Verarbeitung von Gipsplatten
Mit dem Rigips Spezial-
Messer wird zunächst der Ansichtskarton eingeschnitten und der Gipskern über einer Kante gebrochen. Danach wird der Rückseitenkarton durchgeschnitten. Für die Weiterverarbeitung sollten die Schnittkanten angefast werden.
Anreißen
Umknicken
Durchtrennen
Kanten glätten
Exakte Zuschnitte werden mit einem feinzahnigen Fuchsschwanz oder einer Stichsäge vorgenommen. Installationsaussparungen genau einmessen und mit dem Hohlwandfräser oder einem Stichling aussägen.
mit Fuchsschwanz
mit Stichling

Die Verschraubung erfolgt mit einem Schnellbauschrauber oder einer Bohrmaschine mit aufgesetztem Schraubkopf. Die rostfreien Rigips-
Spezialschrauben, mit Trompetenkopf für einen guten und dauerhaften Halt, lassen sich ohne vorbohren leicht in den Rigips-Profilen oder Holzständerwänden verschrauben.
Be- und Verarbeitung von Rigidur Gipsfaserplatten
Unterkonstruktion | Rigidur Schnellbauschrauben 3,9 x 30 mm | Klammern*: Länge > 30 mm für Rigidur 10 Länge > 35 mm für Rigidur 12,5 |
Wand | Decke/Dach | Wand | Decke/Dach |
| | Abstand in mm | Abstand in mm | Abstand in mm | Abstand in mm |
Holz Rigidur 10 Rigidur 12,5 | 250 250 | 150 200 | 200 200 | 150 200 |
Metall Rigidur 10 Rigidur 12,5 | 250 250 | 150 200 | --- --- | --- --- |
* Klammerabmessung: Drahtdurchmesser > 1,5 mm, Rückenbreite > 10 mm. Ausführung; verzinkt und geharzt.
Für Metallunterkonstruktionen müssen Rigidur Schnellbauschrauben verwendet werden. Sie können mit einem Bauschrauber ohne Vorbohren eingeschraubt werden. Für Holzunterkonstruktionen sind darüber hinaus auch Klammern zulässig. Der Abstand der Befestigungsmittel von den Plattenkanten muss > 10 mm betragen. Die Befestigungsabstände sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Abstände der Unterkonstruktionen sind von der Konstruktionsart abhängig.
Anwendung | max. Achsabstände der Unterkonstruktion |
Rigidur 10 | Rigidur 12,5 |
| Trennwände, Wandbekleidungen, Vorsatzschalen | 500 mm | 500 mm* |
| abgehängte Decken, Deckenbekleidungen | 375 mm | 500 mm |
| Dachschrägenbekleidungen 0° - 50° Neigung | 375 mm | 500 mm |
* auch 625 mm sind möglich

Die Platte wird mit einem Klingenmesser an der gewünschten Schnittstelle eingeritzt und über einer Kante gebrochen. Besonders saubere Zuschnitte werden mit einem feinzahnigen Fuchsschwanz, einer Handkreis-
oder Stichsäge hergestellt.
Werden die Plattenkanten als Sichtkanten oder als Außenecken verwendet, so empfiehlt sich das Glatthobeln. Ansonsten ist dies nicht notwendig, die Verfugung ist problemlos möglich.
Die Rigidur-Platten, die durch eine werkseitige Folienverpackung gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung geschützt sind, sollten auf einer ebenen Unterlage flach und trocken gelagert werden. Eine feucht gewordene Rigidur Gipsfaserplatte darf erst nach Austrocknung weiter verarbeitet werden. Auf der Baustelle sind Rigidur-Platten hochkant zu transportieren.

Winkelförmige Ausklinkungen werden auf einer Seite eingesägt und auf der anderen geritzt und erst dann gebrochen. U-
förmige Ausklinkungen werden vor dem Brechen auf zwei Seiten eingesägt und auf einer eingeritzt.
Es ist eine Fugenbreite an den Längs- und Querkanten von ca. 5 mm einzuhalten. Die Rigidur Platten müssen jeweils mindestens 15 mm auf der Unterkonstruktion aufliegen.

Vor Beginn der Verspachtelung müssen die ca. 5 mm breiten Fugen staubfrei und die Platten frei von hoher Baufeuchte sein. Die Fugen und Befestigungspunkte werden dann ohne Bewehrungsstreifen mit Rigidur Fugenspachtel ausgedrückt. Nach Aushärtung und vor der Nachspachtelung werden Unebenheiten mit Schleifpapier beseitigt. Der Fugenbereich muss staubfrei sein. Bei Verspachtelungen der Anschlüsse von Rigidur Konstruktionen an andere Materialien sollten die unterschiedlichen Baustoffe grundsätzlich voneinander getrennt werden (z. B. mit Malerband).