Fragen & Antworten (FAQs)

Wir helfen Ihnen weiter.

Wird Innendämmung KfW-gefördert?

Ja. Ist aus Gründen des Denkmalschutzes oder zur Erhaltung besonders erhaltenswerter Bausubstanz eine Außendämmung nicht möglich, kann ersatzweise eine Innendämmung gefördert werden.

Voraussetzung ist, dass der U-Wert von maximal 0,33 W/(m2K) gemäß Anlage 3, Nummer 1, Satz 4 EnEV2009 eingehalten und durch die Denkmalschutzbehörde oder das Bauamt bescheinigt wird, dass aus denkmalschutzrechtlichen, städtebaulichen oder architektonischen Gründen eine Außendämmung nicht durchführbar ist." (Auszug aus dem KfW-Merkblatt - Stand 07/2011.)

Funktioniert das System auch im Badezimmer?

Ja! Dank seiner hervorragend dampfbremsenden Eigenschaft bietet das System hier klare Vorteile gegenüber kapillar offenen Systemen. Das RigiTherm-System reagiert nicht auf kurzzeitige Feuchtspitzen wie sie z.B. in häuslichen Feuchträumen (z.B. Badezimmer) vorkommen und ist daher für den Einbau im häuslichen Badezimmer geeignet.

Für häusliche Bäder sind imprägnierte Platten (RBI bzw. RFI oder Rigidur H) zu verwenden.

Rigips-Tipps für wasserbeaufschlagte Flächen

Grundierung mit Tiefengrund sowie Dichtkleber

  • Feuchtigkeitssperrende Dichtkleber, z. B. Lastoment 1 (PCI), verwenden.
  • Durchlässe, Anschlüsse und Ecken mit plasto-elastischem Fugenkitt wasserdicht verschließen.
  • Fungizid eingestellte Sanitär-Dichtungsmassen verwenden.

Armaturen erhalten Schraubmanschetten mit hinterlegter Gummidichtung.

Kann das System gefliest werden?

Ja! Das System benötigt gegenüber kapillar aktiven Systemen keine dampfoffene Oberfläche und kann daher problemlos befliest werden.

Bei Plattenbreiten > 625 mm, ist eine zweite Batzenreihe an den Drittelpunkten aufzubringen.

Geeignete Fliesen
Alle Keramischen Fliesen gemäß DIN EN 14411, Steinzeugfliesen und Glasmosaik

Klebetechnik
Kleber im Dünnbettverfahren vollflächig auftragen und mit feinzahniger Kelle im oberen Bereich horizontal abkämmen. Handelsübliche Kunststoffkleber auf Dispersionsbasis verwenden oder hydraulisch erhärtende Kleber. Unverspachtelte Rigips-Fugen können mit gleichem Material aus- und übergespachtelt werden.

Fliesenverfugung
Fugen der Fliesenflächen mit Fugenmaterial auf Zementbasisverfüllen.
 

Ist das System tapezierbar?

Ja! Alle handelsüblichen Tapeten können verwendet werden.

Da die RigiTherm 032-Verbundplatte ein dampfbremsendes System ist, besteht keine Gefahr der Durchfeuchtung der Tapete durch Kapillarleitung. Außerdem:

  • Durch die Grundierung wird bei späterer Erneuerung der Tapezierung der Plattenkarton beim Ablösen der Tapete nicht beschädigt.
  • Durch Auftragen von Tapetenwechselgrund kann die Tapete bei Erneuerungsarbeiten ohne Befeuchtung im trockenen Zustand von den Rigips- Platten entfernt werden.
  • Nur Kleber auf Basis von Methylcellulose und/oder geeigneten Kunstharzen sind zu verwenden. Es wird empfohlen, Kleber und Oberflächenbeschichtung auf ihre Eignung zu prüfen. Das Merkblatt Nr. 16, techn. Richtlinien für Tapezier- und Klebearbeiten (1996), vom Bundesausschuss Farbe- und Sachwertschutz ist zu beachten.
Welche Möglichkeiten zur Oberflächengestaltung gibt es?

Wie bei normalen Gipsplatten ist die Oberflächengestaltung mit allen handelsüblichen Farben, Tapeten, Putzen und Fliesen problemlos möglich. Details dazu finden Sie in den aktuellen Verarbeitungsrichtlinien.

Wie werden Lasten wie z.B. Bilder, Hängeschränke oder ähnliches befestigt?

Hier bietet die Verbundplatte wieder klare Vorteile: Lasten bis 15 kg/m2 können problemlos in der Gipsplatte befestigt werden. Höherer Lasten (< 15 kg/m2) werden dann im tragenden Bauteil (Massivwand) befestigt. Um konstruktionsbedingte Wärmebrücken zu vermeiden, empfehlen wir den Thermax 8 oder 10 der Firma Fischer.

Wie werden Steckdosen, Lichtschalter, etc. eingebaut?

Um Wärmebrücken und vor allem Konvektion zwischen Dämmschicht und Mauerwerk zu vermeiden, ist die Aussparung im Dämmstoff so gering wie möglich zu halten und die Verbundplatte hinter der Aussparung vollflächig zu verkleben. Als Elektrodosen, werden luftdichte Holraumdosen (z.B. von KAISER) verwendet. Des Weiteren wird bei Dämmstoffdicken < 60 mm empfohlen, die Dosen mit einer Hinterdämmung zu versehen. Hierzu wird ein Dämmstreifen in die Wand eingelassen. Dieser Streifen sollte die Abmessung der Dosen um mindestens 4 cm überlappen. Die Ausschnitte für Elektrodosen sind vor dem Ansetzen passgenau mit einem Stichling, einer Stichsäge oder einem Dosenschneider vorzusehen.

Wie sind Elektroleitungen zu verlegen?

Werden alte Leitungen beibehalten, müssen diese Kabel ggf. so verlängert werden, dass der Anschluss an die raumseitig montierten Steckdosen oder Lichtschalter gewährleistet ist. Werden neue Leitungen verlegt, können diese sowohl auf der Platte als auch auf der Bestandswand verlegt werden. Wenn die Gipsplatte die luftdichte Schicht gemäß DIN 4108-7 bildet, ist ein besonderes Augenmerk auf Durchdringungen zu legen.

Wie muss der Untergrund für das RigiTherm-System beschaffen sein?

Der Untergrund muss trocken, fest, tragfähig, sauber, schwind- und frostfrei sowie gegen aufsteigende und durchschlagende Feuchtigkeit geschützt sein. Um Wärme- und Schallbrücken zu vermeiden, muss das Mauerwerk vollfugig gemauert sein.

