Elektromagnetische Strahlung: Abschirmung und Grenzwerte

Gibt es einen wirksamen Schutz gegen künstliche elektromagnetische Strahlung? Existieren Materialien, die den allgegenwärtigen Einfluss von Elektromagnetismus reduzieren können?

Um das zu beantworten und zum besseren Verständnis zunächst eine kurze physikalische Erläuterung: Elektromagnetische Wellen stellen eine masselose Strahlung dar, die sich mit Lichtgeschwindigkeit drahtlos ausbreitet. Je höher die Strahlungsfrequenz, desto stärker ihre quasioptischen Eigenschaften. Das heißt: Elektromagnetische Wellen können an leitfähigen Oberflächen reflektiert und an Kanten gebeugt werden. Das ist auch der Grund dafür, dass elektromagnetische Strahlung zur Übertragung von Daten beziehungsweise Informationen genutzt werden.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Strahlenschutz.

Der Baustoff als Schutzschirm

Diese quasioptischen Eigenschaften machen es möglich, Funkstrahlung in ihrer Richtung durch Beugung und Reflexion zu beeinflussen. Das kann unter anderem durch die Auswahl bestimmter Baustoffe erfolgen. Denn jeder Baustoff hat, je nach Zusammensetzung (Porosität, Masse etc.) und seiner elektrischen Leitfähigkeit, einen mehr oder weniger starken Einfluss auf die Transmission elektromagnetischer Strahlung durch Absorption und Reflexion. Diese sogenannten schirmdämpfenden Eigenschaften eines Baustoffs sind darüber hinaus von seiner Schichtdicke sowie der Frequenz der eindringenden Strahlung abhängig.

Elektromagnetische Strahlung abschirmen

Diese Dämpfungseigenschaften also die Fähigkeit zur Abschirmung lassen sich im Labor ermitteln. Hierzu wird in der Regel das Bauteil mit hochfrequenter Energie oder mit einer bestimmten Leistungsflussdichte S1 oder mit einer bestimmten Leistung P1 bestrahlt. Hinter dem bestrahlten Schirmmaterial wird die durchdringende Leistungsflussdichte S2 beziehungsweise Leistung P2 gemessen. Der logarithmierte Quotient gemäß den folgenden Gleichungen ergibt den Schirmdämpfungswert in Dezibel (dB):

 a Schirm in dB = 10•log S2/S1 beziehungsweise 10•log P2/P1

Wichtig hierbei: Elektromagnetische Wellen können durch Ankopplung an leitfähige Baustoffe (leitfähige Koppelpfade) weitergeleitet werden­

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Elektromagnetische Abschirmung von Räumen mit Climafit

Einen solchen schirmdämpfenden Baustoff bietet Rigips mit seiner innovativen Climafit-Platte. Diese weltweit erste Gipsplatte mit graphitmodifiziertem Gipskern ist ein einzigartiger Baustoff, der sich optimal für den Einsatz in baubiologisch vorbildlich gestalteten Wohn- und Arbeitsräumen eignet. Das Geheimnis der Climafit-Platte verbirgt sich im Material, dem Gipskern. Er enthält hochwertiges ECOPHIT-Graphitgranulat. Das ist ein natürliches Mineral, das gesundheitlich unbedenklich, nicht brennbar, chemisch und thermisch sehr beständig und außerordentlich gut leitfähig ist.

Das Volumen des Naturgraphits wird bei der Herstellung bis zu 400-fach vergrößert beziehungsweise expandiert. Dadurch wächst die Graphitoberfläche, was zu einer deutlichen Gewichtsreduktion führt. Parallel behält der Graphit jedoch die ihm eigene, sehr gute elektrische wie thermische Leitfähigkeit. Sein Wärmeleitwert kann in etwa mit dem von Aluminium verglichen werden. Das so bearbeitete Graphitgranulat wird im weiteren Herstellungsprozess der Gipsmasse beigemengt und zu elektrisch leitfähigen Climafit-Gipsplatten verarbeitet.

 

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