Die modernen Akustiksysteme von Rigips bieten optimale Lösungen sowohl bei Akustikdecken als auch bei Akustikwänden und übernehmen zwei wesentliche Funktionen. Zum einen ermöglicht das vielfältige Akustikplatten­Sortiment eine nahezu grenzenlose Gestaltungsvielfalt, mit der das ästhetische Gesamtbild von Räumen und Gebäuden besonders ansprechend gestaltet werden kann. Zum anderen sind die akustischen Eigenschaften der Platten für die Planung und Gestaltung einer optimalen Raumakustik ideal.

Um die hohe Qualität des Rigips Deckenplatten-Programms auch bei der Verarbeitung zu erhalten, sind bestimmte Bedingungen maßgeblich. Im Folgenden werden diese vorgestellt.

Plattenlagerung

Die Platten müssen auf einer ebenen Unterlage (Palette) oder auf Kanthölzern im Abstand von maximal 350 mm horizontal gelagert werden. Bei der Plattenlagerung ist auf die Tragfähigkeit des Untergrundes zu achten. Zum Beispiel belasten 20 Rigitone Activ’Air 6/18 R die tragende Decke mit ca. 5,50 kN/m2 (550 kg/m2 bzw. 0,550 t inkl. Verpackung/m2). Nähere Informationen enthält das IGG-Merkblatt Nr. 1 „Baustellenbedingungen“.

Die Platten und das Zubehör sind vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen wie z. B. Sonnenbestrahlung zu schützen. Feucht gewordene Gipsplatten sind vor der Montage auf ebener Unterlage vollständig zu trocknen. Es empfiehlt sich, Gipsplatten und Fugenspachtel grundsätzlich innerhalb von Gebäuden trocken aufzubewahren.

Großformatige Platten

Beim Transport mit Gabelstaplern muss der Gabelabstand mindestens einen Meter betragen. Rigips-Platten werden hochkant getragen oder mit geeigneten Transportmitteln (Hub- bzw. Plattenwagen) befördert. Wichtig: Rigitone-Platten müssen vom Stapel angehoben werden, um eine Beschädigung des Akustikvlieses zu vermeiden.

Bei der Entnahme (Einzeltransport) und der Montage speziell von Gyptone Activ’Air-Kassetten/-Langfeldplatten sollten weiße, saubere Handschuhe getragen werden, um Verschmutzungen zu vermeiden.

Plattenbearbeitung und -zuschnitt

Rigips-Platten sind mit einem Gips oder Klingenmesser leicht zu schneiden. Die Platten sollten dabei auf einer ebenen Unterlage, auf dem Plattenstapel oder auf einem Zuschnitt-Tisch flach aufliegen. Zunächst wird der Sichtseitenkarton eingeschnitten, wozu eine Richtlatte verwendet werden sollte. Dann wird die Platte umgedreht, der Gipskern wird gebrochen und Rückseitenkarton und -vlies werden durchtrennt. Besonders exakte Zuschnitte sind übrigens mit einem feinzahnigen Fuchsschwanz oder einer Handkreissäge zu erreichen.

Die Kante des Sichtseitenkartons wird im Schnittbereich zum Beispiel mit Schleifpapier gebrochen oder angefast. Ausschnitte, zum Beispiel für Hohlwanddosen oder Rohrdurchführungen, werden eingemessen, angezeichnet und mit dem Hohlwanddosenfräser bzw. dem Stichling oder der Stichsäge ausgeschnitten.

Beispielhafte Montage einer abgehängten Rigitone-Lochdecke

Aufbau:

Unterkonstruktion

  • Grundprofile: RigiProfil MultiTec CD 60/27
  • Tragprofile: RigiProfil MultiTec CD 60/27
  • Abhänger: Nonius-Abhänger
  • Profilverbinder: Rigips Kreuzschnellverbinder

Beplankung

  • Rigitone Actv’Air 6/18 R, 8/18 R, 10/23 R, 12/25 R, 15/30 R,

          8-12/50 R, 12-20/66 R, 8-15-20 R, 8-15-20 super R, 12-20-35 R,

          8/18 Q, 12/25 Q

  • Rigitone Climafit* 8/18 R, 8-15-20 super R, 8/18 Q, 12/25 Q
  • Rigitone Clima Top Activ‘Air* 8/18 R, 12/25