Anstriche und Tapeten sowie gegebenenfalls Kalk- und Gipsputze sind als Untergrund für anzusetzende Vorsatzschalen ungeeignet und zu entfernen.

Glatten Untergrund (z.B. Beton) mit Rikombi Kontakt vorbehandeln. Stark saugenden Untergrund (z.B. Porenbeton) mit Rikombi Grund vorbehandeln.

Unebenheiten des Untergrunds bis 20 mm dürfen mit Rifix ThermoPlus ausgeglichen werden. Die notwendigen Untergrundvorbehandlungen sind auf die jeweiligen baustellenspezifischen Gegebenheiten abzustimmen.

Mit welchen Mitteln werden die Platten zugeschnitten?

Die Platten können problemlos mit einem Fuchsschwanz, einer Stichsäge oder einer Handkreissäge mit Staubabsaugung auf Maß gebracht werden.

Wie werden wasserführende Leitungen verlegt?

Aufgrund von Frostgefahr sollten keine wasserführende Leitungen in oder hinter der Dämmschicht verlaufen. Wenn aus konstruktiven Gegebenheiten die Leitungen in der Dämmung verlegt werden, sollten z.B. durch das Einhausen mit der ThermoPlatte (= 20 mm) oder entsprechenden Rohrschalen die Leitungen ausreichend gedämmt werden.

Wie sieht es mit dem Brandschutz aus?

Bei den RigiTherm 032 und 040 Platten handelt es sich um einen Baustoff der Klasse E gemäß DIN EN 13501-1.

Innerhalb von Wohnungen, egal in welchem Geschoss bzw. bei welcher Gebäudehöhe, ist RigiTherm somit zugelassen.

Einschränkungen für den Einsatz von RigiTherm 032 und 040 existieren lediglich bei Flucht- bzw. Rettungswegen, da hier nur Baustoffe der Klasse A1 eingesetzt werden dürfen.

Kann das RigiTherm-System auch auf Fachwerk eingesetzt werden?

Bei Sichtfachwerk-Fassaden ist eine Innendämmung mit RigiTherm 032 oder 040 im Regelfall nicht geeignet! Diese Empfehlung ist darauf zurückzuführen, dass bei Sichtfachwerk immer mit einem Riss zwischen Gefach und Holz zu rechnen ist. Diese Risse können bei Schlagregen zu einer hohen Wasseraufnahme führen. Die hier aufgenommene Wassermenge kann durch die guten wärmedämmenden und dampfbremsenden Eigenschaften der RigiTherm 032 und 040 nicht richtig austrocknen.

Ist das Fachwerk gegen Schlagregen geschützt, z.B. mit Brettschalung, Verschindelung, Putz, o. Ä. kann eventuell die RigiTherm 032 oder 040 zum Einsatz kommen. Bei verkleidetem Fachwerk kann von außen keine bzw. nur eine sehr geringe Menge an Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringen. Die Funktionstüchtigkeit muss auf jeden Fall von einem Sachkundigen überprüft werden.

Weitere Details können Sie dem WTA Merkblatt 8-5 "Fachwerkinstandsetzung nach WTA - Innendämmung" entnehmen.
 

Wie tief müssen Decken und einbindende Wände gedämmt werden?

Um die exakte Dämmtiefe zu ermitteln, müsste bzgl. des Wämebrückenbeiwertes gem. DIN 4108-2 in jedem Einzelfall eine Berechnung durchgeführt werden. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten einbindende Wände bzw. Decken ab einem U-Wert der Bestandswand von 1,43 W/m2K mitgedämmt werden. Hierfür reicht die 20 mm dicke ThermoPlatte von Rigips. Berechnungen haben darüber hinaus gezeigt, dass einbindende Wände ab einer Dämmdicke der Innendämmung von = 80 mm in der Regel nicht mehr mitgedämmt werden müssen.

Was passiert bei Wärmebrücken wie angrenzenden Fensterlaibungen, Heizkörpernischen sowie einbindenden Wänden und Decken?

Wärmebrücken weisen einen erhöhten Wärmestrom auf und somit eine niedrigere Oberflächentemperatur als benachbarte Bauteile. Durch die Temperaturunterschiede der angrenzenden Bauteile kann es Tauwasserausfall an den Grenzschichten kommen.

Um vor Schimmel und Tauwasser zu schützen, müssen die Anforderungen gemäß DIN 4108 (hygenischer Mindestwärmeschutz) erfüllt werden. Die DIN 4108 gibt eine dauerhafte Oberflächentemperatur von = 12,6 °C vor. Besonders bei altem Bestandsmauerwerk bzw. bei Mauerwerk mit einer schlechten Eigendämmleistung ist dies nicht immer gewährleistet. Besonders kritisch sind Fensterlaibungen, einbindende Bauteile und Heizkörpernischen.

Rigips hat hierfür neue, perfekt aufeinander abgestimmte Systemkomponenten entwickelt: Die ThermoPlatte besteht aus einem EPS Kern mit WLG 032 sowwie einer beidseitiger Zement-/ Gewebekaschierung. Für den optisch und bauphysikalisch perfekten Anschluss an Fensterrahmen gibt es das ThermoProfil aus hochwertigem Kunststoff.

Hiermit können alle kritischen bauphysikalischen Wärmebrücken nach Herstellerangabe mit gedämmt werden. Weiterhin werden in diesen Bereichen die Wärmeverluste deutlich reduziert.

Darf die Innendämmung hinterlüftet werden?

Der Feuchteeintrag durch Konvektion (Hinterlüftung) ist nicht zu vernachlässigen, da hierdurch nicht nur Wärmeverluste sondern auch große Tauwassermengen entstehen können. Daher ist für die nachhaltige Vermeidung von Bauschäden sicherzustellen, dass es zu keiner Luftzirkulation zwischen Dämmung und Bestandswand kommt. Diese Konvektion wird im RigiTherm-System durch ein fachgerechtes Ansetzen im Punkt-Wulst- oder Dünnbett-Verfahren unterbunden.

Muss bei einer Innendämmmaßnahme auch auf die Fassade geachtet werden?

Ja. Allgemein gilt, dass bei einer Innendämmung der Schlagregenschutz der Fassade gemäß DIN 4108- 3 gewährleistet sein muss. Ausreichender Schlagregenschutz ist vorhanden bei:

  • zweischaligen Außenwänden (gültig für das Hintermauerwerk),
  • Außenwänden mit Vorhangfassaden
  • einschaligen Wänden, mit intakten Putzschichten
  • wasserabweisenden und diffusionsoffenen Anstrichsystemen,
  • einschaligen Wänden mit/ohne Putzschicht zur Nachbarbebauung Dachüberständen oder weitestgehend ohne Schlagregenbelastung (Nord-, Ostorientierung).

