9. Rigips Trophy: Preisträger „Innovation“ überzeugt durch optimale Raumakustik

05.03.2015

Robustes Material, filigrane Wirkung: Konzertsaal mit „Rigidur H“-Gipsfaserdecke

Düsseldorf / Augsburg – Hier wird geprobt, musiziert und gelauscht: Der neu errichtete Konzertsaal im Institutsgebäude für Kunst und Musik der Universität Augsburg ist für Musiker wie Publikum ein raumakustisches Meisterstück. Eine ausgefeilte Planung und die perfekte Umsetzung raumakustisch wirksamer Maßnahmen ermöglichen heute unterschiedliche Nutzungen des Saals bei stets überzeugendem Hörgenuss. Besonders auffällig und für die gute Akustik entscheidend ist die Gestaltung der Auditoriumsdecke aus „Rigidur“-Gipsfaserkonstruktionen – ein Projekt, für das die verantwortliche TM Ausbau GmbH mit dem Innovationspreis der 9. Rigips Trophy 2013 I 2014 ausgezeichnet wurde.

Das neu errichtete Auditorium der Universität Augsburg verfügt in seiner größten Saalkonfiguration über ein Volumen von rund 4.300 m³ und bietet etwa 400 Zuschauern bzw. Zuhörern Platz. Genutzt wird der Saal überwiegend für Proben und Konzerte des Hochschulorchesters sowie weiterer öffentlicher Konzertveranstaltungen. Die für die raumakustischen Berechnungen verantwortlichen Planer ermittelten anzustrebende Nachhallzeiten sowohl für klassische Konzerte als auch für elektroakustisch verstärkte Vorträge sowie für Veranstaltungen in einem kleineren, durch eine Trennwand abzutrennenden Saalbereich. Das neu errichtete Auditorium der Universität Augsburg verfügt in seiner größten Saalkonfiguration über ein Volumen von rund 4.300 m³ und bietet etwa 400 Zuschauern bzw. Zuhörern Platz. Genutzt wird der Saal überwiegend für Proben und Konzerte des Hochschulorchesters sowie weiterer öffentlicher Konzertveranstaltungen. Die für die raumakustischen Berechnungen verantwortlichen Planer ermittelten anzustrebende Nachhallzeiten sowohl für klassische Konzerte als auch für elektroakustisch verstärkte Vorträge sowie für Veranstaltungen in einem kleineren, durch eine Trennwand abzutrennenden Saalbereich.

Vergleichsweise schwere und robuste Gipsfaserplatten als elementarer Bestandteil einer Akustikdeckenlösung? Nicht unbedingt ein naheliegender Gedanke. Aus Sicht der Expertenjury der Rigips Trophy jedoch gerade deshalb in der Kategorie „Innovation“ prämierungswürdig, denn dieser in puncto Planung und Ausführung außergewöhnliche Ansatz überzeugt auch in der Praxis.

Unterschiedlichste raumakustische Anforderungen
Das neu errichtete Auditorium der Universität Augsburg verfügt in seiner größten Saalkonfiguration über ein Raumvolumen von rund 4.300 m³ und bietet bis zu 400 Zuschauern bzw. Zuhörern Platz. Der Saal weist eine maximale Höhe von neun Metern und einen rechteckigen Grundriss auf. Der Zuschauerbereich gliedert sich in eine leicht ansteigende Parkettzone mit zwölf Sitzreihen und einen an der hinteren Rückwand liegenden Balkon mit zwei Zuschauerreihen. Genutzt wird der Saal überwiegend für Proben und Konzerte des Hochschulorchesters sowie weitere öffentlicher Konzertveranstaltungen. Die für die raumakustischen Berechnungen verantwortliche Müller-BBM GmbH ermittelte anzustrebende Nachhallzeiten sowohl für klassische Konzerte als auch für elektroakustisch verstärkte Vorträge sowie für Veranstaltungen in einem kleineren, durch eine Trennwand abzutrennenden Saalbereich.

