Feuerhemmender Dachausbau mit der Rigips Feuerschutzplatte GKF 12,5 |
Es ist darauf zu achten, daß unterhalb der Dachhaut ein Belüftungszwischenraum von 2 - 3 cm erhalten bleibt.
Bei der Verwendung von unkaschiertem Dämmstoff wird über die gesamte Fläche eine 0,2 mm dicke PE-Folie winddicht als Dampfsperre angeheftet.

2. Anbringen der Dachgeschossprofile
Quer zu den Sparren werden die Dachgeschossprofile in Abständen von 37,5 cm mit Rigips-Spezialschrauben aufgeschraubt. Bei der
Verwendung von Holzlatten sind Sparrenabstand und Lattenquerschnitt zu beachten:
Sparrenabstand |
Lattung |
|---|---|
| bis 70 cm | 48/24 |
| 85 cm | 50/30 |
| 100 cm | 60/40 |

3. Beplankung
Quer zu den Profilen wird die Feuerschutzplatte GKF 12,5 mit 25 mm Rigips-Spezialschrauben befestigt (bei Holzlattung verwendet man 35 mm Schrauben):
Abstand der Schrauben 17 cm. Das Anbringen der Platten erfolgt zunächst an der Kehlbalkendecke und wird an der Dachschräge von
unten nach oben fortgesetzt. Um Kreuzfugen zu vermeiden müssen die Fugen der Querkanten um mindestens einen Profilabstand versetzt
werden.
Hinweis: Kehlbalken ohne Holzverschalung müssen doppelt (2 x 12,5 mm) beplankt werden.

Bei doppelter Beplankung (2 x 12,5 mm) vergrößert sich der Abstand der Unterkonstruktion (Profile oder Holzlatten) auf max. 50 cm. Die Dämmstoffdicke ist dann brandschutztechnisch beliebig. Bei Dachschrägen/Kehlbalkendecken mit oberseitiger Holzverschalung kann der Abstand der Traglatten/Profile bei einfacher Beplankung auf 40 cm vergrößert werden. Die Holzverschalung erfolgt mit: Spanplatten 600 kg/m3; Dicke > 19 mm oder gespundeten Brettern Dicke > 21 mm.
Konventioneller Dachausbau mit Rigicell 12 |
Sie ist aufgrund ihres handlichen Formats von 100 x 150 cm und ihres geringen Gewichts auch an engen, unzugänglicheren Stellen noch gut zu transportieren. Die grundierte Oberfläche ist sofort streich- und tapezierfähig.
Auch mit der Rigicell 12 sind Brandschutzkonstruktionen möglich.
1. Einbringen der Dämmung
Zuerst wird der Dämmstoff (z.B. alukaschierte Mineralwolle) zwischen den Sparren eingebracht. Die Dämmstoffdicke muß mindestens
100 mm betragen. Zu empfehlen ist jedoch eine Dämmstoffdicke von 140 mm.
Die Dimensionierung und Art des optimalen Dämmstoffs muß jedoch individuell auf jedes Haus und auf die Vorschriften der geltenden Energie Einspar Verordnung (ENEV) abgestimmt werden. Sollen sie der 3. Wärmeschutzverordnung entsprechen, muß der rechnerische Nachweis durch ein Planungsbüro erfolgen.
Es ist darauf zu achten, daß unterhalb der Dachhaut ein Belüftungszwischenraum von 2 - 3 cm erhalten bleibt. Bei der Verwendung von unkaschiertem Dämmstoff wird Über die gesamte Fläche eine 0,2 mm dicke PE-Folie fugendicht als Dampfsperre angeheftet.

