Alte Post, Trier

Ausführung: Frings Montagebau GbR, Altrich
Bauherr: Trier Core S.A., Wasserbillig, Luxembourg
Rigips-Fachberater Trockenbausystem: Frank Ditten

Die ehemalige Trierer Hauptpost – eine denkmalgeschützte, historische Vierflügelanlage mit Innenhof und insges. ca. 16854 m² BGF, davon oberirdisch 13549 m², wird von der Fleischstraße, der Fußgängerpassage und den beiden Innenhöfen – heute Parkplatzflächen – eingefasst. Die Grundstücksgröße beträgt ca. 6095 m², davon bebaute Fläche ca. 3585 m². Es handelt sich um ein gemischt genutztes Gebäude der Baujahre 1879 – 1882, bzw. 1909-1911 (Erweiterung). Die Bauteile sind z.T. denkmalgeschützt (1 und 5). Die Revitalisierung im Innern der Gebäude bedurfte v.a. der Ertüchtigung der Bestandsdecken durch entsprechende Brandschutzmaßnahmen.

Das erstellte Konzept sah Sanierungsdecken System 4.45.00, selbständige F 90 Decken System 4.70.50 sowie Bekleidung von Stahlstützen und Schachtwandkonstruktionen vor. Für die vorgefundenen, sicheren Rohdecken der Bauart I bis IV plante man demnach Sanierungsdecken aus 25 mm Glasroc F unter für Zusatzlasten von 15 Kg/m² ausgelegten Unterkonstruktionen. Für unsichere Rohdecken wählte man die selbständige F 90-Decke aus RF 2 x 20 mm, ausgelegt für die gleiche Zusatzlast (einer späteren Sichtdecke). Im Bereich eines Ladengeschäfts („Butlers“) wurde ein Teil der historischen Bögen und Stützen mit den dazu gehörigen Stuckzierprofilen wieder hergestellt. Die Stuckprofile wurden vor Ort gezogen, die Stützenbögen wurden mit GK-Form 6 mm bekleidet. Auch im Gastronomiebereich (Beckers XO, 3. Projekt des Sternekochs Wolfgang Becker) wurden alte Bauteile in die neuen Decken integriert und komplettiert. Die zentrale WC-Versorgungseinheit wurde hier als sechseckige Säule bekleidet, in die man sämtliche Zu- und Abläufe integrierte. Die WC-Einheiten wurden, entgegen der ersten Planung, nicht als runde GK-Konstruktionen, sondern aus Glas gefertigt. Der Einbau von Schächten zur Bildung von Brandabschnitten ergab sich durch die Totalsanierungsaufgabe. Im DG wurden die Zu- und Abluftkanäle mit einer großen Schachtwand F 90 aus 2 x 20 mm Glasroc F erstellt. Neben dem Wärmeschutz waren auch brandschutztechnische Anforderungen zu erfüllen.

Sanierung Dachgeschoss: Um die Dachbekleidung in F 90 zu montieren mussten zuvor vorhandene Luftkanäle ausgebaut werden. Eingebrachte Stahlträger wurden mit Glasroc F in F 90 bekleidet. Wünsche der Mieter zur Raumgestaltung fanden dabei Berücksichtigung. In nur vorübergehend vermieteten Dachgeschossbereichen wurden nur die in den Decken befindlichen Stahlträger aufgewertet: Auf dem sichtbaren Flansch wurde eine Lage Glasroc F befestigt und Überstände mit Handputz Rimat 100 geschlossen. Da keine Architektenpläne bestanden, mussten fast sämtliche Detaillösungen auf der Baustelle besprochen werden. Mit fortschreitendem Ausbau ergaben sich weitere Aufgaben, die das Auftragsvolumen erheblich vergrößerten. Unterschiedliche Trockenbausysteme fanden hier ihre Anwendung zur vollen Zufriedenheit des Luxemburger Bauherrn.