Akustiklösungen im Wand- und Deckenbereich – Teil 8

26.03.2018

Lastenbefestigung an Decken ohne Lochung

An Rigips-Decken (ohne Brandschutz-Anforderungen) können Einbauteile wie Lampen etc. an beliebiger Stelle der Beplankung befestigt werden. Hierfür stehen je nach Bedarf verschiedene Hohlraumdübel für Deckenkonstruktionen zur Verfügung (Expandet-Dübel, Molly-Schraubanker, Kippdübel, Federklappdübel). Dabei ist zu beachten, dass die zulässige Belastung von 6 kg je Dübel nach DIN 18181 je Plattenfeld und Meter nicht überschritten wird. Schwere Gegenstände, die über die zulässige Belastung der Montagedecken hinausgehen, müssen direkt an der Rohdecke oder an einer Hilfskonstruktion angeschlossen werden, die eine Lasteinleitung in die Rohdecke sicherstellt.

Lastenbefestigung an Decken mit Lochung: Einbauten in Rigitone-Lochdecken

Für Einbauteile wie zum Beispiel Lampen oder Lüftungsauslässe mit Abmessungen, die größer als die lichten Profilabstände sind, müssen die Öffnungen in den Deckenflächen durch Auswechselungen der Unterkonstruktion ergänzt werden. Dies gilt generell auch für Einbauten ≥ 3 kg/m2. Die Lasten der Einbauteile sind durch mindestens zwei zusätzliche Rigips-Abhänger pro Auswechselung in die Rohdecke einzuleiten. Weiterhin richtet sich die Anzahl und Art der Rigips-Abhänger nach ihrer Lastklasse und der zusätzlich aufzunehmenden Belastung durch das Einbauteil. Schwere Lasten, die über die zusätzliche Belastung von Dübeln und Deckenkonstruktion hinausgehen, müssen direkt an der Rohdecke oder an einer Hilfskonstruktion angeschlossen werden, die eine Lasteneinleitung in die Rohdecke übernimmt.

Oberflächen: Endbeschichtung Rigitone-Platten

Eine geeignete Grundierung ist gemäß der Herstellervorgabe der Endbeschichtung aufzubringen. Der Farbauftrag sollte mit einer kurzhaarigen Lammfellrolle erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass sich die Lochungen nicht mit Farbe füllen. Die Farbe darf keinesfalls mit einem Spitzgerät aufgetragen werden. Für den Anstrich eignen sich alle handelsüblichen Farben wie zum Beispiel Leimfarbe, Dispersionsfarbe, Dispersionslacke, Ölfarbe, Alkydharzfarbe, Polymerisatharzfarbe, Polyuhrethanfarbe oder Epoxydharzfarbe. Silikonfarbe kann nur mit einem entsprechenden Voranstrich aufgetragen werden.

Nicht geeignet sind Anstriche auf Mineralbasis wie Kalk-, Wasserglas- und Silikatfarben (auch Reinsilikatfarbe genannt). Dispersionvergütete Silikatfarben (Organo-Silikatfarben, Dispersionssilikatfarben) dürfen nur dann verwendet werden, wenn der Hersteller die Eignung ausdrücklich zusichert und dazu genaue Verarbeitungshinweise gibt. Sofern bestimmte Gebrauchseigenschaften von diesen Farben erfüllt werden müssen (zum Beispiel) Waschbeständigkeit nach DIN EN ISO 11998), sollten diese ausdrücklich zugesichert sein.

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