2. Anbringen der Dachgeschossprofile
Quer zu den Sparren werden die Dachgeschossprofile in Abständen von 50 cm mit Rigips-Spezialschrauben aufgeschraubt. Bei der
Verwendung von Holzlatten sind Sparrenabstand und Lattenquerschnitt zu beachten:
Sparrenabstand | Lattung |
|---|---|
| bis 85 cm | 50/30 |
| 100 cm | 60/40 |

3. Beplankung
Quer zu den Profilen werden die Rigicell-Platten mit 25 mm Rigips-Spezialschrauben befestigt (bei Holzlattung verwendet man 35 mm
Schrauben): Abstand der Schrauben 25 cm (bei Brandschutzanforderungen und an Kehlbalken 17 cm).

Das Anbringen der Platten erfolgt zunächst an der Kehlbalkendecke und wird an der Dachschräge von unten nach oben fortgesetzt. Um Kreuzfugen zu vermeiden, müssen die Fugen der Querkanten um mindestens einen Profilabstand versetzt werden.

Bei Brandschutzkonstruktionen der Klasse F 30 sind folgende Hinweise zu beachten:
Selbständige Brandschutz-Unterdecke mit der Gipskartonfeuerschutzplatte GKF 12,5 |
max. Achsabstand |
Traglatten |
|---|---|
| 60 cm | 48/24 |
| 75 cm | 50/30 |
| 85 cm | 60/40 |
Die Beplankung der Unterkonstruktion mit der Rigips Feuerschutzplatte GKF 12,5 erfolgt zweilagig in Querverlegung, der Achsabstand der Traglattung beträgt max. 500 mm (L). Die Beplankung der zweiten Lage erfolgt ebenfalls in Querverlegung. Um zu vermeiden, daß Längs- bzw. Querfugen übereinanderliegen, wird ein Versatz von einer halben Plattenbreite bzw. -länge vorgenommen.
Abschließend werden alle Fugen, Anschlüsse und Schraubköpfe verspachtelt.

Brandschutz bei Holzbalkendecke mit der Feuerschutzplatte GKF 12,5 |
Achtung: Um die Feuerwiderstandsklasse F 30 zu erreichen, müssen die Holzbalken von oben mit Spanplatten > 16 mm oder mit gespundeten Brettern > 21 mm beplankt werden.

Individuelle Raumaufteilung mit der „Weißen” |

2. Rahmenprofile
Die Rahmenprofile werden mit einseitig klebender Rigips-Anschlussdichtung versehen und an Boden und Decke mit Schlagdübeln o.ä.
im Abstand von 100 cm befestigt. An den flankierenden Wänden erfolgt der Anschluß mit Ständerprofilen. Diese Anschlußprofile
sind aus Schallschutzgründen ebenfalls dicht an den angrenzenden Wänden mit o.g. Anschlußdichtung anzuschließen.

3. Ständerprofile
Die Ständerprofile müssen mind. 1,5 cm in das Rahmenprofil eingreifen. Zunächst wird das Ständerprofil in das untere und dann in
das obere Rahmenprofil eingedreht. Dann werden die Ständer auf einen Achsabstand von 60 cm ausgerichtet. Die Ständerprofile
sollen mit der offenen Seite in Montagerichtung stehen, damit die Verschraubung der Beplankung an der stabileren Stegseite
beginnen kann.

4. Beplankung 1. Wandseite
Zur Beplankung der 1. Wandseite werden die Platten (empfohlen: Rigips die „Weiße”) mit Rigips-Spezialschrauben unter Verwendung
eines Bauschraubers im Abstand von 25 cm an den Ständerprofilen befestigt.

Für Elektroleitungen etc. sind in den Ständerprofilen H-förmige
Ausstanzungen vorgesehen, die zur Durchführung aufgebogen
werden.
5. Hohlraumdämmung
Nach dem Beplanken der 1. Wandseite und der Verlegung der erforderlichen Elektro- und Sanitärinstallationen im Wandhohlraum wird
eine Hohlraumdämmung aus Mineralwolle eingebracht. Der gesamte Wandhohlraum ist vollflächig zu Dämmen (Mindestdicke der
Mineralwolle 40 mm) und der Dämmstoff gegen Abrutschen zu sichern.

