Zukunftsweisender Kindertagesstättenbau

25.04.2014

Mit Rigips ökologisch gebaut und offen gestaltet

Düsseldorf / Dresden – In ganz Deutschland werden mehr oder weniger dringend neue Betreuungsplätze für Kleinkinder benötigt. In Dresden bereichert seit einiger Zeit die neu errichtete Kindertagesstätte „Grunaer Käfer“ das Betreuungsangebot in der sächsischen Landeshauptstadt. Unter der Trägerschaft der Thüringer Sozialakademie entstanden moderne Räume, die bis zu 140 Kindern ausreichend Platz zum Spielen, Lernen und Entspannen bieten. Das Architekturbüro STELLWERK setzte zudem auf ein weitreichend ökologisches Baukonzept, in dem Holz und Gips- bzw. Gipsfasersysteme die Hauptrollen spielen.

 In der Kindertagesstätte Grunaer Käfer in Dresden entstanden moderne Räume, die bis zu 140 Kindern ausreichend Platz zum Spielen, Lernen und Entspannen bieten. Holzkonstruktionen und Gips- bzw. Gipsfasersysteme von Rigips tragen dem ökologisch ausgerichteten Gesamtkonzept in besonderem Maße Rechnung.

Der Fahrstuhlschacht ist heute der einzige Ort im Grunaer Käfer, wo man auf eine Konstruktion aus Stahlbeton trifft. Ansonsten ist die komplette Kindertagesstätte in Holzbauweise errichtet: Das zweigeschossige Gebäude mit mehreren Zwischenebenen wurde als Holzrahmenbau auf einer Bodenplatte ausgeführt und umfasst eine Bruttogrundfläche von rund 1.200 m². Alle Räume des Kindergartens gruppieren sich um ein zentrales, von oben belichtetes Atrium. Im Erdgeschoss befinden sich der nach Süden orientierte Krippenbereich, im Norden die Funktionsbereiche wie Küche und Lagerflächen und nach Westen zum Garten hin die Aula und das Kinderrestaurant. Das Obergeschoss beherbergt die Kindergartenräume, die über einen großzügigen Spielflur an das Atrium angebunden sind.

Lärche außen, Rigips innen
Nach außen prägt vor allem unbehandeltes Lärchenholz als Fassadenverkleidung den modernen Bau. Innen herrschen hochwertige und auf die Art der Raumnutzung hin geplante und realisierte Gips- und Gipsfaserkonstruktionen vor. Für ihre Umsetzung war das Ausbauteam der Gebrüder Mielke Bau GmbH verantwortlich. „Der komplette Innenausbau erfolgte in Trockenbauweise nach streng ökologischen Gesichtspunkten. Neben den detaillierten Vorgaben des Architekten zur Gestaltung mussten auch zahlreiche Anforderungen in puncto Brandschutz und Unfallverhütung berücksichtigt werden“, erinnert sich Geschäftsführer Daniel Mielke.

So wurden unter anderem sämtliche Gebäudeaußenwände mit „Rigips Bauplatten RB 12,5 mm“ zweilagig direkt auf einer OSB-Unterkonstruktion beplankt. Dort, wo aus Schallschutzgründen eine schwingende Befestigung erforderlich war, wurden die Wände auf Federschienen-Unterkonstruktionen ausgebildet. „Die Holzwände wurden bereits in der Vorfertigung mit einer Dampfbremsebene ausgestattet. Entsprechend konnten wir benötigte Ausschnitte und Durchdringungen nicht einfach nach der Montage in die Gipsplatten einbringen. Wir hätten damit die Luftdichtebene der Gebäudehülle beschädigt. Also mussten wir alle Wandöffnungen vorab sehr genau einmessen und bereits vor der Beplankung in die Platten schneiden.“ Zwischen Erd- und Obergeschoss wurde anschließend eine abgehängte selbstständige Brandschutz-Unterdecke in F 30-A (gemäß Rigips-System 4.10.13) erstellt. Die Grund- und Tragprofile erhielten eine doppelte Beplankung aus „Rigips Feuerschutzplatten RF“ (2 x 12,5 mm).

Treppauf, treppab
Im lichtdurchfluteten Atrium errichtete das Team um Daniel Mielke geschossübergreifende, bis zu sechs Meter hohe Wände. Die Verbindung zwischen Erd- und Obergeschoss schafft ein Treppenaufgang, der ebenfalls komplett aus Holz und Gipsplatten konstruiert wurde. An einer vom Zimmerer errichteten Unterkonstruktion aus Konstruktionsvollholz und einer ersten Beplankung mit OSB-Platten errichteten die Trockenbauprofis an der den Treppen zugeneigten Seite zunächst eine weitere Holzunterkonstruktion zum Ausgleich der Maßtoleranzen. Auf der Außenseite wurde eine Unterkonstruktion aus „Rigips UA-Profilen“ erstellt. Anschließend wurden die Wände des Treppenlaufs auf beiden Seiten zweilagig mit „Rigips Die Dicke“ (2 x 25 mm) robust beplankt. „Hier ging es vor allem darum, eine möglichst widerstandsfähige Konstruktion zu errichten, die auch die Forderungen der Unfallkasse in Bezug auf die möglichen Anpralllasten zuverlässig erfüllt. Die den Treppenlauf begrenzende Wand erhielt zudem einen integrierten Handlauf. Auch hier spielte das Thema Unfallverhütung und insbesondere der Klemmschutz eine Rolle: Die Aussparungen haben wir ein ganzes Stück größer ausgeführt, als es für den Handlauf eigentlich notwendig gewesen wäre.“

 Die Verbindung zwischen Erd- und Obergeschoss schafft ein Treppenaufgang im Atrium, der komplett aus Holz und Gipsplatten konstruiert wurde. Die Wände des Treppenlaufs wurden auf beiden Seiten zweilagig mit „Rigips Die Dicke“ robust beplankt, um unter anderem die Forderungen der Unfallkasse in Bezug auf die möglichen Anpralllasten zu erfüllen.