Die Wand muss quasi selbständig, ohne Wärmeeinwirkung von der Innenseite her „trocknen“.

Leckagen in Anschlussbereichen sind zu vermeiden. Im Zweifelsfall sind diese Anforderungen nach aktuell gültigen und anerkannten Richtlinien herzustellen.
 

Bin ich mit dem RigiTherm-System gegen Schimmelbildung geschützt?

Das RigiTherm-System bietet einen besonders hohen und zuverlässigen Schutz gegen Schimmelbildung. Dieses wurde unter anderem durch einen unabhängigen Langzeittest beweisen. Folgende bauphysikalischen Zusammenhänge sind ausschlaggebend:

Grundsätzlich ist bei Innendämmungen von Außenwänden zu berücksichtigen, dass die Temperatur des vorhandenen Wandquerschnitts in den Heizperioden gegenüber nicht gedämmten Konstruktionen absinkt. In diesem Zusammenhang wird oft von "der Verschiebung des Taupunkts" gesprochen.

Bauphysikalisch steht dahinter ein natürlicher Prozess, bei dem ein Diffusionsstrom entsteht, der Feuchte von der warmen zur kalten Seite durch ein Bauteil. Da warme Luft naturgemäß mehr Feuchte binden kann, kommt es auf dem Weg der Luft von der warmen zur kalten Seite zu einer Erhöhung der Porenfeuchte im Mauerwerk. Der "klassische Taupunk", wie bei der kalten Fensterscheibe wird nicht erreicht.

Derzeit existieren zwei grundsätzliche Lösungen für Innendämmsystem: diffusionsoffene bzw. kapillar aktive Systeme und kapillar inaktive Systeme.

Die diffusionsoffenen Systeme mit "kapillar aktiver" Funktionsweise erlauben die Aufnahme von Feuchtigkeit in die Systemkonstruktion, insbesondere in der kalten und feuchten Jahreszeit. Sie transportieren zwar im Sommer auf kapillaren Wege mehr oder weniger gut die Feuchte aus dem Mauerwerk nach innen, sorgen also für eine gewisse Rücktrocknung. Im Winter hingegen gelangt entsprechend viel Raumluftfeuchte in die Gesamtkonstruktion und erhöht so den Wassergehalt.

Im Gegensatz dazu wirken kapillar inaktive Systeme, wie die RigiTherm 032-Verbundplatte, einer solchen Feuchtigkeitsaufnahme entgegen. Dank ihrer dampfbremsenden Wirkung (µ = 55 ) weist RigiTherm 032 einen sehr geringen Feuchteeintrag, gerade in den Wintermonaten, auf. Die reduzierte Feuchtigkeitsaufname bietet einen besonders hohen Schutz gegen Schimmelbildung in der kritischen Schicht zwischen Dämmung und Außenmauerwerk.

Bin ich mit dem System EnEV-konform?

Die aktuelle EnEV 2009 (Energie Einsparverordnung) gibt für das Gesamtbauteil (Außenwand + Innendämmung) einen max. U-Wert von 0,35 W/m2K vor. Daher kann die Frage nur unter Betrachtung des Bestandsmauerwerks eindeutig gelöst werden. Jedoch reichen in der Regel bereits 6 – 8 cm RigiTherm 032 um die Anforderungen zu erfüllen.

Bei einer energetischen Sanierung einer Bestandswand mit einem U- Wert von 1,43 W/m2K werden folgende Dämmdicken benötigt.

  • Wärmeleitfähigkeit 0,032- 7 cm Dämmdicke
  • Wärmeleitfähigkeit 0,045- 10 cm Dämmdicke
  • Wärmeleitfähigkeit 0,065- 14 cm Dämmdicke
Warum soll ich eine Innendämmung verwenden?

Zum einen gibt es objektive, zwingende Gründe für den Einsatz einer Innendämmung: Bei Gebäuden, deren Außenwände nicht von außen gedämmt werden können, da das Gebäude oder die Fassade unter Denkmalschutz stehen oder die Fassade erhalten bleiben soll (z. B. Sichtmauerwerk), sollte auf eine Innendämmung zurückgegriffen werden. Oftmals weisen gerade ältere Gebäude mit erhaltenswerten Fassaden einen schlechten Wärmeschutz auf.

Zum anderen gibt subjektive Gründe für den Einsatz einer Innendämmung. Beispielsweise kann eine Innendämmung weitestgehend unabhängig von Witterungsbedingungen installiert werden. Dadurch lassen sich wetterbedingte Bauunterbrechungen vermeiden und der Baufortschritt ggf. beschleunigen.

Oft sind Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes mit weiteren Modernisierungsmaßnahmen gekoppelt. Durch den Einsatz der RigiTherm 032-Verbundplatten wird gleichzeitig die Rauminnenseite gestaltet. Dank der raumseitigen, besonders ebenen und baubiologisch empfohlenen Gipsplatten entstehen perfekte Oberflächen und ein angenehmes Raum- und Wohnklima. Mit den RigiTherm-Platten werden gewissermaßen zwei Schritte auf einmal erledigt.

Und nicht zuletzt gilt: Durch eine Innendämmung, insbesondere mit der RigiTherm 032-Verbundplatten, wird der Wärmeschutz und die Wohnbehaglichkeit erheblich verbessert.

Werden die Kanten werkseitig verleimt?
Je nach Kundenwunsch, können die Platten mit oder ohne einer werkseitigen Verleimung bestellt werden.
Aus welchen Plattentypen können Formteile erstellt werden?
Aus allen Plattentypen, welchen von Rigips angeboten werden. Dazu gehören z.B. Standard Gipsplatten oder auch Gipsfaserplatten.
In welchen Plattendicken sind Formteile erstellbar?
In allen von Rigips angebotenen Plattendicken von 6 – 25 mm.
 
Und warum muss ausgerechnet im Südharz Gips gefördert werden?

Weil Gips nicht überall zu finden ist. Es gibt in Deutschland zwei bedeutende Regionen, in denen er gefördert werden kann: in Baden-Württemberg mit dem angrenzenden Franken und Südharz. Der Gips aus dem Südharz zeichnet sich durch besonderes gute Qualität und Reinheit aus. Das ist mit ein Grund, warum sich hier und in anderen Regionen Südniedersachsens eine gipsverarbeitende Industrie etabliert hat. Eine Industrie, deren Produkte gerade heute wachsende Beachtung finden, und die daher vielen Menschen einen zukunftssicheren Arbeitsplatz bietet. Darüber hinaus schaffen Gipsprodukte Arbeitsplätze im Handwerk und in der Maschinenbauindustrie.