6. Beplankung 2. Wandseite
Durch die Beplankung der 2. Wandseite und die anschließende Verspachtelung der Plattenfugen, Anschlüsse und Schraubköpfe erhält
die Trennwand ihre endgültige Stabilität.
(Bei Beplankung mit der "Roten" wird die Feuerwiderstandsklasse F30-A erreicht)
Einsatz und Vorteile von Metallprofilen |
Von Trockenbauprofis schon seit Jahren genutzt, bieten sie auch dem Heimwerker die Möglichkeit, schnell und einfach eine Trennwand zu errichten.
Plus-Punkte für Metallprofile
Folgende subjektive Wirkungen werden bei einfacher Beplankung mit einer 12,5 mm dicken Gipslatte erreicht:
Standprofile Breite in mm |
Mineralwolle Dicke in mm |
entspricht |
subjektive Wirkung im benachbarten Raum |
|---|---|---|---|
| 50 | 40 | 11,5* | normales Sprechen hörbar, aber unverständlich |
| 60 | 40 | 11,5** | normales Sprechen nicht hörbar |
| 75 | 60 | 17,5* | lautes Sprechen hörbar, aber kaum verständlich |
| 100 | 80 | 24,0* | lautes Sprechen schwach hörbar, aber nicht zu verstehen |
Mit Rigips Metallprofilen sind folgende Wandhöhen möglich:
Standprofile Breite in mm |
Beplankung mit 12,5 mm BS-Gipsplatte |
Wanddicke |
maximale Wandhöhe |
|---|---|---|---|
| 50 | einfach doppelt | 75 100 |
3000 4000 |
| 60 | einfach doppelt | 85 110 |
3500 4500 |
| 75 | einfach doppelt | 100 125 |
4500 5500 |
| 100 | einfach doppelt | 125 150 |
5000 6000 |
Einbau von Türzargen |
Türzargen lassen sich in Rigips Trennwände problemlos einbauen. Entscheidend für die Befestigungstechnik
sind die durch das Türgewicht entstehenden Anforderungen. Dabei sind folgende Faktoren zugrunde zu legen:Sofern diese Punkte in allen Teilen zutreffen, kann der Zargeneinbau erfolgen.
Zur Verstärkung des Türständers wird ein Rahmenprofil über das Standprofil geschoben und mit Blindnieten oder Schrauben fixiert. Diese Türständerprofile werden mit den Bodenanschlussprofilen durch z. B. Blindnieten verbunden. Die Bodenanschlussprofile müssen links und rechts der Türöffnung mit je 2 Dübeln am Boden befestigt werden. Der entstehende Hohlraum ist mit Mineralwolle zu verhüllen.
Als Türsturz dient ein Rahmenprofil, dessen Rücken eingeschnitten und dann auf den Türständer geschoben wird. Fixiert wird
anschließend ebenfalls mit Blindnieten.
Plattenfugen sollten mindestens um 20 cm vom Türständer und Sturzprofil entfernt verlaufen. Dazu werden in das Türsturzprofil 2
Ständerprofile eingestellt, die den Fugenversatz der beiden Wandseiten gewährleisten.
In den Stegen der Standprofile sind H-förmige Ausstanzungen vorgesehen, die für Installationsdurchführungen wie Kabel etc.
aufgebogen werden.
Wandtrockenputz |
Dieses Verfahren bezeichnet man als Trockenputz. Auf der Rückseite der Rigips-Ausbauplatten wird der angemachte Ansetzbinder batzenförmig aufgetragen. Die Platten werden ohne Fugenabstand dicht gestoßen. Plattenfugen sind im Versatz anzuordnen (keine Kreuzfugen).

Am Fußboden soll eine ca. 10 mm sowie an der Decke eine 5 mm breite Fuge bleiben, die zum schnelleren Austrocknen des Ansetzbinders dient. Zur Einhaltung des Abstandes zwischen Fußboden und Platte können kleine Holzleisten oder Plattenreste eingesetzt werden.

