Carhotel, Stuttgart Plieningen

Ausführung: Malerwerkstätten Heinrich Schmid GmbH & Co. KG, Pfullingen
Architekt: Idarchitekt.innenraum.corporate design, Stuttgart
Eigentümer: BRC Stuttgart, Bernd Rapp, Stuttgart-Plieningen
Rigips-Fachberater Trockenbausystem: Dirk Bange

Auf 1.600 m² Fläche wurde für das Carhotel eine Präsentationslandschaft für hochwertige Autos und Oldtimer mit einer extravaganten Note in Trockenbauweise erstellt. Diese „automative Erlebnislandschaft“ bietet eine Fülle von Dienstleistungen für Besitzer und Interessenten solcher Fahrzeuge. Gemäß einer Computeranimation der Architekten galt es zunächst, freie Formen, Höhenversätze und Auskragungen in machbaren Trockenbaukonstruktionen umzusetzen, wobei sich die Aufgabenstellung bereits dem Grenzbereich des Realisierbaren näherte.
Bauseits verputzte Betonwände wurden mit einer Vorsatzschale gemäß dem Rigips System 3.22.00 versehen und in freien Formen mit konvex/konkav ausgebildeten Rundungen gestaltet. Durch Übertragung von Planpapieren 1:1 auf GK-Platten wurden die Formen skizziert, ausgeschnitten, montiert und mit PVC-Profilen verspachtelt. Technisch anspruchsvoll zu gestalten waren erhabene und hinterleuchtete Aussparungen mit Rundungen in Nischenform. Das Architekturbüro plante, den Deckenaufbau mit auskragenden Freiformen, quasi als schwebende Scheiben, auszuführen. Mit einer Konstruktion nach Rigips System 4.05.83 und der Verwendung von UA 50-Profilen, welche mit einer Auskragung von bis zu 1,5 m montiert wurden, konnte diesen Anforderungen entsprochen werden. Großen Anteil hatte auch die Falttechnik am Gelingen der Wand- und Deckengestaltung. Aufwändig waren Montage und exaktes Einmessen der Deckenflächen und die in zwölf verschiedenen Radien hergestellten „Luftblasen“ als Aussparungen in der Decke. Dazu wurden speziell hergestellte Säulenringe mit Befestigungslaschen aus Alu gefertigt und mit Lochblechen an den Rändern bekleidet, in die GK-Decken eingebaut und verspachtelt. Bei der Ausführung der Spachtelarbeiten wurden zunächst die Fugen mit Glasfaserbewehrungsstreifen versehen, vor- und nachgespachtelt und auf Q 2 gebracht. Die gesamte Fläche erhielt danach eine Vollflächenspachtelung mit ProMix Finish. Rundungen erhielten vor der Verspachtelung flexible PVC-Eckschutzschienen. Die frei auskragenden Stirnkanten von 10 cm Höhe wurden in engen Radien mit Riflex-Platten ausgebildet und verspachtelt.