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Mineralwolle-Auflage

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Plattenverlegung

Mit der Verlegung der ersten Platte sollte in der Raummitte begonnen werden. Die erste Platte wird an einem Schnurschlag oder besser einem unverrückbaren Anschlag ausgerichtet und verschraubt. Die nachfolgenden Platten werden sternförmig von der Raummitte ausgehend montiert. Dabei muss zudem auf eine einheitliche Verlegerichtung geachtet werden (siehe stirnseitige Markierung und seitliche Kantenbeschriftung).

Montage

Die Unterkonstruktion aus Grund- und Tragprofilen wird so ausgerichtet, dass die Rigitone-Platten in Querverlegung an den Tragprofilen verschraubt werden. An den Querstößen der Platten muss immer ein Tragprofil angeordnet sein. Die Rigitone-Platten werden mit Rigitone-Lochdeckenschrauben 3,5 x 30 mm im Abstand von 170 mm angebracht, dabei ist darauf zu achten, dass die Verschraubung der Rigitone-Platten zuerst stirnseitig und danach längsseitig an den Plattenstößen erfolgen soll.

Geringe konstruktionsbedingte Höhenversätze unter den Platten können durch ein leichtes Lösen der Schrauben ausgeglichen werden.

Verarbeitungshinweis

Für die Verarbeitung der Rigitone-Platten stehen drei Verarbeitungstechniken zur Verfügung:

  • Verspachteln von Rigitone-Lochplatten in Spachtelfugentechnik mit dem bewährten Rigitone Fix Spachtelfugen-Set und dem VARIO Fugenspachtel.
  • Verspachteln von Rigitone-Lochplatten in Spachtelfugentechnik mit dem neuen Rigips ReadyMix-Set und dem Rigitone Mix (Fertigspachtel).
  • Die Verarbeitung von Rigitone-Lochplatten in Klebefugentechnik mit dem neuen Rigips ReadyMix-Set mit dem Rigitone Fugenverbinder und dem Rigitone Feinspachtel in der bewährten Klebetechnik.

Wandanschlüsse

Um Bautoleranzen auszugleichen sollte umlaufend ein ungelochter Gipsplattenstreifen angeordnet werden. Rigitone-Platten können auf Anfrage auch mit ungelochtem Rand geliefert werden.

Verspachtelter Anschluss über RigiProfil MultiTec UD 28 mit Randfries

Beim Anschluss einer Rigitone-Lochplattendecke an eine zu verputzende Massivwand sollte vor dem Verspachteln der Rigips TrennFix eingelegt werden. Dies bewirkt eine saubere Trennung der unterschiedlichen Materialien.

Hinweis: Die Rigitone-Decke ist schwimmend herzustellen. Aus diesem Grund ist eine Verschraubung in das RigiProfil MultiTec UD 28 nicht zulässig.

Anschluss mit Schattenfuge

Bei berührungsfreien Decken-Wandanschlüssen darf der Abstand der Tragprofile zur Wand max. 150 mm betragen. An freien Plattenkanten kann zusätzlich ein Rigips AquaBead L -Trim oder Rigips Abschlussprofil 13/25-045 „Göppinger Profil“ flächeneben eingespachtelt werden.

Dehnungs- und Bewegungsfugen

Grundsätzlich sind die Bewegungsfugen des Rohbaus zu berücksichtigen und zu übernehmen. Darüber hinaus sollen Dehnungsfugen generell im Abstand von etwa 10 m sowohl in Längs- als auch in Querrichtung angeordnet werden. Eine Reduzierung der genannten Seitenlängen ist erforderlich, wenn eine freie Verformung der Deckenfläche behindert bzw. langgestreckte Decken mit relativ großen Einbauleuchten (z. B. Flurdecken) eingebaut werden.

Jetzt die Broschüre Verarbeitungsrichtlinien Raumakustik von Rigips downloaden.

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