Nach dem Anbringen aller Platten werden sämtliche Fugen mit Rigips Fugenspachtel verspachtelt.
Wandtrockenputz als Wärmedämmung
Mit der Rigitherm-Verbundplatte (12,5 mm und 9,5 mm Platten + 20 mm Hartschaumdämmschicht) wird die Wärmedämmung von Außenwänden
verbessert. Bei zusätzlichen Dämmaßnahmen empfiehlt es sich, die entsprechende Dämmstoffdicke durch ein Planungsbüro berechnen zu
lassen. Die Verlegung erfolgt auf Mauerwerk wie beim Wandtrockenputz.
Vorsatzschalen |
Die 50/30 mm Holzlatten werden zunächst mit Dübeln und Schrauben (Dübelabstand max. 100 cm) am Mauerwerk lot- und fluchtgerecht angebracht.
Ständerabstand | |
|---|---|
| UniBoard + Multiboard | 45 cm |
| Rigicell 10 + 12 | 50 cm |
| „Die Weiße” | 60cm |
| „Die Grüne” | 60 cm |
Befestigungsabstand |
|
|---|---|
| Uniboard + MultiBoard | 20 cm |
| Rigicell 10 + 12 | 25 cm |
| „Die Weiße” | 20cm |
| „Die Grüne” | 20 cm |

Freistehende Vorsatzschale
Freistehende Vorsatzschalen werden Überall dort eingesetzt, wo unebenes Mauerwerk auszugleichen ist sowie Installationen verdeckt
im Wandhohlraum geführt werden sollen oder Wärmeschutz erreicht werden soll.
Soll eine Verbesserung der Wärme- und/oder Schalldämmung erreicht werden, wird Mineralwolle im Wandhohlraum eingelegt. Bei der Dämmung von Außenwänden ist Über Lattung und Dämmstoff eine ca. 0,2 mm dicke PE-Folie als Dampfsperre zu befestigen.
Ständerabstand |
|
|---|---|
| Uniboard + MultiBoard | 45 cm |
| Rigicell 10 + 12 | 50 cm |
| „Die Weiße” | 60cm |
| „Die Grüne” | 60 cm |
System Grün |
Das Produktprogramm „System Grün” von Rigips umfasst:
Rigips-Platten-Typ |
Breite in mm |
Länge in mm |
Dicke in mm |
|---|---|---|---|
| 1-Mann-Feuchtraumplatte „Die Grüne” 12,5 | 600 | 2.000 | 12,5 |
| 1-Mann-Feuchtraumplatte „Die Grüne” 12,5 | 600 | 2.600 | 12,5 |
| Multiboard 12,5 | 900 | 1.250 | 12,5 |
| Multiboard Verbundplatte 33 | 900 | 1.250 | 12,5 + 20 PS |
| Bauplatte imprägniert RBI 12,5 | 1.250 | 2.000 | 12,5 |
| Bauplatte imprägniert RBI 12,5 | 1.250 | 2.500 | 12,5 |
Rigips Flüssig-Dichtfolie ist eine gebrauchsfertige, flexible Flüssig-Dichtfolie, die zum Abdichten von Boden und Wand bzw. als
Verbundabdichtung unter keramischen Belägen in Feuchtraumbereichen im häuslichen Innenbereich dient. Aufgrund des breiten
