BMW Museum

10.02.2012

Automobilgeschichte erleben in perfekt klimatisierten Räumen

Düsseldorf / München – Über 90 Jahre Firmenhistorie und einen Ausblick auf die nahe und ferne automobile Zukunft präsentiert das modernisierte und umgebaute BMW Museum in München. Nicht zuletzt aufgrund der stetig wachsenden Produktpalette des Konzerns sah die durch den Generalplaner ATELIER BRÜCKNER erstellte Neukonzeption des Museums eine deutliche Vergrößerung der Ausstellungsflächen vor. Für die Realisierung einer Heiz-/Kühldecke, die die unterschiedlich genutzten Räume in optimaler Weise klimatisiert, vertraute der Bauherr auf Profis aus der Nachbarschaft – die R&M Ausbau München GmbH und die Klimadeckenexperten von Incotec aus Altdorf.

Zunächst wurde die so genannte „Museumsschüssel“ – ein prägnanter Rundbau, der 1973 nach Plänen des Architekten Karl Schwanzer eröffnet wurde – mit einem benachbarten Flachbau verbunden, um die Ausstellungsflächen von 1.000 auf 5.000 m² zu erweitern. Analog zur inneren Struktur im Rundbau, wo Ausstellungsplattformen wie Plätze entlang einer Straße liegen, hat ATELIER BRÜCKNER die Präsentationsflächen im angrenzenden Flachbau entlang einer Rampe als dem zentralen Besucherweg angeordnet.

Während die Außenfassaden des rechteckigen Gebäudes, das ebenso wie die „Museumsschüssel“ als Stahlbetonkonstruktion errichtet wurde, erhalten blieben, wurde dessen Inneres komplett entkernt und die Geschossecken entfernt. In den so geschaffenen großen Gesamtraum wurden zwei- bis dreigeschossige Ausstellungskörper aus Stahl integriert, die heute als Themenausstellungsräume dienen.

„Die geplanten Klimadeckenkonstruktionen in den Museumsräumen sollten vor allem zwei Anforderungen genügen“, erinnert sich Thomas Hobelsberger, verantwortlicher Projektleiter bei der R&M Ausbau München GmbH. „Neben der optimalen Temperaturverteilung und -weiterleitung sollten die abgehängten Decken auch die Raumakustik positiv beeinflussen. Je nach Präsentationsart in den verschiedenen Räumen haben wir die gewünschten Nachhallzeiten gemäß eines baustellenbezogenen Gutachtens schließlich über verschiedene Deckenbekleidungen reguliert.“ Eine immens hohe Installationsdichte und die Berücksichtigung modernster Medientechnik sorgten für weitere Herausforderungen für das R&M-Team. Weitspannträger und teilweise zusätzlich eingezogene Stahlkonstruktionen bildeten die Basis für die Unterdecken.

Höchst effizient – von der Planung bis zum Ergebnis
„Die Heiz-/Kühldecke sollte als geschlossene Klimastrahlendecke in unterschiedlichen geometrischen Formen ausgebildet werden. Zunächst haben wir hierzu eine Unterkonstruktion aus doppelten CD-Schienenrosten drucksteif über Noniusabhänger circa 400 bis 1.500 mm abgehangen. Gemeinsam mit unseren Partnern von Incotec haben wir dann die vorgefertigten Klimaregistereinheiten montiert. Sie bestehen aus mäanderförmig angeordneten, aus einem Stück ohne Lötverbindungen gebogenen Kupferrohren (12 x 0,6 mm) und einem großflächigen Aluminiumwärmeleitprofil mit Anschlüssen für den Klimawasserein- und -austritt. Sie wurden mit einer Spezial-Distanzmontagehilfe so eingehängt, dass ein bestmöglicher Wärmeübergang zwischen Klimaregistern und der Beplankung gewährleistet ist. Die Unterkonstruktion der Beplankung und die Klimaregister wurden dabei nicht kraftschlüssig miteinander verbunden.“

Bedingt durch die unterschiedlichsten geometrischen Ausbildungen der Klimadecken war zur Erstellung der Werk- und Montagepläne sowie für die Arbeitsvorbereitung für die Klimaregistermontage, die Trockenbauunterkonstruktion und die relevanten Einbauten eine aufwändige, präzise CAD-gestützte Planung notwendig. Umfassende Abstimmungsgespräche bereits im Vorfeld der Arbeiten ermöglichten einen effizienten Montageablauf.