Individuelle Lösung
Bei der akustischen Gestaltung eines Konzertsaals spielt die Konstruktion der Saaldecke eine entscheidende Rolle, denn hier werden die für den Zuhörer klanglich wichtigen Schallreflexionen erzeugt. Die Auswahl und Montage der verwendeten Materialien sowie die Ausrichtung der einzelnen Deckenflächen müssen daher sorgfältig geplant und perfekt umgesetzt werden. „Eine der planerischen Hauptforderungen war ,Masse’. Die für die Decke verwendeten Materialien sollten in der Gesamtkonstruktion ein Flächengewicht von mindestens 30 kg/m² ergeben, um eine zu starke Absorption bei tiefen Frequenzen zu vermeiden“, erläutert Thomas Bischoff, verantwortlicher Geschäftsbereichsleiter bei der TM Ausbau GmbH. „Ursprünglich sah die Planung eine Sonderdeckenkonstruktion aus senkrechten, innen mit einer Hohlraumdämmung versehenen Gipsfaserbaffeln vor. Eine nochmalige Präzisierung der akustischen Bemessung zeigte jedoch ungünstige Wirkungen selbst kleinster Hohlräume in den Baffeln auf. Auch kleine Spalten von weniger als 1 mm hätten zu Plattenschwingungen führen können, die das Absorptionsvermögen der Decke ungewollt erhöht hätten. Um dies zu vermeiden wurden die Baffeln komplett aus mehreren Lagen ,Rigidur H’-Gipsfaserplatten und ,Rigips Bauplatten RB’ in unterschiedlichen Stärken ohne Zwischenräume hergestellt.“

Schallreflektierende Baffeln wurden aus mehreren Lagen „Rigidur H“-Gipsfaserplatten und „Rigips Bauplatten RB“ vorgefertigt und montiert. Für die Lastabtragung des hohen Flächengewichts sorgt eine eigens entwickelte und statisch nachgewiesene Unterkonstruktion. 

Diese Konstruktionslösung führte zu einem höheren Quadratmetergewicht der Baffeln. Was auf der einen Seite die raumakustische Wirksamkeit verbessert, verlangte auf der anderen Seite nach einer belastbareren Unterkonstruktion. „Die ursprünglich ausgeschriebene Tragkonstruktion aus einem modifizierten CD-Doppelrost hätte das Gewicht der Baffeln nicht sicher getragen. Daher haben wir gemeinsam mit einem Statiker und der Firma Hilti eine Unterkonstruktion aus MQ-Schienen entwickelt und statisch nachgewiesen. Diese Konstruktion erlaubte es darüber hinaus, die Vorgaben der geringen Deckenhohlräume unter den bauseitig ausbetonierten Stahlträgern umzusetzen“, so Thomas Bischoff.

Schnelle Montage der Baffelsegmente
Die Baffeln wurden – gemäß den Vorgaben der akustischen Bemessung – in verschiedenen Höhen gefertigt. Eine weitere Besonderheit war die Überhöhung der unteren Kante jedes Schotts im Scheitelpunkt der Decke um circa 50 mm. Dies sollte die optische Wahrnehmung einer exakt waagerechten Untersicht aus dem Zuschauerraum gewährleisten. Die inneren Vollelemente der Baffeln aus einer 15 mm und einer 12,5 mm starken „Rigidur H“-Gipsfaserplatte ließ das Team der TM Ausbau GmbH vorfertigen und komplettierte diese dann vor Ort gemäß Verlegeplan. „In diese Planung wurde ebenfalls die Teilung der Schotte jeweils nach einem Drittel der Deckenbreite integriert, um die gleichmäßige Aufnahme der angegebenen Trägerdurchbiegungen sicherzustellen. Zur Befestigung der senkrechten Baffeln am Schienenrost wurde an den oberen Kanten der Baffeln eine Hilti-MQ-Schiene eingearbeitet und mit den Baffelkörpern verbunden. Diese Verbindung – ebenfalls statisch bemessen und nachgewiesen – sowie die Befestigungsführung ermöglichte uns die schnelle Montage der bereits relativ schweren Baffelsegmente in die zuvor exakt ausgerichtete Tragkonstruktion.“