Haftspektrums auf vielen Untergründen eignet sich die Rigips Flüssig-Dichtfolie auch sehr gut für Sanierungsarbeiten. Das
Material lässt sich einfach mit dem Glätter, Pinsel, Quast oder einer Lammfellrolle aufragen.
Rigips Dichtband besteht aus einem vlieskaschierten TPE Material mit einem Polyester-Trägergewebe und dient zur flexiblen
Abdichtung im Bereich von Materialübergängen im Untergrund und in Ecken, Dehn-, Stoß- und Bewegungsfugen. Das flexible Rigips
Dichtband wird in die aufgetragene, noch frische Rigips Flüssig-Dichtfolie eingebettet. Eckausbildungen können einfach mit den
leicht selbst zu erstellenden Innen- und Außenecken ausgeführt werden.
Zur Abdichtung von Sanitäranschlüssen für Rohrdurchmesser bis 27 mm (1/2 Zoll) sind die speziellen Rigips Dichtmanschetten
einzusetzen. Hierzu wird die Rigips Dichtmanschette über das Rohr geführt und in die aufgetragene, noch frische Rigips
Flüssig-Dichtfolie eingebettet.
Profi Tipps zum „Ausbau von Feuchträumen mit Rigips“ (
PDF, 756 KB)
Produkt-Flyer (
PDF, 756 KB)
Küchen und Bäder mit der „Grünen” |
Für den Ausbau oder die Neugestaltung von Räumen mit hoher Feuchtigkeitsbelastung wie z. B. Bäder oder
Küchen eignet sich in idealer Weise „Die Grüne” (GKBI) von Rigips. Bei zusätzlicher Brandschutzanforderung die Multiboard (GKFI) von Rigips.
Sie hat einen imprägnierten Gipskern und einen speziell behandelten Karton, so dass auftretende Feuchtigkeit nur schwer
eindringen kann.
Sanitär-Objekte
Zum Anbringen von Tragständern für Waschtische oder WC-Becken eignen sich Doppelständerwände, die problemlos Spülkästen und
Abflussrohre im Wandhohlraum aufnehmen (Montage siehe Trennwand). Grundsätzlich sollte man bei diesen Installationswänden eine
zweilagige Beplankung vornehmen. Bei einem Profilabstand von 50 cm werden die Platten in Querverlegung angebracht. Zur Erhöhung
der Wandsteifigkeit sind die Ständerprofile miteinander zu verbinden. Rohrbefestigungen sind durch Zwischenlage von Gummi- oder
Filzstreifen von der Wandunterkonstruktion zu trennen, um Fließgeräusche zu vermeiden.
Für das Anbringen von kleineren Handwaschbecken oder Hängeschränken eignet sich die universell verstellbare Rigips Montageplatte.

