Institutsgebäude für Kunst und Musik, Augsburg

Ausführung: TM Ausbau GmbH, Puchheim
Architekt: Knoche Architekten BDA, Leipzig
Bauherr: Universität Augsburg – Kunst u. Musik Institut, Augsburg
Rigips-Fachberater Trockenbausystem: Martin Fischer

Die neue Auditoriumsdecke des Fakultätsgebäudes für Kunst u. Musik der Universität Augsburg wurde von der TM Ausbau GmbH aus Hofheim realisiert. Im Leistungsverzeichnis wurde eine Sonderdeckenkonstruktion bestehend aus senkrechten, innen mit Hohlraumdämmung versehenen Gipsfaserplatten sowie dazwischen angeordneten waagerechten Gipsfaserdeckenstreifen beschrieben. Aufgrund einer nach Auftragserteilung präzisierten akustischen Bemessung musste die Ausführung komplett neu geplant werden, da keine Hohlräume in den senkrechten Baffeln mehr enthalten sein durften. Aufgrund dieser Vorgaben wurde gemeinsam mit dem beauftragten Statiker eine Unterkonstruktion aus MQ-Schienen entwickelt und statisch nachgewiesen. Eine weitere Besonderheit bestand in der Überhöhung der unteren Kante jedes Schotts um ca. 5 cm im Scheitelpunkt, was die optische Wahrnehmung einer waagerechten Untersicht aus dem Zuschauerraum gewährleisten sollte. Aufgrund dieser Parameter entschied sich die TM Ausbau GmbH die Vollelemente aus Rigidur H-Platten als Fertigteile vorfertigen zu lassen und nach Verlegeplan vor Ort zu komplettieren. Durch die Planer wurde eine Teilung der Schotte vorgesehen, um die gleichmäßige Aufnahme der angegebenen Trägerdurchbiegungen sicherzustellen. Zur Befestigung der senkrechten Baffeln an das MQ-Schienenrost wurde an der oberen Kante der Baffel eine MQ-Schiene eingearbeitet und mit den Schottkörpern verbunden. Diese Verbindung wurde ebenfalls statisch bemessen und nachgewiesen. Die gewählte Art der Befestigungsführung ermöglichte eine schnelle Montage der relativ schweren, vorgefertigten Baffelsegmente in die zuvor exakt ausgerichtete Tragrostkonstruktion. Um eine exakte lineare Ausrichtung der Schotte nach erfolgter Einzelsegment-Montage zu gewährleisten, wurde die äußere Lage der Schotte ebenfalls als Formteilschale aus GF vorgefertigt und mit Stoßversatz über die Segmente geführt. Um eine Verwindung auszuschließen, wurde in diese Schalen eine Sonder-U-Profil-Konstruktion verleimt und damit dasVerziehen der Segmente unterbunden. Die Segmentverbindung in den genannten Bereichen erfolgte mittels Nut- und Federkonstruktion. Im Anschluss an die Montagen erfolgte die Endspachtelung in Q 4. Eine weitere Vorgabe war die Integration der – die Schotte durchdringenden – Lüftungsauslässe.

Zwischen den senkrechten Schotten wurde ein geschlossener Deckenstreifen integriert, welcher ebenfalls aus einem zweilagig beplankten Gipsfaserformteil bestand. Durch die Verwendung eines Formteils konnten exakt vorgegebene Winkelausrichtungen und Schattenfugen umgesetzt werden. Die Deckenunterkonstruktion wurde seitlich an der senkrechten Schotte befestigt. Um auch hier die Montage- und Einmessarbeiten zu vereinfachen, wurden die Schotte im Vorfeld im oberen Bereich bereits werkseitig mit einer Plattenlage versehen, in die die exakte Neigung eingefräst war. Somit mussten lediglich noch die seitlichen U-Anschlussprofile oben mit einer Schallentkopplung versehen werden. Sie konnten dann ohne weiteres Einmessen montiert werden. Nach Fertigstellung des Deckenrostes wurden die Leuchtenbefestigungen und die Hohlraumdämmung verbaut. Nach Freigabe der Installationswerke erfolgte die Beplankung mit den vorgefertigten und nach Verlegeplan nummerierten Gipsfaserschalen. An den beiden seitlichen Anschlusspunkten der waagerechten Gipsfaserschalen an die senkrechten Gipsfaserschotte erfolgte nochmals eine Trennung mittels geschlossenzelligen Dichtband zur Schallentkopplung. Im Anschluss wurden in den waagerechten Deckenbereichen die Ausschnitte für Leuchten und Revisionsklappen erstellt. Anschließend wurde die komplette Oberfläche in Q 4 verspachtelt und sämtliche Anschlüsse an die senkrechten Schotte dauerelastisch verfugt.