Elektromagnetische Strahlung messen

Zur Messung elektromagnetischer Strahlung kommen in der Praxis zwei verschiedene Verfahren zum Einsatz – diese werden in den folgenden Absätzen näher vorgestellt. Um verlässliche Resultate zu erhalten, sollten die Messungen vor und nach den baulichen Maßnahmen von einem Fachmann für Messtechnik durchgeführt werden.

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Breitbandmesstechnik

Mithilfe der sogenannten Breitbandmesstechnik kann je nach Antenne, Filtereinstellung und Empfangseigenschaften des verwendeten Messgerätes die jeweilige Situation der Strahlungsbelastung ermittelt werden. Die Messung erfolgt als Summenbildung aller zum Messzeitpunkt vorhandenen Frequenzen im verwendeten Filterbereich. Die Quelle, die für die Hauptbelastung in den betroffenen Räumen verantwortlich ist, wird dann durch Ausblenden einzelner Frequenzbereiche und akustischer Auswertung vorhandener niederfrequenter Pulssignale bestimmt.

Die Vorteile der Breitbandmesstechnik:

  • Günstige, einfach zu bedienende Technik
  • Variabel einsetzbar
  • Möglichkeit der sofortigen Auswertung

Die Nachteile der Breitbandmesstechnik:

  • Die Ergebnis sind nur über den gemessenen Zeitpunkt durch Summenbildung aller im Messbereich auftretenden Signale aussagefähig
  • Es können keine Rückschlüsse zu bestimmten Sendern und deren Auslastung gezogen werden
  • Eine Richtungsortung ist nur für das jeweils stärkste Signal möglich
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Frequenzspezifische Messung mittels Spektrumanalysator

Eine andere Möglichkeit der Messung elektromagnetischer Wellen ist die frequenzspezifische Messung mithilfe eines Spektrumanalysators. Hierbei wird jeder vorhandene Sender gezielt einzeln erfasst und ausgewertet. Anschließend erfolgt eine Gesamtauswertung der gemessenen Daten. So lässt sich berechnen, wie hoch die Belastung bei gleichzeitiger Belegung aller Sendekanäle beziehungsweise die Grundlast ohne Datenverkehr ist. Dieses Vorgehen hat den entscheidenden Vorteil, dass wichtige Erkenntnisse über vorhandene Frequenzen sowie über die Volllast der entsprechenden Sender gesammelt werden können. Da – wie bereits erläutert – die Schirmdämpfung eines Baustoffs in unmittelbarer Beziehung zur einwirkenden Frequenz steht, es bei unterschiedlichen Frequenzen also zu höheren oder niedrigeren Dämpfungseigenschaften kommt, sind diese Information für die Erarbeitung von wirksamen Schirmdämpfungsmaßnahmen besonders wichtig.

Die Vorteile der Messung mit einem Spektrumanalysator:

  • Es können genaue Aussagen über einzelne Sender und deren Auslastung getroffen werden
  • Eine richtungsgenaue Ortung einzelner Signale ist möglich
  • Eine gezielte Erarbeitung von wirksamen Abschirmmaßnahmen wird erleichtert
  • Die sofortige Auswertung der Daten ist möglich

Der Nachteil der Messung mit einem Spektrumanalysator:

  • Die benötigte Messtechnik ist vergleichsweise teuer und bedarf aufwändiger Messaufbauten
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