- Die Oberfläche der verputzten Wand/Decke ist nicht so glatt geworden, wie es für eine weitere, hochwertige Beschichtung erforderlich wäre. Was kann man tun?
Grate und Unebenheiten müssen mit einem Handschleifer entfernt, die Putzoberfläche anschließend von Staub befreit werden. Danach wird die Fläche vollständig mit dem VARIO Fugenspachtel oder Rifino Top abgespachtelt. Nach dem Austrocknen des Haftspachtels kann die Fläche bei Bedarf nochmals geschliffen werden.
- Können Rigips-Putzprodukte auch in häuslichen Feuchträumen verwendet werden?
Gemäß DIN V 18550:2005-04 7.5.2 sind Putzsysteme mit Mörteln nach DIN 1168 Teil 1 oder zukünftig nach DIN EN 13279-1 für häusliche Küchen und Bäder geeignet.
- Vor Beginn der Fliesenarbeiten wurde festgestellt, dass die Wände nicht ausreichend lot- und fluchtrecht verputzt worden sind. Welches Material eignet sich zum Ausgleichen von Unebenheiten?
Gipsgebundene Ausgleichsschichten sind als Untergrund für keramische Belege nicht zulässig. Es wird daher empfohlen, als Ausgleichsmasse den gleichen Kleber zu verwenden, mit dem auch die Fliesen geklebt werden.
- Können Rigips Gipsputze auch zweilagig verarbeitet werden?
Rigips Gipsputze eignen sich nur zur einlagigen Verarbeitung. Sollte der Putz ausnahmsweise zweilagig aufgetragen werden, muss die erste Lage in noch frischem Zustand schwalbenschwanzförmig aufgerauht werden. Der zweite Putzauftrag darf erst erfolgen, wenn die erste Lage vollkommen ausgetrocknet ist.
- Was sind die Hauptbestandteile der Gipsputze von Rigips?
Die Hauptbestandteile sind: Stuckgips, gelöschter Kalk, Sande, Methylcellulose, Fruchtsäuren, Netzmittel (seifenartige Stoffe) und modifizierte pflanzliche Stärke.
- Was kann passieren, wenn der Gipsputz vor dem Tapezieren nicht grundiert wird?
Als mögliche Folge könnte der Tapetenkleister auf der Putzoberfläche zu schnell trocknen, wodurch die Haftung der Tapeten nicht mehr gewährleistet würde. Bei Rauhfasertapeten könnten sich beim Streichen die Nähte lösen.
- Was muss beim Untergrund Beton beachtet werden?
Der Feuchtegehalt des Betonkerns muss kleiner 3-
Gewichts % betragen.
Prüfung, Beurteilung und Vorbehandlung von Beton
Der Putzgrund muss vor dem Verputzen mit folgenden Verfahren auf seine Eigenschaften hin untersucht werden. Die Ergebnisse sind zu protokollieren. Je nach Ergebnis muss der Putzgrund mit den beschriebenen Maßnahmen vorbereitet werden:
Prüfung auf | Verfahren | Erkennungsmerkmal | Maßnahmen |
| Anhaftende Fremdstoffe, z.B. Mörtelreste, Staub, Ruß etc. | Augenschein
Wischprobe | Erkennbare Erhebungen, Verfärbungen
Staub bleibt an der Hand haften | Abfegen, abwischen oder abwaschen |
| Zu hohe Betonfeuchte | Wischprobe
Augenschein
Benetzungsprobe | Nässe der Fläche
Dunkle Farbe
Kein oder später Farbumschlag, hell-/dunkelgrau, Wasser perlt ab | Weitere Trocknung abwarten |
| Lockere und mürbe Teile an der Betonfläche | Augenschein
Kratzprobe | Erkennbare Erhebungen, Risse, u.ä.
Abblättern, Abplatzen | Mit Stahlbesen kräftig abbürsten bzw. wundkratzen oder mit Stoßscharre abstoßen, evtl. Sandstrahlen; Rikombi Kontakt als Haftbrücke auftragen |
| Anhängendes Kondenswasser | Augenschein
Wischprobe | Nässe der Fläche | Trocknung abwarten |
| Rest von Schalungstrennmitteln | Benetzungsprobe
UV-Lampe | Kein oder später Farbumschlag, hell-/dunkelgrau, Wasser perlt ab
Fluoreszierende Flächen | Mit Wasser unter Zusatz von P3-Lösung mit Bürste reinigen. Nachwaschen mit reinem Wasser. Nach ausreichender Trocknung Rikombi Kontakt auftragen |
| Dichte und fest haftende Sinterhaut | Kratz- und Benetzungsprobe | Kein oder später Farbumschlag, hell-/dunkelgrau, in Kratzzone stärkere Saugfähigkeit und Dunkelfärbung | Aufrauhen, Wundkratzen, evtl. Sandstrahlen; Rikombi Kontakt als Haftbrücke auftragen |
| Stark verdichteter Beton | Benetzungsprobe | Kein oder später Farbumschlag, hell-/dunkelgrau, Wasser perlt ab | Rikombi Kontakt als Haftbrücke auftragen |
- Muss Beton als Putzgrund vorbehandelt werden?
Bei Beton als Putzgrund wird grundsätzlich eine Vorbehandlung mit der Haftbrücke Rikombi-Kontakt empfohlen.
- Was muss ich beim Verputzen von Hartschaumplatten beachten?
Hartschaumplatten mit einer glatten Oberfläche müssen mit Rikombi Kontakt vorbehandelt werden und während des Putzauftrages vollflächig mit einem Gittergewebe bewehrt werden.
- Wie dick darf unter Betondecken geputzt werden?
Unter Betondecken darf bis zu einer maximalen Putzdicke von 25 mm geputzt werden.
- Wieviel Quadratmeter Wandfläche kann mit einem 15 kg Eimer Rikombi Kontakt grundiert werden?
Es können ca. 50 m2 Wandfläche mit einem Eimer Rikombi Kontakt (15 kg) grundiert werden.
- Was ist die Ursache, wenn ein Putz nicht austrocknet?
Dies könnte durch die Bildung einer Sinterschicht auf der Gipsputzoberfläche verursacht werden. Als Gegenmaßnahme wird empfohlen, die Oberfläche anzuschleifen und für einen ausreichenden Luftaustausch zu sorgen.
- Wie lange können Rigips Gipsputze als Sackware gelagert werden?
Die Sackware muss trocken und frostfrei gelagert werden und sollte innerhalb von 3 Monaten verarbeitet werden.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren Produktdatenblättern.
- Wie lange kann die Haftbrücke Rikombi-Kontakt eingelagert werden?
Kühl und frostfrei gelagert kann der Rikombi-Kontakt maximal 6 Monate gelagert werden.
- Was passiert, wenn Sackware bei trockener frostfreier Lagerung geringfügig überlagert wird?
Bei einer geringfügigen Überlagerung kann sich die Abbindezeit des Frischmörtels etwas verlängern. Die üblichen physikalischen Eigenschaften werden nicht beeinträchtigt.
- Können Gipsputze nach dem Austrocknen direkt gestrichen oder tapeziert werden?
Gipsputze müssen vor der weiteren Beschichtung mit einer Grundierung (z. B. Rikombi Grund) vorbehandelt werden.
- Was ist der Unterschied zwischen einem Gipskalkputz und einem Kalkgipsputz?
Das Bindemittel mit dem höheren Anteil wird jeweils vorgenannt. So ist z. B. bei einem Gipskalkmörtel der Gipsanteil höher als der Anteil an Kalk.