Wannenanschluss
Zur Körperschalldämmung wird zwischen Wannenrand und durchgehender zweiter Beplankung ein Filzstreifen eingelegt. Die
verbleibende Fuge wird später mit dauerelastischem fungiziden Fugenkitt ausgespritzt.
Installationsdurchlässe
Installationsdurchlässe, z. B. für Wasserrohre, ca. 10 mm größer ausschneiden. Schnittkanten der Rigips-Platten grundieren.
Durchlässe sowie sämtliche Anschlüsse und Ecken sind mit dauerelastischem fungiziden Fugenkitt zu verschließen. Werden
Durchlässe mit speziellen Installationsteilen (z. B. Viega-Wanddurchführungen mit schalldämmender Gummidichtung) befestigt, sind
zusätzliche Maßnahmen nicht erforderlich.

An die universell verstellbare Rigips-Installationsplatte können Armaturen in gleicher Weise montiert und Abflussrohre durch entsprechende Schellen befestigt werden.
Universal Montageplatten |
Die Vorteile
1. Zur Befestigung der teleskopartig verstellbaren Rigips Montageplatte an den Rigips Standprofilen werden die
vorgestanzten Ecklaschen hochgebogen.
2. Standprofile links und rechts so in das Rahmenprofil einstellen, dass die geöffneten Seiten nach außen zeigen. (Bei
Verwendung von 60 cm breiten Rigips Platten beträgt die max. lichte Weite zwischen den Profilen 55 cm). Rigips Montageplatten
zwischen die Standprofile positionieren und auf erforderliche Breite ausziehen. Anschießend mit beiliegenden Blechschrauben
fixieren (siehe Zeichnung).
3. Bei der Befestigung der Rigips-Platten auf den Standprofilen müssen im Bereich der Montageplatte mind. zwei
Verschraubungen pro Seite mit Rigips Spezialschrauben erfolgen. Am besten wird dazu die Position der verdeckten Montageplatte
auf der Oberfläche der Rigips-Platte markiert. Anschließend den gewünschten Gegenstand (Spiegelschrank, Regal, Lampe etc.) mit
selbstschneidenden Schrauben befestigen.
4. Für schwere Gegenstände wie Handwaschbecken, Hängeschränke etc. muss die Montageplatte verstärkt werden. Hierfür
eignet sich eine 19 mm dicke und 20 cm breite Span- oder Tischlerplatte, die einfach in die Montageplatte eingeschoben wird.
Zur Befestigung des aufzuhängenden Gegenstandes wird die genaue Position auf der Rigips-Platte angezeichnet. Die
Befestigungspunkte sollten im oberen Drittel der Montageplatte liegen und vorgebohrt werden. Der Bohrdurchmesser ist nach den
benötigten Schlüssel- oder Stockschrauben festzulegen.
Lastabstand (a) in mm | Zulässige Last (F)* in kg |
|---|---|
| 400 | 75 |
| 300 | 100 |
| 200 | 120 |
| 100 | 140 |
Universal Installationsplatte |
Die Vorteile
1. Zur Befestigung der teleskopartig verstellbaren Installationsplatte diese zwischen die Standprofile positionieren und
auf die gewünschte Breite ausziehen.
2. Anschließend mit beiliegenden Blechschrauben fixieren (siehe Zeichnung). Dazu die Rigips-Standprofile links und rechts
so in das Rahmenprofil einstellen, dass die geöffneten Seiten nach außen zeigen. (Bei Verwendung von 60 cm breiten Rigips-Platten
beträgt die max. lichte Weite zwischen den Profilen 55 cm).
3. Wandscheiben oder Eckventile an der gewünschten Position auf der Installationsplatte befestigen und auf der
Rigips-Platte die entsprechende Öffnung aussparen. Anschließend die Rigips-Platte auf den Standprofilen befestigen. Dabei darauf
achten, dass im Bereich der Installationsplatte mindestens eine Verschraubung pro Seite mit Rigips-Spezialschrauben erfolgt. Es
ist hilfreich, dazu die Position der verdeckten Installationsplatte auf der Oberfläche der Rigips-Platte zu markieren.
Wichtig
Abflussrohr-Durchmesser auf den Wandhohlraum abstimmen, z. B. Standprofil CW 60/Abflussrohr DN 40.
Bei quer in der Wand verlaufenden Rohren sollte eine Doppelständerwand gestellt werden.
Grundlagen |
Bei der Verarbeitung von Rigips-Platten, sei es beim Ausbau eines Dachgeschosses oder beim Errichten einer
Trennwand, entstehen an den Plattenstößen zwangsläufig Fugen. Beim Trockenbau-Handwerker gilt die ordnungsgemäße Verspachtelung