Rigips-Schalung ermöglicht exakte Ausrichtung
Um die exakt lineare Ausrichtung der Fluchten nach erfolgter Einzelsegment-Montage zu gewährleisten, wurde die äußere Lage der Baffeln als Formteilschale aus „Rigips Bauplatten RB“ (12,5 mm) vorgefertigt und mit Stoßversatz über die Segmente geführt. Um eine Verwindung auszuschließen, verleimten die Trockenbauexperten eine Sonder-U-Profil-Konstruktion in die Schalen, sodass ein Verziehen der Segmente zuverlässig unterbunden wurde. Die Segmentverbindungen erfolgten mittels Nut- und Federkonstruktion. Eine zusätzliche Herausforderung bestand in der exakten Integration der, die Schotte durchdringenden, Lüftungsauslässe. Die Aussparungen dafür wurden vor Ort hergestellt.

An den beiden seitlichen Anschlusspunkten der waagerechten Gipsfaserschalen erfolgte zur Schallentkoppelung eine Trennung zu den senkrechten Baffeln mittels geschlossenzelligem Dichtband. Danach wurden in den waagerechten Deckenbereichen sämtliche Ausschnitte für Leuchten und Revisionsklappen hergestellt, bevor sowohl Baffeln als auch „Rigidur H“-Zwischenräume eine Endspachtelung in Q 4 und eine dauerelastische Verfugung erhielten. Der aufgetragene helle Anstrich der Baffeln und das gewählte Schwarz für die Zwischenräume akzentuieren die außergewöhnliche Deckengestaltung.

„Rigidur H“-Gipsfaser auch zwischen den Baffelreihen
Zwischen den Baffelreihen wurde jeweils ein abgetreppter, geschlossener Deckenstreifen aus zweilagig beplankten „Rigidur H“-Gipsfaserformteilen ausgebildet. „Die circa 4 Grad geneigte Deckenunterkonstruktion wurde seitlich an den senkrechten Schotten befestigt. Um auch hier die Montage- und Einmessarbeiten zu vereinfachen, haben wir die Schotte im Vorfeld im oberen Bereich bereits werkseitig mit einer Plattenlage versehen, in die die exakte Neigung für die Abstufung des Mittelstreifens eingefräst wurde. Dadurch mussten wir die seitlichen U-Anschlussprofile nur noch oben mit einer Schallentkoppelung versehen, bevor sie ohne weiteres Einmessen montiert werden konnten“, so Thomas Bischoff.

Nach Fertigstellung des Deckenrostes erfolgten der Einbau der Leuchtenbefestigungen sowie der Hohlraumdämmung aus 50 mm dicken, mit schwarzem Vlies kaschierten Mineralwolleplatten. Nach Freigabe durch die Installationsgewerke beplankte das Ausbauteam aus Hofheim die Unterkonstruktion mit den vorgefertigten und gemäß Verlegeplan nummerierten Gipsfaserschalen. An den beiden seitlichen Anschlusspunkten zwischen den waagerechten Gipsfaserschalen und den senkrechten Baffeln erfolgte ebenfalls zur Schallentkoppelung eine Trennung mittels geschlossenzelligem Dichtband. Danach wurden in den waagerechten Deckenbereichen sämtliche Ausschnitte für Leuchten und Revisionsklappen hergestellt, bevor sowohl Baffeln als auch „Rigidur H“-Zwischenräume eine Endspachtelung in Q 4 und eine dauerelastische Verfugung erhielten. Der nachfolgend aufgetragene helle Anstrich der Baffeln und das gewählte Schwarz für die Zwischenräume akzentuiert die außergewöhnliche Deckengestaltung zusätzlich. Den äußeren Abschluss des gesamten Deckenfeldes bildet ein waagerecht ausgeführter Randfries.

