Einbringen der DämmungEinbringen des Dämmstoffes zwischen den Sparren, wobei unterhalb der Dachhaut für die Belüftung ein Zwischenraum von ca. 3 cm erhalten bleiben soll. Über die gesamte Fläche wird auf der Raumseite eine 0,2 mm PE-
Folie fugendicht als Dampfsperre angebracht.
Für einen optimalen Wärmeschutz ist eine Dämmstoffdicke von mindestens 140 mm zu empfehlen, falls die Tiefe der Sparren dies zulässt. Bitte beachten Sie die jeweils geltenden Energie Einspar Verordnungen (ENEV)
Anbringen der Traglattung
Als Unterkonstruktion (Traglattung) werden Dachgeschossprofile mit einem maximalen Abstand von 375 bzw. 500 mm (siehe Tabelle) quer zu den Sparren mit Schnellbauschrauben befestigt. Wo es nötig ist, werden die Profile mit Holzkeilen hinterlegt. Damit können Unebenheiten der Sparren ausgeglichen werden. Alternativ kann eine Holzlattung (50/30 mm) als Unterkonstruktion verwendet werden.
Beplankung
Die Rigidur Platten werden mit Rigidur Schnellbauschrauben in einem Abstand von 150-200 mm quer zu den Profilen bzw. Latten befestigt. Das Anbringen der Platten beginnt unten und wird dann an der Dachschräge nach oben festgesetzt. Dabei werden die Platten mit einem Versatz von mindestens einem Profil- bzw. Lattenabstand im Verbund angeordnet. Die Platten werden mit einer Fuge von ca. 5 mm verlegt. Anschließend erfolgt die Verspachtelung der Fugen und Befestigungspunkte.

Rigidur Ausbauplatte in Dachschräge

Befestigung der Rigidur Ausbauplatte
HolzbalkendeckeAls Unterkonstruktion sollten Dachgeschossprofile verwendet werden. Die Achsabstände ergeben sich aus der Tabelle zum Thema Befestigungen. Alternativ kann auch eine Holzlattung mit Holzschrauben (Schraubenlänge = Lattendicke x 2) an den Holzbalken befestigt werden.
Massivdecke

Befestigung der Rigidur Ausbauplatte
Zur Reduzierung von Dübelstellen sowie zum Ausgleich von Unebenheiten empfiehlt sich bei Bekleidung von Massivdecken eine Grund-
und Traglattung. Dabei wird die Grundlattung in Abständen von max. 1.000 mm mit zugelassenen Dübeln und Schrauben befestigt. Darauf wird anschließend die Traglattung angebracht. Achsabstand der Traglatten in Abhängigkeit von der Plattendicke, siehe Tabelle Befestigungen.
Achsabstände
Der erforderliche Traglattenquerschnitt ist abhängig von den Achsabständen der Holzbalken bzw. der Grundlattung.
| erforderlicher Traglattenquerschnitt | 48/24 mm | 50/30 mm | 60/40 mm |
| maximal zulässige Achsabstände der Holzbalken bzw. Grundlatten | 700 mm | 850 mm | 850 mm |
Aufteilen und Trennen von Räumen (Vorbereitung)Wandverlauf zuerst auf den Fußboden und dann auf Anschlusswände und Decken übertragen. UW-
Profile mit Rigips-Anschlussdichtung versehen und an Boden und Decke im Abstand von 1.000 mm mit Dübeln und Schrauben befestigen. An den flankierenden Wänden erfolgt der Anschluss mit CW-Profilen, die dicht mit der Anschlussdichtung anzuschließen sind.
Ständerprofile/Beplankung (1. Wandseite)
Eindrehen des CW-Ständerprofiles in das untere und dann in das obere UW-Profil und zwar mit der geschlossenen Seite in Montagerichtung. (Länge: mind. 15 mm in das obere Anschlussprofil eingreifend). Ausrichtung des Achsabstandes auf 500 mm. Beplankung der 1. Wandseite mit Rigidur Schnellbauschrauben im Abstand von 250 mm an den Ständerprofilen. Die Platten sind versetzt anzuschrauben. Kreuzfugen sind zu vermeiden. Verlegung mit ca. 5 mm Fuge.
Hohlraumdämmung/Beplankung (2. Wandseite)
Nach Einbringen der erforderlichen Elektro- und Sanitärinstallation sowie evtl. Tragkonsolen wird die Dämmung in den Wandhohlraum vollflächig eingebracht. Der Dämmstoff ist gegen Abrutschen zu sichern. Danach erfolgt die Beplankung der 2. Wandseite, sie muss mit gegenüberliegenden Fugen angebracht werden. Anschließend erfolgt die Verspachtelung der Fugen und Befestigungspunkte mit dem Rigidur Fugenspachel.
VorbereitungDer Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein. Stark saugendes Mauerwerk ist mit Ri-
Kombigrund vorzubehandeln. Der Rigips Ansetzbinder ist nach Verarbeitugsanleitung anzurühren und innerhalb von 45 Min. zu verarbeiten.
Wandtrockenputz
Auftrag des angemachten Rigips Ansetzbinders batzenförmig auf die Rückseite der Rigidur-Platte und Ansetzen der Platte direkt an die Massivwand im Verbund (keine Kreuzfugen) und mit ca. 5 mm Fugenabstand. Eine ca. 10 mm breite Fuge zum Fußboden bzw. eine ca. 5 mm breite Fuge zu der Decke dient zum schnelleren Austrocknen des Ansetzbinders.Nach dem Austrocknen werden die Fugen verspachtelt. Zur Einhaltung des Abstandes zwischen Fußboden und Platte werden kleine Holzleisten/-keile oder Plattenreste unterlegt.
Vorsatzschale auf Lattung
Wenn eine einwandfreie Plattenbefestigung mit Ansetzbinder nicht möglich ist, wird Rigidur auf einer 50/30 mm lot- und fluchtgerechten Holzlattung (Achsabstand 500 mm) angebracht. Die Platten werden mit einem Abstand von 250 mm auf den Holzlatten befestigt (Kreuzfugen sind zu vermeiden). Die Fugen und Befestigungspunkte werden mit Rigidur Fugenspachtel verspachtelt.
Freistehende Vorsatzschale
Ist das Mauerwerk uneben bzw. sollten Installationen verdeckt im Wandhohlraum eingebaut werden, so empfiehlt sich eine freistehende Vorsatzschale. Diese wird mit UW- und CW-Profilen in einem Ständerabstand von 500 mm aufgebaut (Montagehinweise: siehe Aufteilen und Trennen von Räumen). Soll eine Verbesserung der Wärme und/oder Schalldämmung erreicht werden, wird geeigneter Dämmstoff im Wandhohlraum eingelegt. Anschließend werden die Fugen und Befestigungspunkte verspachtelt.
Verlegung der ElementeVor Beginn der Verlegung der Elemente empfiehlt sich, einen Randdämmstreifen aus Schallschutzgründen zu verlegen. Die Rigidur Estrichelemente werden nun in der hinteren linken Ecke beginnend verlegt.