dieser Fugen als krönender Abschluss und Handschrift seiner Arbeit.Aber auch der Selbermacher sollte darauf achten, dass die Fugen richtig verspachtelt sind, denn falsch ausgeführte Spachtelarbeiten können bei den Folgearbeiten wie Tapeten, Anstrichen oder Putzen zu Schäden in Form von Rissen führen und die optische Qualität der geleisteten Arbeit negativ beeinflussen.
Wichtigster Grundsatz sollte daher sein:
Die Verspachtelung der Fugen sollte nur mit den dafür vorgesehenen Fugenspachteln von Rigips durchgeführt werden. Niemals
Ansetzbinder, Haftputz oder andere Materialien verwenden, denn nur entsprechend abgestimmte Fugenspachtel garantieren eine
rissfreie und dauerhaft glatte Verbindung der verarbeiteten Gipsplatten.
Auswahl des geeigneten Fugenspachtels |
Für jeden Plattentyp der richtige Fugenspachtel
Rigips Produkte |
„Die Weiße” |
„Die Grüne” |
Rigicell-Platten |
|---|---|---|---|
| Unifüll | X | X | |
| Vario Fugenspachtel* | X | X | X |
Die Kanten der Rigips-Platten sind so ausgebildet, dass sie mit dem entsprechenden Fugenspachtel ohne einen Bewehrungsstreifen verspachtelt werden können und trotzdem die geforderte Fugensicherheit erreichen. Alle Rigips-Platten werden auf Stoß verlegt.
Mischungsverhältnisse und Verarbeitungszeiten |
Produkt |
Fugenspachtelmenge |
Wassermenge |
Verarbeitungszeit |
|---|---|---|---|
| Unifüll | 5 kg | 4,5 l | 30 Minuten |
| Vario Fugenspachtel | 5 kg | 2,5 l | 40 Minuten |
Arbeitsschritt 1 - Anrühren |
Das Einstreuen des Trockenmaterials in das Wasser erfolgt solange locker per Hand oder aus dem
Beutel, bis sich auf der Oberfläche kleine Pulverinseln bilden. Hierdurch wird die Entstehung von Klumpen vermieden und die
richtige Konsistenz erreicht.
Wichtig: Erst nach ca. 3 Minuten Sumpfzeit, in der sich Wasser und Gips verbinden, wird die
Spachtelmasse per Hand zu einer klumpenfreien Masse angerührt und ist dann gebrauchsfähig. Zu steif angesetzte Masse kann
mit Wasser verdünnt werden. Nachstreuen kann zu Klumpenbildung führen!
Wichtig: Bereits versteifendes Material darf nicht mehr verwendet oder durch Wasserzugabe „verlängert" werden. Durch
nicht zulässiges „Verlängern” besteht die Gefahr von Fugennässe.
Tipp: Die Konsistenz des angerührten Fugenspachtels sollte so sein, dass das Material bei
umgedrehter Kelle nicht abrutscht (für die Vorspachtelung etwas steifer anrühren).
Arbeitsschritt 2 - Vorspachteln |
Um eine vollständige Verfüllung der Fuge zu gewährleisten, wird der Fugenspachtel mit der Glättekelle unter leichtem Druck in die Fuge eingebracht.
Anschließend wird die Spachtelmasse in möglichst langen Zügen von oben nach unten oder umgekehrt glatt
abgezogen. Hierdurch werden unnötige Spachtelansätze bzw. Spachtelgrate vermieden.
Um eine bessere Aufnahme des Fugenspachtels zu gewährleisten, sind die nicht kartonummantelten Querkanten der Rigips-Platten
bereits werkseitig angefast.
Offene Schnittkanten die beim Einpassen der Rigips-Platten entstehen, müssen daher vor der Verspachtelung
mit einem Klingenmesser oder dem Vario Kantenhobel ebenfalls angefast werden.
Tipps:
Arbeitsschritt 3 - Nachspachteln |
Um eine übergangslose, glatte Fläche zu erhalten, sollten vor Beginn der Nachspachtelung evtl. vorhandene Spachtelgrate abgestoßen werden.
Zum Nachspachteln werden die gleichen Fugenspachtel eingesetzt wie für die Vorspachtelung Sie können in einer etwas dünneren
Konsistenz angerührt werden um das sog. Ausziehen zu erleichtern.
Der Fugenspachtel wird dann ebenfalls in möglichst langen gleichmäßigen Zügen mit der Glättekelle auf die vorgespachtelte Fuge aufgetragen.
Die Spachtelfläche sollte zu einem planebenen Übergang mit der Platte ausgezogen werden.
Nach dem vollständigen Aushärten der Nachverspachtelung können evtl. entstandene Unebenheiten oder
Grate geschliffen werden, um eine planebene Oberfläche zu erhalten.
Hinweise:
Verspachtelung von Innen- und Außenecken. |
Eckanschlüsse Längskante an Längskante (kartonummantelt)
Bei Inneneckanschlüssen werden die Längskanten der Rigips-Platten ohne Fugenabstand fest aneinander (stumpf) gestoßen und dann
verspachtelt.