Anspruchsvolles Projekt innovativ gelöst
„In einigen Bereichen mussten in das Deckensystem zusätzlich Oberlichter, Seilabhänger für Gitterrostträger sowie eine spezielle Laufschiene für eine Leinwand integriert werden. Hierfür erfolgte jeweils eine separate, statische Berechnung der Auswechslungskonstruktion, welche dann vor Ort umgesetzt wurde. Alles in allem also ein Projekt mit vielen Herausforderungen, die wir insbesondere durch die enge und gute Zusammenarbeit mit dem Architekten, den Akustikerplanern und Statikern erfolgreich meistern konnten“, resümiert Thomas Bischoff. Eine Meinung, der sich die Jury der 9. Rigips Trophy 2013 I 2014 uneingeschränkt anschloss. Mit der Auszeichnung der TM Ausbau GmbH als Preisträger Innovation würdigt sie zweierlei: Den innovativen Einsatz von „Rigidur H“-Gipsfaser in einem ungewöhnlichen Bereich unter Nutzung der eigentlichen Stärken des Materials sowie die vorbildliche Abstimmung zwischen Planern und Fachunternehmen, die zu einer optimalen raumakustischen Lösung führte.  

Bautafel
Bauherr:
Universität Augsburg vertreten durch Staatliches Bauamt Augsburg
Architekt: KNOCHE ARCHITEKTEN BDA, Leipzig
Planung Akustik: Müller-BBM GmbH, Planegg/München
Ausbaubetrieb: TM Ausbau GmbH, Hofheim
Vorfertigung Formteile: Voringer GmbH, Töging
Techniker Trockenbausysteme: Martin Fischer, Saint-Gobain Rigips GmbH

Rigips – Der Ausbau-Profi
Der Ausbau-Profi Saint-Gobain Rigips GmbH bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. Unter der Marke Rigips werden in Deutschland neben Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und Dämm-Verbundplatten für die Anwendung in Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen entwickelt, produziert und vermarktet. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne und nachhal­tige Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den be­deutendsten Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil der Saint-Gobain-Gruppe.
2015 feiert Saint‐Gobain sein 350‐jähriges Bestehen, 350 Gründe, Vertrauen in die Zukunft zu haben. Mit seiner Erfahrung und Innovationsfähigkeit entwickelt, produziert und vertreibt Saint‐Gobain innovative Baustoffe sowie Hochleistungsmaterialien. Das in der Gestaltung von Lebensräumen weltweit führende Unternehmen bietet nachhaltige Lö­sungen für die Herausforderungen Wachstum, Energiesparen und Umweltschutz. Die Saint‐Gobain‐Gruppe erzielte 2013 einen Umsatz von 42 Milliarden Euro, sie ist in 64 Ländern vertreten und beschäftigt rund 190.000 Mitarbeiter.
Die internationale Unternehmensgruppe ist in allen ihren Aktivitäten weltweit führend. Dabei zählen so renommierte Marken wie Sekurit, Isover, Rigips und Raab Karcher zum Portfolio. Die Region Mitteleuropa erwirtschaftete 2013 einen Umsatz von 6 Milliarden Euro mit 21.000 Mitarbeitern in fünf Ländern. Auf der Website www.saint‐gobain.de und dem Twitter Account @saintgobainme erhalten Sie weitere Informationen zu Saint-Gobain in Deutschland.

Rigips – Das Original. Für Räume zum Leben.
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Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen, die einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft leisten. Diese Werkstoffe umgeben uns täglich in unseren Lebensräumen und im Alltag: In Gebäuden, Transportmitteln und Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Unsere Systemlösungen sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und berücksichtigen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels.
Saint-Gobain ist führend in der Gestaltung von Lebensräumen und macht mit seinen Produkten und Systemlösungen Komfort erlebbar. Rund 170.000 Mitarbeiter in 67 Ländern erwirtschafteten 2016 einen Umsatz von 39,1 Mrd. Euro. Auf der Website www.saint-gobain.de und über den Twitter Account @SaintGobainME erhalten Sie weitere Informationen zu Saint-Gobain.

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