Überzeugende Ökobilanz

17.01.2011

Vergleichende Studie bestätigt Stärken des Trockenbaus

Düsseldorf / München – Führten traditionell vor allem das hohe Maß an Flexibilität in der Raumnutzung, der schnelle Baufortschritt oder das Thema Wohnkomfort zu einer Entscheidung für Trockenbaukonstruktionen, lässt sich die Liste der Argumente für diese Bauweise jetzt noch erweitern. Denn auch in Bezug auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit hat der Trockenbau Vorteile gegenüber dem Massivbau. Das belegt eine aktuelle Studie der Technischen Universität Darmstadt: Eine vergleichende Ökobilanzbetrachtung zeigt deutlich die Stärken von Trockenbausystemen gegenüber der Massivbauweise.

Die im Auftrag der beiden Saint-Gobain-Unternehmen Rigips und Isover erstellte gutachterliche Studie bewertet und vergleicht sowohl nichttragende Innenwände als auch tragende Außenwände in Trocken- bzw. Leichtbauweise mit Konstruktionen in massiver Bauweise. Zur Bewertung der ökologischen Belastungen, die durch den Verbrauch natürlicher Ressourcen und die Abgabe von Emissionen im gesamten Produktlebenszyklus eines Baustoffes oder -systems entstehen, setzt die Studie auf die Methode der Ökobilanzierung.

Bewertung von Innen- und Außenwänden
Als exemplarische Konstruktionen für eine nichttragende Innenwand wurden eine Metallständerwand (System 3.45.05 von Rigips) mit einer Wanddicke von 125 mm und eine massive Kalksandsteinwand mit einer Dicke von 135 mm vergleichend bewertet. Darüber hinaus wurden als tragende Außenwände verschiedene Systeme mit außen liegendem Wärmedämmverbundsystem betrachtet: So wurde eine Holzständerwand mit einer Dicke von 165 mm und einer Beplankung aus „Rigidur H“-Gipsfaserplatten mit Außenwandaufbauten aus Kalksandstein sowie Porenbeton in Dicken von jeweils 250 mm verglichen. Zusätzlich wurde jede Außenwand mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) versehen, das bezüglich seiner Dicke und der wärmedämmenden Eigenschaften den Anforderungen des Passivhausstandards genügte.

Für die Untersuchung wählte die TU Darmstadt in Kooperation mit der VHT Darmstadt einen umfassenden Ansatz, der die Herstellung inklusive sämtlicher Vorketten (Energiegewinnung, Rohstofftransporte, Herstellung) sowie den Transport vom Werk zur Baustelle erfasst. Darüber hinaus wurde – sofern als Folge einer kürzeren Lebensdauer im Vergleich zur Nutzungsdauer erforderlich – auch die Erneuerung sowie die Entsorgung eines Systems am Ende des Lebenszyklus berücksichtigt.

Ökobilanzierung spricht für Trockenbauwände
Deutlich sind die Unterschiede zwischen Trockenbau und Massivbauweise bei den nichttragenden Innenwänden. Hier kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass für die Produktion der notwendigen Baustoffe und die Errichtung der Innenwand in Trockenbauweise im Vergleich zur massiven Innenwand über den gesamten Nutzungszeitraum circa 30 Prozent weniger Primärenergie aufzuwenden ist. Selbst ohne die Berücksichtigung der Umweltwirkungen infolge des Transports ergibt sich für die Herstellung der Trockenbauwand ein um rund 15 Prozent geringerer Primärenergiebedarf als für die massive Konstruktionsvariante.

Auch im Vergleich tragender Außenwände zeigt die Studie eindeutige Vorteile auf Seiten der Leichtbaukonstruktion. Circa 20 Prozent weniger Primärenergie muss für die Erstellung einer Trockenbauwand im Vergleich zu einer massiven Außenwand aus Kalksandstein oder Porenbeton aufgewendet werden.

Drastisch fällt auch der Vergleich bei einer isolierten Betrachtung der Treibhausgasemissionen aus. Von diesen werden im Lebenszyklus der Leichtbauwand circa 50 Prozent weniger in die Umwelt abgegeben als bei der Kalksandstein- bzw. Porenbetonwand. Demnach leisten Trockenbaukonstruktionen einen deutlichen Beitrag zur Entlastung der Umwelt und zur Reduktion des Treibhauseffekts.

Weitere Potenziale
Neben ausführlichen Vergleichsrechnungen enthält die Studie auch Hinweise dazu, welche weiteren ökologischen Potenziale die Anwender der Trockenbauweise häufig unbewusst ausschöpfen. So ergeben sich beispielsweise aufgrund des geringen Eigengewichts der Konstruktionen sowie der höheren Flächennutzungseffizienz weitere positive Effekte.

Moderne Trockenbausysteme empfehlen sich damit nachweislich im „Dreiklang“ der Nachhaltigkeit: Sie bieten in bewährter Weise ein Optimum an Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz, erzielen Komfort- und Leistungswerte, etwa im Brand- und Schallschutz, die nicht selten über denen vergleichbarer Massivbaukonstruktionen liegen, und schonen gleichzeitig – wie es die Ökobilanzbewertungen zeigen – die natürlichen Ressourcen.

Studie TU Darmstadt

Eine aktuelle Studie der Technischen Universität Darmstadt belegt in einer vergleichenden Ökobilanzbetrachtung die Stärken von Trocken- und Leichtbaukonstruktionen für das nachhaltige Bauen.

Rigips – Der Ausbau-Profi
Der Ausbau-Profi Saint-Gobain Rigips GmbH bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. An insgesamt 11 Standorten in Deutschland entwickeln, produzieren und vermarkten rund 800 Mitarbeiter neben Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und EPS-Dämmstoffe für die Anwendung in und an Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den führenden Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil des Saint-Gobain-Konzerns. Saint-Gobain ist eines der 50 größten Industrieunternehmen weltweit. Mehr als 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 64 Ländern erwirtschafteten in 2009 einen Umsatz von 37,8 Mrd. Euro.

Rigips – Das Original. Für Räume zum Leben.
Rigips, das Original, bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. Unter der Marke Rigips werden in Deutschland neben Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und Dämm-Verbundplatten für die Anwendung in Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen entwickelt, produziert und vermarktet. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne und nachhal­tige Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den be­deutendsten Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil der Saint-Gobain-Gruppe.

Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen, die einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft leisten. Diese Werkstoffe umgeben uns täglich in unseren Lebensräumen und im Alltag: In Gebäuden, Transportmitteln und Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Unsere Systemlösungen sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und berücksichtigen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels.
Saint-Gobain ist führend in der Gestaltung von Lebensräumen und macht mit seinen Produkten und Systemlösungen Komfort erlebbar. Rund 170.000 Mitarbeiter in 67 Ländern erwirtschafteten 2016 einen Umsatz von 39,1 Mrd. Euro. Auf der Website www.saint-gobain.de und über den Twitter Account @SaintGobainME erhalten Sie weitere Informationen zu Saint-Gobain.

RigipsR ist ein eingetragenes Warenzeichen der Saint-Gobain Rigips GmbH.

X