Wozu braucht man denn noch Naturgips, wenn es doch REA-Gips gibt?

Seit die gipsverarbeitende Industrie den Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen („REA-GIPS“) als Rohstoff erschlossen hat, wird diskutiert, ob REA-Gips nicht den Naturgips ersetzen kann.

Deutlich gesagt: Er kann es nicht.

Weil REA-Gips nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Wir sind schon heute für jede neue REA-Gips-Quelle dankbar. Sie können sicher sein: Die Industrie nimmt jede für sie bereitgestellte Menge ab.

Weil für medizinische und besondere technische Anwendungen nur Gipse mit ganz besonderen Eigenschaften verwendet werden können, die nur in der Natur vorkommen.

Naturgips ist daher unverzichtbar und seine behutsame Förderung notwendig. Wir tun das mit aller Umsicht und mit Rücksicht auf die Natur, die uns anheim gegeben ist. Dafür stehen wir allen im Wort: der Regierung, den Politikern, den Naturschutzbehörden sowie den Organisationen des Umwelt- und des Landschaftsschutzes.

Gesamtgipsverbrauch 1999*: 9,200 Mio. t
Zur Verfügung stehen REA-Gips und weitere synthetische Gipse 4,620 Mio. tDeckungslücke, die durch Naturgips geschlossen werden muss 4,580 Mio. t
Warum der „neue Gips” in jeder Hinsicht seinen Mann steht

Der Gips aus Steinkohlekraftwerken ist

  • ein einwandfreier und sauberer Rohstoff
  • das Ergebnis eines ausgereiften Verfahrens
  • von gleich bleibend hoher Qualität
  • eine Basis für Markenprodukte von Rigips
  • gesundheitlich und baubiologisch erwiesenermaßen unbedenklich
  • gut für Umwelt und Natur
  • und damit dem „Naturgips” voll und ganz ebenbürtig.
Was sagen denn die Baubiologen?

Unabhängig davon, dass man über den genauen Inhalt des Begriffes „Baubiologie“ sicher lange diskutieren könnte, sind die grundsätzlichen Anliegen dieser Bewegung berechtigt und deshalb zweifellos ernst zu nehmen. Daraus zog z. B. Rigips die Konsequenz. Der Markenproduzent beauftragte das „Institut für Baubiologie“, den im Steinkohlekraftwerk VKR erzeugten Gips auf Herz und Nieren zu prüfen.

Das Gutachten ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Es brachte die Analyse auf eine ebenso schlichte wie unmissverständliche Kurzformel: „ein empfehlenswerter Baustoff“.
Damit unterstützte man gleichzeitig den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Der - alles andere als „industriehörige“ - Kreis fordert seit geraumer Zeit, den modernen Gips nicht zu deponieren, sondern im Bauwesen verstärkt zu nutzen.

Wie fällt der „Gesundheitsvergleich“ zwischen dem alten und dem neun Gips bei einem Wohnungsbrand aus?

Mit diesem Thema beschäftigte sich die RWTH Aachen. Ihre Bilanz: Mit Blick auf die entstehenden Rauchgase sind die aus dem modernen Gips gefertigten Baustoffe genauso günstig einzustufen wie solche aus „Naturgips“. Auch hier also eine gute Nachricht für private Bauherren, Modernisierer und Renovierer.

Ist der Gips radioaktiv?

Hier muss man zunächst darauf verweisen, dass praktisch jeder Stoff natürliche radioaktive Elemente enthält. Das galt bisher in äußerst geringem Maße auch für „Naturgips“; das gilt - durch die Kalkverwendung - künftig genauso für den REA-Gips. Wissenschaftliche Institute ermittelten aber, dass die in Kohlekraftwerken entnommenen Proben weniger radioaktiv sind als die „normale Erdkruste“.

Liegen wissenschaftliche Studien über REA-Gips vor?

Umfangreiche Studien liegen vor. Um nur einige unabhängige Stellen zu nennen, die den REA-Gips kritisch mit dem Gips aus Steinbrüchen verglichen: das Münchener Institut für Strahlenhygiene des Bundesgesundheitsamtes, das Institut für Biophysik der Universität des Saarlandes, die RWTH Aachen, das Institut für Baubiologie in Rosenheim sowie die Medizinische Universität in Lübeck.

Nach meist langfristiger, separater Prüfung aller einschlägigen Punkte erklärten sie übereinstimmend:
Der „neue“ Gips ist gesundheitlich, hygienisch und arbeitsmedizinisch unbedenklich. Auch insofern steht also seiner uneingeschränkten Nutzung als Baumaterial nichts im Wege.

Wirken sich die Bauprodukte mit dem REA-Gips negativ auf die menschliche Gesundheit aus?

Gerade in einer Zeit, in der sehr viel über „gesundes Bauen und Wohnen" diskutiert wird, hat diese Frage natürlich ein besonderes Gewicht. Bezogen auf die „neue“ Gipsgeneration lässt sie sich guten Gewissens mit einem klaren „Nein“ beantworten.
Das trifft auf alle Bereiche zu, in denen Baustoffe die Gesundheit des Menschen beeinflussen können. Im Einzelnen sind das: die Produktion, die Verarbeitung an der Baustelle, das Verhalten im eingebauten Zustand. Auch die eventuelle spätere Deponierung als Bauschutt kann bedenkenlos erfolgen.

Gibt es weiter regelmäßige Kontrollen?

Diese Frage lässt sich ebenfalls positiv beantworten. Sowohl die Gips-Lieferanten als auch die verarbeitende Industrie wie Rigips nehmen laufend strenge Qualitätskontrollen vor. Das geschieht in kurzen Zeitabständen. Damit ist stets gewährleistet, dass nur einwandfreies, hochwertiges Material zum Einsatz kommt.

Wurde nachgewiesen, dass der REA-Gips den traditionellen Gips ersetzen kann?

Ja, in den letzten Jahren führte u. a. eine Reihe neutraler Institute umfassende baubiologische, gesundheitliche und bauphysikalische Qualitätstests durch. Sie kamen bei dem in Steinkohlekraftwerken gewonnenem Rohstoff immer zum gleichen Resultat: Er ist dem „Naturgips“ absolut ebenbürtig - und das auf Dauer.

Wie sieht es jetzt und in Zukunft mit der Gipsqualität aus?