Um die optimale Temperaturweiterleitung sicherzustellen, setzte das 15-köpfige Verarbeiterteam um Thomas Hobelsberger auf die graphitmodifizierte Deckenplatte „Climafit“ von Rigips in einer Stärke von 10 mm. Dank ihrer speziellen Rezeptur steigert sie die Effizienz von Klimadeckensystemen verglichen mit einer Beplankung aus herkömmlichen Gipskartonplatten um bis zu 30 Prozent. Die verbesserte Wärmeleitfähigkeit und Wärmeabgabe an die Raumluft durch die Beplankung mit „Climafit“ ermöglicht es, die Wasserdurchlauftemperatur dauerhaft abzusenken und Energiekosten einzusparen.

„Die im BMW Museum realisierte Heiz-/Kühldecke führt sensible Kühl- und Wärmelasten zu circa 60 Prozent über Strahlung und zu 40 Prozent über Konvektion ab“, erläutert Serkan Colak, Projektleiter bei der Incotec GmbH & Co. KG, die technischen Daten des Systems. „Es wird eine Kühlleistung nach DIN EN 14240 von 82 W/m² (T10K) mit einem Kühlwasservorlauf von 15º C und einem Rücklauf von 17º C erreicht. Die Raumlufttemperatur wird damit auf konstant 26º C gehalten. Die Aktivierungsfläche der Decke liegt bei sehr guten 75 Prozent.“

Perfektion in Klang, Optik und Funktion
Ein weiteres Augenmerk legte Thomas Hobelsberger auf die akustischen Anforderungen an das neue Deckensystem: „Da das raumakustische Konzept Deckenflächen mit sowohl Schall absorbierenden als auch reflektierenden Eigenschaften vorsah, haben wir im BMW Museum mit unterschiedlichen ,Climafit’-Beplankungen gearbeitet. Dort, wo längere Nachhallzeiten, also eine entsprechende Reflektion der Schallwellen, notwendig waren, haben wir die Platte in ungelochter Form montiert und anschließend in Q 3 gespachtelt. Für die Schallabsorption sorgen gelochte ,Rigiton Climafit’-Platten mit einer rückseitig aufkaschierten Folie. Diese haben wir zusätzlich mit einem Akustikvlies bauseitig beklebt und abschließend mit einem Akustikputz äußerst fein beschichtet. Durch die Anordnung dieser zwei Beplankungsarten in Deckenfeldern unterschiedlicher Größe und Formen wurden so nicht nur eine optimale Raumakustik sowie perfekt zu klimatisierende Ausstellungsflächen geschaffen, sondern auch gestalterische Akzente gesetzt.“

Gestalterische Akzente, die auch mit den schräg verlaufenden, teilweise versetzt angeordneten Technikvouten und mit durch GK-Formteile verkleideten Stahlträgern gesetzt wurden. „Zur Ausbildung der Technikvouten haben wir vor allem exakt ausgemessene GK-Formteile verwendet. Die integrierten, vertikal angebrachten Revisionsklappen haben wir – oben offen – nur dreiseitig befestigt. Sie können also nach unten aufgeklappt und bei Bedarf ausgehangen werden. Als Sichtschutz dienen aushängbare Lamellen aus Aluminium, die auf der Oberkante der Formteile mittels eines geschlitzten Sonderprofils eingehängt sind.“

Bautafel
Bauherr: BMW AG, München
Generalplanung/Architektur und Ausstellungsgestaltung: ATELIER BRÜCKNER GmbH, Stuttgart
Klimatechnik: Incotec GmbH & Co. KG, Altdorf
Deckensysteme/Trockenbau: R&M Ausbau München GmbH, München
Fachberater Trockenbausysteme: Markus Meindl, Saint-Gobain Rigips GmbH

BMW Museum
Einzelne Technikvouten in verschiedenen Längen als versetzte Elemente in den Decken dienen als zusätzliche gestalterische Elemente.

 

BMW Museum
Der Medientisch im BMW Museum informiert interaktiv über die mehr als 90-jährige Unternehmensgeschichte.

 

BMW Museum
Durch den Einsatz der graphitmodifizierten „Climafit“-Platte in gelochter und glatter Ausführung entstanden nicht nur perfekt klimatisierte Ausstellungsräume mit optimaler Raumakustik, sondern auch viele gestalterische Höhepunkte.

 

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