeitlich veränderliche Felder) unterschieden. Die Richtung und die Größe von Gleichfeldern bleiben über die Zeit gleich. Wechselfelder werden über ihre Frequenz (Anzahl von Schwingungen je Sekunde) unterschieden. 1 Hertz (Hz) entspricht hierbei einer Schwingung pro Sekunde.

GSM
(Global System for Mobile Communications) Standard für Mobilfunk

IEEE
(Institute of Electrical and Electronics Engineers) Weltweiter Berufsverband von Ingenieuren der Elektrotechnik und Informatik, Normengremium zur Vereinheitlichung technischer Standards der Elektrotechnik und Informatik

Intensität
Die Intensität elektromagnetischer Strahlung wird als Leistungsflussdichte S (Strahlungsdichte) in W/m2 beziehungsweise μW/m2 angegeben.

Leistungsflussdichte
Die Leistungsflussdichte ist das Vektorprodukt von elektrischer (E) und magnetischer (H) Feldstärke. Sie nimmt mit der Leistung, dem Aufbau und der Ausrichtung der Sender zu oder ab. Weitere Einflussgrößen sind die Anzahl an elektromagnetischen Anwendungen, der Abstand zur Feldquelle und die Dämpfung durch die vorhandene Gebäudekonstruktion.

Long Term Evolution (LTE)
Long Term Evolution (LTE) ist ein Mobilfunkstandard der vierten Generation (4G-Standard).

Niederfrequenz – Hochfrequenz
Wechselfelder werden in nieder- und hochfrequente Felder eingeteilt. Zu den niederfrequenten (langsam veränderlichen) Feldern von 1 bis 30 kHz gehören zum Beispiel der Bahnstrom (162⁄3 Hz) und der Haushaltsstrom (50 Hz). Das elektrische und magnetische Feld werden bei der Niederfrequenz getrennt voneinander betrachtet.

Bei Hochfrequenz (schnell veränderliche Felder) von 30 kHz bis 300 GHz sind das elektrische und magnetische Feld nach ihrer Abstrahlung von der Sendeantenne nach etwa 3 bis 4 Wellenlängen fest und untrennbar miteinander verbunden.
Eine elektromagnetische Welle entsteht. Elektromagnetische Wellen werden für die Übertragung von Informationen (Funk) genutzt. Hierzu gehören unter anderem Fernseh- und Radiofunk, Mobilfunk, Radar.

RADAR
(Radio Detection and Ranging) Bezeichnung für verschiedene Erkennungs- und Ortungsverfahren und -geräte auf der Basis elektromagnetischer Wellen, zum Beispiel Flughafenradar, Militärradar, Schiffsradar, Wetterradar

UMTS
(Universal Mobile Telecommunications System) Standard für Mobilfunk der dritten Generation mit deutlich höherer Datenübertragungsrate welche Sprach- und Datenübertragung vereint

Wellenlänge
Als Wellenlänge (l) wird der Abstand von zwei Punkten einer Phase bezeichnet. Die Wellenlänge steht in direktem Verhältnis zur Frequenz. Mit zunehmender Frequenz verringert sich die Wellenlänge.

WLAN
(Wireless Local Area Network) drahtloses lokales Netzwerk

WiMAX
(Worldwide Interoperability for Microwave Access) Standard für drahtlose Netzwerke der nächsten Generation mit deutlich höherer Übertragungsrate und Reichweite

Abhörsicherheit

In der Informations- und Kommunikationstechnik wird die Sicherheit von Geräten und Systemen überwiegend durch Software (Schutz vor Viren, Trojanern, Würmern usw.) gewährleistet. Jedes elektronische Gerät verursacht im Betrieb mehr oder weniger starke elektromagnetische Wellen, sogenannte Störstrahlen. Diese Emissionen können bei IT-Geräten auch die gerade verarbeiteten Informationen enthalten, welche gezielt durch Empfang aus einiger Entfernung mitgelesen und anschließend ausgewertet werden können.

So lässt sich zum Beispiel aus der Störstrahlung von Computerbildschirmen der gerade dargestellte Bildschirminhalt rekonstruieren. Diese informationsbehafteten Störemissionen werden als „bloßstellende Abstrahlung” bezeichnet. Die Intensität der Störemissionen nimmt mit wachsender Entfernung von der Störquelle ab. Hieraus ergibt sich ein weiträumiger Sicherheitsbereich. Dieser kann durch Schirmdämpfungsmaßnahmen wesentlich verringert werden.

Im Hinblick auf die „bloßstellende Abstrahlung” hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Zonenmodell entwickelt. Zur Erreichung der nächsthöheren Zone werden hierfür Anforderungen an die Schirmdämpfung von Baumaterialien gestellt. Mit dem Climafit Protekto-System können Konstruktionen mit hoher Schutzwirkung bei gleichzeitig geringem Abstand erstellt werden.

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