Eckanschlüsse bei geschnittenen Kanten
Hier werden die Platten-Kanten nicht angefast, sondern mit einem Fugenabstand von ca. 5 mm verlegt. Diese Fuge wird anschließend
mit Fugenspachtel ausgedrückt und glattgezogen.

Eckanschlüsse an Mauerwerk, Putz, Beton etc.
Beim Anschluss einer Gipsplatte an Putz oder Beton sollte zwischen Plattenkante und Wand ein selbstklebendes Malerband (Kreppband)
geklebt werden, das für eine Trennung der unterschiedlichen Materialien sorgt. Der sichtbare Teil des Klebestreifens wird nach
der Verspachtelung entfernt.

Wand-Außenecken mit Kantenschutzprofil
Bei stärker beanspruchten vorspringenden Wandecken wird zweckmäßigerweise ein Kantenschutzprofil eingespachtelt.

Verarbeitungsgrundregeln |
Werkzeuge und Hilfsmittel |
Zum Vor- und Nachspachteln:
rostfreie Glättekelle mit nicht zu dünnem Griff, Japanspachtel
Zum Schleifen:
Schleifgitter
Für die Kanten:
Klingenmesser oder Vario Kantenhobel
Für die Plattenausschnitte:
Stichling, Dosenfräse
Oberflächenbehandlungen |
Die werkseitig grundierte Oberfläche von Rigicell 12 ist sofort streich- oder tapezierfertig. Die „Weiße”, die „Grüne” und die „Rote” sollten mit Rigips-Sicherheitsgrundierung behandelt werden.
Verspachtelte Fugen und sonstige Spachtelstellen sollten grundsätzlich grundiert werden. Spätere Tapetenwechsel gehen dann problemlos vonstatten.
Fliesen lassen sich auf der planebenen Oberfläche mit handelsüblichen Dünnbettklebern aufkleben, wobei die Vorschriften der Kleberhersteller zu beachten sind.
Bei stark wasserbeaufschlagten Flächen, wie Dusche oder Wanne, empfiehlt sich ein feuchtigkeitssperrender Dichtkleber.
Glattschmirgeln der Fuge |
Streichen |
Tapezieren |
Fliesen |
Nägel |
Nagel |
Dübel |
Hohlraumdübel |
Mauerwerkdübel |
Dübel |
Zur Lastenbefestigung an Rigips-Trennwänden oder freistehenden Vorsatzschalen (Hohlraumkonstruktionen) können handelsübliche Kunststoff-Spreizdübel eingesetzt werden. Die zulässige Traglast wird insbesondere durch die Tiefe der Wandlast (z. B. Schranktiefe) sowie die Dicke der Wandbekleidung bestimmt.
Zulässige Wandlasten für 12,5 mm Platten. Für Lastenbefestigung mit Spreizdübeln oder Rigips-Dübeln Typ 10/20:
Tiefe der Konsollast in cm |
Empfohlene Last pro Dübel* |
pro m Wand |
|
|---|---|---|---|
Typ 10 |
Typ 20 |
||
| 10 | 25 kg | 50 kg | 70 kg |
| 20 | 20 kg | 35 kg | 55 kg |
| 30 | 15 kg | 35 kg | 40 kg |
Tiefe der Wandlast in cm |
Zulässige Traglast Hohlwanddübel pro Dübel* |
pro m Wand |
|---|---|---|
| 10 | 55 kg (40) | 75 kg |
| 20 | 45 kg (30) | 70 kg |
| 30 | 35 kg (25) | 60 kg |
| 40 | 30 kg (20) | 55 kg |



