Baulicher Brandschutz - Moderne Wandsysteme

Schacht-, Trenn- und Brandwände von Rigips haben sich seit Jahren als raumabschließende Bauteile im Bereich des baulichen Brandschutzes etabliert. Raumabschließende Bauteile verhindern über die Dauer ihrer Feuerwiderstands-dauer eine Ausbreitung von Feuer und Rauch und bewirken somit eine Begrenzung des Brandes auf den Brandentstehungsraum, einzelne Brand- oder Gebäudeabschnitt sowie auf andere Gebäude. Schacht- und Trennwände werden hierbei als nichttragende, leichte Trennwände raumhoch ausgeführt. Je nach Konstruktionsform erfolgt die Bekleidung einseitig bzw. zweiseitig auf einem Metallständerwerk.

Schutzziele und Wirtschaftlichkeit

Besonders wirtschaftlich und hochwertig lassen sich die geforderten Schutzziele mit Konstruktionen aus der Spezialbrandschutzplatte Glasroc F (Ridurit) vom Typ GM-FH2 als vliesarmierte Gipsplatte nach EN 15283-1 erfüllen. Durch das konstruktive Zusammenwirken der vliesarmierten Glasroc F (Ridurit), einer brandschutztechnisch geeigneten Dämmschicht sowie einer zugehörigen Unterkonstruktion entstehen Bauteile mit großer Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten und brandschutztechnische Anforderungen. In vielen Fällen kann durch die hohe Leistungsfähigkeit von Glasroc F (Ridurit) auf eine brandschutztechnisch notwendige Dämmschicht verzichtet werden. Für geschwungene Wandkonstruktion eignet sich die trocken biegsame Spezialplatte Glasroc F (Riflex), welche ebenfalls vliesarmiert ist und die Anforderungen der EN 15283-1 erfüllt.

Viele Prüfzeugnisse dokumentieren im Hinblick auf verschiedene Regelwerke, im Besonderen auf die DIN 4102, die einwandfreie Funktion der Rigips-Wandkonstruktionen. Die erforderlichen Nachweise an den Raumabschluss und das Isolationskriterium sind im Rahmen von Brandprüfungen an renommierten Materialprüfanstalten erbracht worden. Die zusätzlichen Nachweise für Brandwände, dass diese zum Beispiel nach Brandbeanspruchung von 90 Minuten unter definierter Stoßbeanspruchung noch tragfähig und raumabschließend sein müssen, wurden ebenfalls erbracht. Bei den verschiedenen Prüfungen von raumabschließenden Bauteilen wurde bereits eine Vielzahl von europäischen Vorgaben beachtet. Bei Planung und Ausführung von Rigips-Schacht-, Trenn- und Brandwänden sind die Vorgaben des entsprechenden Verwendbarkeitsnachweises zu erfüllen.

Wandhöhen

Die in den jeweiligen Brandschutz-Unterlagen von Rigips angegebenen Wandhöhen resultieren aus dem jeweilig benannten Verwendbarkeitsnachweis für den Brandschutz, sowie neuen allgemeinen Verwendbarkeitsnachweisen für die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit. Bei den Nachweisen der Standsicherheit wurde zusätzlich eine Ersatz-Flächenlast in Höhe von 0,285 kN/m2 berücksichtigt. Der jeweils kleinere Wert ist maßgebend und somit höhenbegrenzend. Sofern nichts anderes genannt ist, gelten die genannten Wandhöhen grundsätzlich für die Einbaubereiche 1 und 2. Weitere Angaben sind dem IGG Merkblatt 8 mit dem Titel „Wandhöhen leichter Trennwände“ zu entnehmen.

Die Vorteile der Rigips-Systeme auf einen Blick

• einfache Montage und kurze Bauzeiten

• feuchteunempfindliche Beplankung mit Glasroc F

• perfekte Oberfläche

• Sicherheit durch geprüfte Systeme

• Sichere Planung und Ausführung mit Detaillösungen

• Variable und schlanke Konstruktionen

• geringe Wandgewichte

Ertüchtigung von Einfachständerwänden und Schachtwänden

Vorrausetzungen

Die vorhandene zu ertüchtigende Montagewand muss an Bauteilen F 30 angeschlossen sein. Die Unterkonstruktion muss aus CW-Wandprofilen (Ständerabstand ≤ 625 mm) und UW-Anschlussprofilen ≥ 0,6 mm dick bestehen und die Anforderungen nach DIN 4103-1 sowie DIN 18183 erfüllen. Die erste Lage der vorhandenen Metall-Einfachständerwand muss mindestens mit Gipskartonbauplatten 12,5 mm gemäß DIN 18180 beplankt sein. In den Montagewänden können mindestens B2-klassifizierte Dämmstoffe, d ≥ 40 mm, eingebaut sein.

Allgemeine Hinweise

Die Befestigung der zusätzlichen Beplankungen (zur Ertüchtigung) erfolgt gemäß DIN 18182-2 z. B. mit Rigips Schnellbauschrauben TN immer in den CW-Ständern.

Die VARIO-Plattenfugen können auch ohne Bewehrungsstreifen mit VARIO Fugenspachtelverspachtelt werden. Grundsätzlich sind alle Beplankungslagen zu verspachteln.

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