Dazu ist generell zu sagen, dass der „alte” und der „neue” Gips die gleichen mineralogischen Strukturen haben. Schon von daher sind also auch künftig keine Qualitätseinbußen zu erwarten. Weder beim Rohstoff noch bei en Endprodukten wie Bauplatten oder Putzen. Natürlich kommt es darauf an, dass hohe Qualitätsniveau auf Dauer zu halten.

Ist REA-Gips denn wirklich sauber; enthält er also keine Schadstoffe?

Bei der REA-Gipsherstellung bieten die genannten Etappen - Elektrofilter, Vorwäscher, Kalkwaschverfahren - dafür die beste Gewähr. Stickoxide gelangen nicht in den Gips und verlassen das Kraftwerk mit den entschwefelten Rauchgasen oder werden separat entfernt. Was das Schwefeloxid angeht, so wird es durch den verwendeten Kalk neutralisiert und zu 100% in Gips umgewandelt. Auch im Hinblick auf die Sauberkeit stimmt daher die Aussage: Gips bleibt Gips.

Es leuchtet ein, dass die Rauchgasentschwefelung dem Umweltschutz dient. Aber: Gilt das auch für den verstärkten Einsatz des REA-Gipses??

Ja, gerade umweltbewusste Bauherren und Hausbesitzer dürften sich zunehmend für aus diesem Gips gefertigte Produkte entscheiden. Denn: Das

  • schont die traditionellen Gipsvorkommen und damit letztlich die Natur,
  • verringert die Zahl ebenso riesiger wie problematischer Gipsdeponien spürbar,
  • lässt gewachsene landschaftliche Strukturen unverändert.
Gab es diesen Gips überhaupt noch nicht??

Doch. Die japanische Gipsindustrie verwendet ihn schon seit langer Zeit in relativ großen Mengen. Insofern ist an dem gesamten Thema eigentlich nur die Tatsache relativ neu, dass der REA-Gips auch in Deutschland seit ca. 1990 verarbeitet wird.

Aber was hat denn das mit Gips zu tun?

Die Rauchgasreinigung beruht bei Kohlekraftwerken meist auf dem sogenannten „Nasswaschverfahren“ mit Kalkverwendung. Dabei verbinden sich Kalk und Schwefeloxid zu Gips. Das daraus entstehende neue Material ist reiner Gips und hat mit seinen Ausgangskomponenten nichts mehr zu tun.

Was bedeutet eigentlich die Abkürzung „REA-Gips”?

REA - das sind die drei Anfangsbuchstaben von Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen. Mit ihnen wurden in den letzten Jahren u. a. alle Kohlekraftwerke in Deutschland ausgerüstet. Dies war nötig, um die gesetzlichen Auflagen des Umweltschutzes zur Reinhaltung der Luft zu erfüllen.

Es ist oft davon die Rede, dass Gips „baubiologisch wertvoll” sei. Was heißt das?

Gips ist völlig geruchsfrei. Außerdem enthält bzw. entwickelt er keine gesundheitsschädlichen Substanzen. All das macht ihn für Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen gut verträglich. Die aus ihm gefertigten Produkte sind es daher ebenfalls. Zudem verbessern sie aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften das Raumklima und die Wohnbehaglichkeit.

Wie hat man Naturgips gewonnen?

Gips ist, wie die kurze historische Schilderung bereits erkennen ließ, quasi ein natürlicher Bodenschatz. Er begegnet uns heute in zahlreichen Gesteinslägern, die bis zu 70 m dick sind. Zu den „Gipshochburgen“ in Deutschland gehören Südharz, Nordhessen, Mittel- und Unterfranken sowie Baden-Württemberg. Dort trifft man logischerweise auch die meisten gipsverarbeitenden Firmen, da sie bisher weitgehend diese Vorkommen abbauten.

Wie und wann ist Gips entstanden?

So erstaunlich es zunächst sein mag: Gips gibt’s schon seit rund 200 Millionen Jahren. Durch einen geologischen Prozess lagerte sich der im Wasser gelöste Gips in flachen, langsam austrocknenden Meeresbuchten ab und bildete so die heute bekannten Lagerstätten. Wenn daher von traditionsreichen, bewährten Baustoffen die Rede ist, muss Gips sicher an erster Stelle genannt werden.

Was ist Gips überhaupt?

Bei Gips handelt es sich um eine Verbindung aus Calciumsulfat und Wasser. Ihre chemische Formel lautet:

  • CaSo4 x 2 H2O

Diesen Rohstoff verarbeitet die Industrie - also auch die Firma Rigips - u. a. zu Gipsplatten und Putzen, die beim Bauen bzw. Ausbauen in vielfältiger Weise zum Einsatz kommen. Wand- und Deckenbekleidungen, Trennwände sowie Innenputzsysteme sind nur einige Beispiele dafür.

Was ist der Unterschied zwischen einem Gipskalkputz und einem Kalkgipsputz?

Das Bindemittel mit dem höheren Anteil wird jeweils vorgenannt. So ist z. B. bei einem Gipskalkmörtel der Gipsanteil höher als der Anteil an Kalk.

Können Gipsputze nach dem Austrocknen direkt gestrichen oder tapeziert werden?

Gipsputze müssen vor der weiteren Beschichtung mit einer Grundierung (z. B. Rikombi Grund) vorbehandelt werden.

Was passiert, wenn Sackware bei trockener frostfreier Lagerung geringfügig überlagert wird?

Bei einer geringfügigen Überlagerung kann sich die Abbindezeit des Frischmörtels etwas verlängern. Die üblichen physikalischen Eigenschaften werden nicht beeinträchtigt.

Wie lange kann die Haftbrücke Rikombi-Kontakt eingelagert werden?

Kühl und frostfrei gelagert kann der Rikombi-Kontakt maximal 6 Monate gelagert werden.

Wie lange können Rigips Gipsputze als Sackware gelagert werden?

Die Sackware muss trocken und frostfrei gelagert werden und sollte innerhalb von 3 Monaten verarbeitet werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren Produktdatenblättern.

Was ist die Ursache, wenn ein Putz nicht austrocknet?

Dies könnte durch die Bildung einer Sinterschicht auf der Gipsputzoberfläche verursacht werden. Als Gegenmaßnahme wird empfohlen, die Oberfläche anzuschleifen und für einen ausreichenden Luftaustausch zu sorgen.

Wieviel Quadratmeter Wandfläche kann mit einem 15 kg Eimer Rikombi Kontakt grundiert werden?

Es können ca. 50 m2 Wandfläche mit einem Eimer Rikombi Kontakt (15 kg) grundiert werden.

Wie dick darf unter Betondecken geputzt werden?