Sport- und Bewegungsräume mit „Rigidur H“-Gipsfaserkonstruktion
Aber nicht nur Sicherheitsüberlegungen, sondern auch funktionale Gründe machten unterschiedliche Konstruktionen sinnvoll. So ist es im Konzept des Kita-Trägers explizit vorgesehen, dass alle Räume dem Spiel und Erlebnis dienen sollen. Bei schlechtem Wetter können dann auch schon mal Bobby-Car-Rennen in den Fluren oder den Gruppenräumen stattfinden – entsprechende „Rempeleien“ miteingeschlossen. „In Wandbereichen, die besonders harten Beanspruchungen ausgesetzt sind, haben wir eine zweilagige Beplankung aus besonders widerstandsfähigen Gipsfaserplatten gewählt. So erhielten zum Beispiel die Wände in den Sport- und Bewegungsräumen eine doppelte Beplankung aus 12,5 mm ,Rigidur H’-Platten. Sie bieten natürlich besten Anprallschutz und haben zusätzlich den Vorteil, dass sich auch schwere Sportgeräte und Gerüste sicher an ihnen befestigen lassen“, so Daniel Mielke.

„Rigiton“-Lochdecken verbessern die Akustik
Wo viel gespielt, geturnt und gelacht wird, muss natürlich auch etwas für die Raumakustik getan werden. „In nahezu alle Räume mit Ausnahme der Flure und Lagerräume haben wir ,Rigiton’-Akustikdecken eingebaut. Hierfür wurde zunächst die Unterkonstruktion aus einem CD-60/27-Kreuzraster bis zu 200 mm tief abgehängt, teilweise über Noniusabhänger, teilweise direkt an den Holzstapeldecken. Anschließend erfolgte die Montage der Akustikdecken mit Streulochung und die Erstellung umlaufender Friese sowie die Integration der Beleuchtung“, so Daniel Mielke. Für helle und freundliche Räume sorgen darüber hinaus auch die großzügigen Fensterflächen, Terrassentüren und Lichtkuppeln, die in unterschiedlichen Höhen und Ebenen vor allem im Bereich des Atriums errichtet wurden. „In einigen Räumen haben wir verglaste Gauben integriert, die den Blick auf die darunterliegenden Ebenen ermöglichen und für viel Licht in allen Winkeln des Gebäudes sorgen.“

Einzigartige Räume dank flexibler Trockenbausysteme
So robust die Wände und Decken konstruiert wurden, so viel Arbeit investierte das Ausbauteam auch in die Oberflächenqualität und die Langlebigkeit der erstellten Bauteile. So erhielten alle Gips- und Gipsfaserflächen eine Q 3-Oberflächen­behandlung. An sämtlichen Fugen, Anschlüssen, Ecken und Graten wurden darüber hinaus rissbewehrende Spachtelbinden eingelegt und eingespachtelt. „Die Baustoffe Holz und Gips ergänzen sich optimal. Lediglich das spätere Arbeiten des Holzes muss beim Bau berücksichtigt und durch entsprechende Maßnahmen ,aufgefangen’ werden. Die im Entwurf vorgesehen Rücksprünge in mehreren Ebenen, der Anschluss sämtlicher Fensterlaibungen mit Schattenfugen, angedeutete Blindfenster, die Integration der Verdunkelungsanlagen – all das konnten wir dank flexibler
Trockenbausysteme ohne jegliche Vorfertigung direkt vor Ort erstellen.“

Bautafel
Bauherr:
Thüringer Sozialakademie gGmbH, JenA
Architekt: STELLWERK architekten, Dresden
Trockenbau: Gebrüder Mielke Bau GmbH, Dresden
Fachberater Trockenbausysteme: Jens Förster, Saint-Gobain Rigips GmbH, Düsseldorf

Rigips – Der Ausbau-Profi
Der Ausbau-Profi Saint-Gobain Rigips GmbH bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. Unter der Marke Rigips werden in Deutschland neben Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und Dämm-Verbundplatten für die Anwendung in Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen entwickelt, produziert und vermarktet. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne und nachhaltige Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den bedeutendsten Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil der Saint-Gobain-Gruppe. Saint-Gobain, weltweit führender Anbieter auf den Märkten des Wohnens und Arbeitens, ist in 64 Ländern vertreten. Mehr als 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten in 2012 einen Umsatz von 43,2 Mrd. Euro.

Rigips – Das Original. Für Räume zum Leben.
Rigips, das Original, bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. Unter der Marke Rigips werden in Deutschland neben Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und Dämm-Verbundplatten für die Anwendung in Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen entwickelt, produziert und vermarktet. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne und nachhal­tige Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den be­deutendsten Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil der Saint-Gobain-Gruppe.

Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen, die einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft leisten. Diese Werkstoffe umgeben uns täglich in unseren Lebensräumen und im Alltag: In Gebäuden, Transportmitteln und Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Unsere Systemlösungen sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und berücksichtigen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels.
Saint-Gobain ist führend in der Gestaltung von Lebensräumen und macht mit seinen Produkten und Systemlösungen Komfort erlebbar. Rund 170.000 Mitarbeiter in 67 Ländern erwirtschafteten 2016 einen Umsatz von 39,1 Mrd. Euro. Auf der Website www.saint-gobain.de und über den Twitter Account @SaintGobainME erhalten Sie weitere Informationen zu Saint-Gobain.

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