Unter Betondecken darf bis zu einer maximalen Putzdicke von 25 mm geputzt werden.

Was muss ich beim Verputzen von Hartschaumplatten beachten?

Hartschaumplatten mit einer glatten Oberfläche müssen mit Rikombi Kontakt vorbehandelt werden und während des Putzauftrages vollflächig mit einem Gittergewebe bewehrt werden.

Muss Beton als Putzgrund vorbehandelt werden?

Bei Beton als Putzgrund wird grundsätzlich eine Vorbehandlung mit der Haftbrücke Rikombi-Kontakt empfohlen.

Was muss beim Untergrund Beton beachtet werden?

Der Feuchtegehalt des Betonkerns muss kleiner 3-Gewichts % betragen.
Prüfung, Beurteilung und Vorbehandlung von Beton
Der Putzgrund muss vor dem Verputzen mit folgenden Verfahren auf seine Eigenschaften hin untersucht werden. Die Ergebnisse sind zu protokollieren. Je nach Ergebnis muss der Putzgrund mit den beschriebenen Maßnahmen vorbereitet werden:

Prüfung aufVerfahrenErkennungsmerkmalMaßnahmen
Anhaftende Fremdstoffe, z.B. Mörtelreste, Staub, Ruß etc.Augenschein 

Wischprobe

Erkennbare Erhebungen, Verfärbungen 
Staub bleibt an der Hand haften
Abfegen, abwischen oder abwaschen
Zu hohe BetonfeuchteWischprobe 
Augenschein 
Benetzungsprobe
Nässe der Fläche 
Dunkle Farbe 
Kein oder später Farbumschlag, hell-/dunkelgrau, Wasser perlt ab
Weitere Trocknung abwarten
Lockere und mürbe Teile an der BetonflächeAugenschein 

Kratzprobe

Erkennbare Erhebungen, Risse, u.ä. 
Abblättern, Abplatzen
Mit Stahlbesen kräftig abbürsten bzw. wundkratzen oder mit Stoßscharre abstoßen, evtl. Sandstrahlen; Rikombi Kontakt als Haftbrücke auftragen
Anhängendes KondenswasserAugenschein 
Wischprobe
Nässe der FlächeTrocknung abwarten
Rest von SchalungstrennmittelnBenetzungsprobe

Lampe

Kein oder später Farbumschlag, hell-/dunkelgrau, Wasser perlt ab 
Fluoreszierende Flächen
Mit Wasser unter Zusatz von P3-Lösung mit Bürste reinigen. Nachwaschen mit reinem Wasser. Nach ausreichender Trocknung Rikombi Kontakt auftragen
Dichte und fest haftende SinterhautKratz- und BenetzungsprobeKein oder später Farbumschlag, hell-/dunkelgrau, in Kratzzone stärkere Saugfähigkeit und DunkelfärbungAufrauhen, Wundkratzen, evtl. Sandstrahlen; Rikombi Kontakt als Haftbrücke auftragen
Stark verdichteter BetonBenetzungsprobeKein oder später Farbumschlag, hell-/dunkelgrau, Wasser perlt abRikombi Kontakt als Haftbrücke auftragen

 

Was kann passieren, wenn der Gipsputz vor dem Tapezieren nicht grundiert wird?

Als mögliche Folge könnte der Tapetenkleister auf der Putzoberfläche zu schnell trocknen, wodurch die Haftung der Tapeten nicht mehr gewährleistet würde. Bei Rauhfasertapeten könnten sich beim Streichen die Nähte lösen.

Was sind die Hauptbestandteile der Gipsputze von Rigips?

Die Hauptbestandteile sind: Stuckgips, gelöschter Kalk, Sande, Methylcellulose, Fruchtsäuren, Netzmittel (seifenartige Stoffe) und modifizierte pflanzliche Stärke.

Können Rigips Gipsputze auch zweilagig verarbeitet werden?

Rigips Gipsputze eignen sich nur zur einlagigen Verarbeitung. Sollte der Putz ausnahmsweise zweilagig aufgetragen werden, muss die erste Lage in noch frischem Zustand schwalbenschwanzförmig aufgerauht werden. Der zweite Putzauftrag darf erst erfolgen, wenn die erste Lage vollkommen ausgetrocknet ist.

Vor Beginn der Fliesenarbeiten wurde festgestellt, dass die Wände nicht ausreichend lot- und fluchtrecht verputzt worden sind. Welches Material eignet sich zum Ausgleichen von Unebenheiten?

Gipsgebundene Ausgleichsschichten sind als Untergrund für keramische Belege nicht zulässig. Es wird daher empfohlen, als Ausgleichsmasse den gleichen Kleber zu verwenden, mit dem auch die Fliesen geklebt werden.

Können Rigips-Putzprodukte auch in häuslichen Feuchträumen verwendet werden?

Gemäß DIN V 18550:2005-04 7.5.2 sind Putzsysteme mit Mörteln nach DIN 1168 Teil 1 oder zukünftig nach DIN EN 13279-1 für häusliche Küchen und Bäder geeignet.

Die Oberfläche der verputzten Wand/Decke ist nicht so glatt geworden, wie es für eine weitere, hochwertige Beschichtung erforderlich wäre. Was kann man tun?

Grate und Unebenheiten müssen mit einem Handschleifer entfernt, die Putzoberfläche anschließend von Staub befreit werden. Danach wird die Fläche vollständig mit dem VARIO Fugenspachtel oder Rifino Top abgespachtelt. Nach dem Austrocknen des Haftspachtels kann die Fläche bei Bedarf nochmals geschliffen werden.

Eine Wandfläche soll verfliest werden, wie schwer dürfen die Fliesen sein?

Bei zur Verfliesung geeigneten Trennwänden oder befestigten Vorsatzschalen hat sich ein Fliesengewicht bis zu 25kg/m² in der Praxis als unkritisch erwiesen. Sollten keramische Beläge auf freistehenden bzw. angesetzten Vorsatzschalen oder Trockenputz vorgesehen sein, empfiehlt sich, das Gewicht der Fliesen auf 15kg/m² zu begrenzen.

Dürfen Gips(karton)platten mit Klammern an Holzunterkonstruktionen befestigt werden?

Ja, nach DIN 18181 (Gipsplatten im Hochbau – Verarbeitung) ist eine Klammerbefestigung von Gipsplatten auf Holz mit Klammern nach DIN 18182-2 und DIN EN 14566 grundsätzlich zulässig.
Die Mindest-Eindringtiefe der Klammern in das Holz muss dabei das 15-fache des Nenndurchmessers des Klammerdrahtes betragen.
Die Verklammerung von Gipsplatten darf sowohl an der Wand als auch an der Decke erfolgen. Die Klammerabstände dürfen dabei maximal 80 mm betragen (bei mehrlagigen Beplankungen dürfen die Klammerabstände für die unteren Beplankungslagen bis zum 3fachen auf ≤ 240 mm vergrößert werden).
Grundsätzlich ist zu beachten:

  • Die Klammern dürfen nur so weit versenkt werden, wie es für ein einwandfreies Verspachteln erforderlich ist.
  • Die Klammern sind so einzutreiben, dass der Winkel zwischen Klammerrücken und Kartonfaserrichtung etwa 45° beträgt.
  • Im Bereich von Decken und Dachschrägen dürfen nur beharzte Klammern verwendet werden.
Ist die Bekleidung der freistehenden Vorsatzschale (System Rigips 3.22.00) auch mit doppelter Beplankung aus Rigips Bauplatten zulässig?

Die Ausführung der freistehenden Vorsatzschale ist auch zweilagig beplankt mit Rigips Bauplatten zulässig. Hierbei sind die zulässigen Wandhöhen nach DIN 18183, Tabelle 1 für den jeweiligen Einbaubereich zu beachten.

Das Abgasrohr einer lokalen Feuerstelle soll ohne Brandschutzanforderungen mit Gipsplatten verkleidet werden. Worauf muss beim Einbau geachtet werden?

Gipsbaustoffe enthalten chemisch gebundenes Kristallwasser. Bei dauerhafter Temperatureinwirkung über 50°C verdunstet das Kristallwasser und der Gefügezusammenhalt des Baustoffes Gips nimmt ab. Daher sind Gipsbauprodukte für Bekleidungen mit dauerhaften Oberflächentemperaturen über 50°C nicht geeignet.

Dürfen in Brandschutzklassifizierten Wänden auch Hohlraumdübel zur Befestigung von Konsollasten eingesetzt werden?

In Rigips Montagewände mit Brandschutzanforderung dürfen unter Einhaltung der max. zulässigen Konsollasten (DIN 18 183) geeignete Hohlraumdübel eingesetzt werden. Konsollasten gemäß DIN 18 183 über 70 kg/lfm. (bis max. 150 kg/lfm.) müssen jedoch über geeignete Traversen in die Metallunterkonstruktion eingeleitet werden. In unserem Planungsordner finden Sie unter dem Punkt 2.90.03 eine Auswahl von Dübeln und die Tabelle mit den jeweils zulässigen Konsollasten in Abhängigkeit vom Schwerpunktabstand.

Nach einem Deckanstrich haben sich meine Gipsplatten gelblich verfärbt. Mein Maler sagt das liegt am Lignin. Hat mein Maler mit seiner Vermutung Recht? Was bewirkt Lignin und wie können solche Verfärbungen vermieden werden?

Lignin ist ein Holzbestandteil der für das Vergilben von Papier bei Sonneneinstrahlungen verantwortlich ist. Die Vergilbung entsteht durch sich lösendes Lignin aus der Kartonschicht, das durch Feuchtigkeitseinwirkung z. B. durch Luftfeuchtigkeit, Kleister oder Farben an die Plattenoberfläche transportiert wird. Derartige Verfärbungen stellen keinen Qualitätsmangel dar sondern sind typische Materialeigenschaften.
Rigips-Platten und Zubehör sind vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen wie auch Sonneneinstrahlung zu schützen. In dem Fall, dass Rigips-Platten nach der Fertigstellung nicht sofort mit einer Oberflächenbeschichtungen versehen werden können sollte eine entsprechende Grundierung aufgebracht werden.
Vergilbte Gipsplatten müssen mit einem Isolieranstrich über die gesamte Fläche versehen werden um einen weiteren Lignintransport zu verhindern.

Können nass gewordene Gipsplatten noch verarbeitet werden?

Nur wenn die Feuchtigkeitseinwirkung kurz war und die Platten anschließend die Feuchtigkeit wieder abgeben konnten, werden die physikalischen Eigenschaften wieder erreicht. Die Montage darf erst nach dem vollständigen Austrocknen der Platten erfolgen.

Aus welchem Gips werden Gipsfaserplatten gefertigt?

Gipsfaserplatten von Rigips werden aus Naturgips gefertigt. Die Faserverstärkung erfolgt durch Beimengung von Zellulosestoffen. Aber auch sog. REA-Gips aus Rauchgasentschefelungsanlagen von Steinkohlekraftwerken kann völlig unbedenklich eingesetzt werden. Unabhängige Gutachten, die bei Rigips abgefordert werden können belegen, dass dieser Gips ein gesundheitlich völlig unbedenklicher Baustoff ist.

Muss beim Verspachteln von Rigips Brandschutzkonstruktionen ein spezieller Brandschutzspachtel verwendet werden?

Nein. Die gipsgebundenen Fugenfüller und Spachtelmassen entsprechen der Baustoffklasse A1 und werden zum Verspachteln von Brandschutzkonstruktionen eingesetzt.

Wie lässt sich der Schallschutz einer vorhandenen Massivwand verbessern?

Zur Verbesserung des Schallschutzes besteht die Möglichkeit, an die bestehende Massivwand eine freistehende Vorsatzschale oder eine Vorsatzschale auf Justierschwingbügeln mit jeweils mind. 40 mm Mineralwolle Dämmung anzubringen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Verbundplatte RigiTherm 032 oder RigiTherm MF auf Mauerwerk oder Beton mit Ansetzbinder anzusetzen. Die Verbesserung der Luftschalldämmung erfolgt in beiden Fällen in Verbindung mit der flächenbezogenen Masse der vorhandenen Massivwand.

Kann mit "Die Leichte 25 imprägniert" eine F90-Wand montiert werden?

Mit "Die Leichte 25" und "Die Leichte 25 imprägniert" können Wandkonstruktionen nur bis F30 ausgeführt werden. F90 -Konstruktionen sind nicht möglich.

Welchen Einfluss hat es auf die Schallschutzwerte, wenn bei einer Wandbeplankung nicht 2 x 12,5 mm RF, sondern 1 x 25 mm RF pro Wandseite eingesetzt wird?

Bei einer Beplankung mit 1 x 25 mm pro Wandseite verliert die Konstruktion ihre Biegeweichheit. Das hat eine Verschlechterung des Schallschutzes zu Folge.

Kann zum Verspachteln von Ridurit (Glasroc F)-Platten auch Fugenfüller Super Plus eingesetzt werden?

Die Ridurit (Glasroc F)-Platten dürfen aufgrund ihrer höheren Saugfähigkeit nur mit dem speziell darauf abgestimmten Fugenspachtel Ridurit (Glasroc F)- oder VARIO Fugenspachtel mit Glasfaser-Bewehrungsstreifen verspachtelt werden.

Gibt es einen speziellen Fugenspachtel für Feuchträume?

Rigips Fugenspachtel ist auch für Feuchträume, wie Bäder und ähnlich genutzte Räume, geeignet.

Gibt es eine bauaufsichtliche Zulassung für Gipsplatten?

Eine Gipsplatte ist ein geregeltes Bauprodukt für das in der Bauregelliste eine technische Regel in Form der DIN 18180 bzw. DIN EN 520 bekannt gegeben ist. Die Verwendbarkeit des Bauproduktes ergibt sich aus der Übereinstimmung mit der technischen Regel welche mit dem Ü-Zeichen dokumentiert wird.

Kann die im Dachgeschoss notwendige Dampfbremse auch bei doppelten Beplankungen zwischen der ersten und der zweiten Lage angeordnet werden?

Ja. Bezogen auf den Taupunkt der Gesamtkonstruktion besteht kein Unterschied zwischen der Anordnung unter oder zwischen den Platten. Zu bedenken ist jedoch, dass die Luftdichtigkeit der Anschlüsse und Installationen im Falle einer schichtweisen Anordnung sehr viel schwieriger herzustellen ist.

Können die im Prüfzeugnis beschriebenen 25 mm dicken Rigips Feuerschutzplatten auch durch zwei 12,5 mm dicke Platten ersetzt werden?

Nein. Die 25 mm dicken Platten weisen im Brandfall erheblich bessere Eigenschaften auf, wie z. B. Gefügezusammenhalt, Dehnungsverhalten etc.

Wie müssen Türöffnungen bei Rigips Montagewänden ausgebildet werden?

Türöffnungen bis zu einer Breite von 88,5 cm mit einem Türblattgewicht von max. 25 kg können bei einer Wandhöhe von bis zu 2,60 m mit normalen CW-Profilen ausgebildet werden. Wenn die Wandhöhe 2,60 m übersteigt oder schwerere Türblätter verwendet müssen Rigips-Aussteifungsprofile UA verwendet werden.

Wie werden Kabel durch F30 bis F90 Montagewände hindurchgeführt?

Gemäß DIN 4102 dürfen einzelne elektrische Leitungen durch Feuerschutzwände hindurchgeführt werden, wenn der verbleibende Lochquerschnitt mit gipshaltigen Spachtelmassen (z. B. VARIO Fugenfüller) vollständig in Beplankungsstärke verschlossen wird. Mehrere Kabel müssen durch spezielle Abschottungen geführt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer selbständigen Brandschutzdecke und einer Brandschutzdecke in Verbindung mit einer Rohdecke?

Selbständige Brandschutzdecken funktionieren ohne Berücksichtigung der Rohdecke, also von Unterkante Rigips Platte bis Oberkante Abhänger. Brandschutzdecken mit Rohdecken funktionieren von Unterkante Rigips Platte bis zur Oberkante Fußbodenaufbau.

Welche zusätzlichen Dämmstoffe dürfen bei Trockenestrichkonstruktionen unter kaschierten Estrichelementen verwendet werden?

Als zusätzliche Dämmschicht können bei Rigidur H Estrichelementen 40 PS oder 50 PS Polystyrol Hartschaum PS 30 bzw. EPS DEO 150 KPa, oder Extrudierter Hartschaum ≥ 33 kg/m3, mit einer maximalen Stärke von 60 mm, verwendet werden.

Können Rigips Bauplatten nachträglich imprägniert werden und so die Qualität einer GKBI/GKFI erreichen?

Nein. Eine nachträgliche Kernimprägnierung von Bauplatten ist nicht möglich, da sich die "Nachbehandlung" nur auf die Kartonoberfläche auswirkt.

Wie groß dürfen die Fugen zwischen den Gipsplatten bei Wand- oder Deckenbeplankungen sein?

Rigidur Gipsfaserplatten werden mit einem Fugenabstand von ca. 5-7 mm, Gipsplatten dagegen ohne Fugenabstand verarbeitet. Vereinzelt auftretende Abstände von bis zu ca. 10 mm können in der Regel ohne Gefahr einer Rissbildung mit Rigips Spachtelsystemen, z. B. VARIO Fugenfüller, geschlossen werden.

Wie kann eine Brandschutzwand an eine Trapezblech- oder Holzbalkendecke angeschlossen werden? Sind Sickenfüller hierfür ausreichend?

Gemäß DIN 4102-4 Pkt. 1.3 müssen Bauteile an mindestens gleichwertig klassifizierte Bauteile angeschlossen werden. Dem zufolge müssen Decken einschließlich der tragenden und aussteifenden Bauteile selbständig der gleichen Feuerwiderstandsklasse angehören.

Müssen bei doppelt beplankten Konstruktionen die unteren Platten verspachtelt werden?

Gemäß DIN 18181 sind die Fugen der unteren Beplankungslage durch Verspachteln zu verschließen.

Sind bei der Beplankung von Rigipswänden Kreuzfugen zulässig?

Nein. Wenn keine raumhohen Platten verwendet werden können, ist bei den Querfugen ein Versatz von mindestens 40 cm einzuhalten.

Was habe ich zu beachten, wenn ich Gipsplatten entsorgen möchte?

Rigips Platten werden als Bau- und Abbruchabfälle entsorgt; Abfallschlüssel gemäß AVV 170802

Können Rigips Platten nach dem Verspachteln direkt tapeziert oder gestrichen werden?

Nein. Gipsplatten müssen vor der weiteren Beschichtung mit einer Grundierung behandelt werden.

Können Rigips Platten auf vorhandenen Putz geklebt werden?

Putze und Anstriche sind als Untergrund für Trockenputz ungeeignet. Es wird empfohlen als Unterkonstruktion Hut-Deckenprofile anzudübeln und die Rigips Platten mit 25er Schnellbauschrauben zu befestigen.

Mit welchen Klebern können Rigips Platten, z. B. unter Betonunterzügen, geklebt werden?

Das Kleben von Rigips Platten unter Decken und Dachschrägen ist grundsätzlich unzulässig.

Wie groß ist der Schraubabstand bei Wand- und Deckenkonstruktionen?

Bei einfachen Beplankungen beträgt der Schraubabstand bei Wandkonstruktionen 25 cm, bei Deckenkonstruktionen und Dachschrägen 17 cm.