Reihenfolge der Verlegung

Verklebung/Fixierung
Der überstehende Falz beim Wandabschluss muss abgesägt werden, damit keine Hohlräume entstehen. Der Rigidur Estrichkleber wird im Falzbereich aufgetragen und danach das nächste Rigidur Estrichelement aufgelegt und angedrückt. Zum Ausgleich von größeren Bodenunebenheiten kann Rigips Ausgleichsschüttung verwendet werden.

Zuschneiden

Verkleben

Verlegen

Verschrauben
Die Fugen müssen dicht sein. Im Türbereich sollen Fugen vermieden werden. Die Fixierung der Platten im Falzbereich erfolgt durch 19 mm Rigidur Schnellbauschrauben im Abstand von ca. 250 mm. Alternativ können geeignete Klammern verwendet werden. Der evtl. ausgetretene Kleber wird nach dem Antrocknen mit einem Spachtel entfernt und die Elemente im Fugenbereich und an den Fixierungspunkten mit Rigidur Fugenspachtel verspachtelt. Der Estrich ist nach Aushärten des Klebers sofort begehbar, sämtliche Oberbeläge können direkt im Anschluss verlegt werden.
Bodenunebenheiten ggf. vor Verlegung der Estrichelemente mit einer Ausgleichsschüttung nivellieren.
Trittschall- und Wärmedämmung
Eine zusätzliche Wärmedämmung im Fußboden wird durch das Rigidur Estrichelement MF mit Mineralwolle oder das Rigidur Estrichelement PS mit Polystyrol erreicht. Für Trittschallanforderungen ist das Rigidur Estrichelement MF geeignet.
Brandschutz
Sämtliche Varianten der Rigidur Estrichelemente besitzen die Brandschutzklasse F30 bei Brandbeanspruchung von Oberseite auf Holzbalkendecke (siehe Prüfungszeugnis).
Sobald die Spachtelstellen trocken sind, ist die Oberfläche streich-
und tapezierfähig. Spätere Tapetenwechsel sind problemlos möglich. Fliesen lassen sich auf der planebenen Oberfläche mit handelsüblichen Dünnbettklebern aufkleben. Bei stark wasserbeaufschlagten Flächen, wie Dusche oder Wanne, empfiehlt sich ein feuchtigkeitsregulierender Dichtkleber. Dabei sind die Vorschriften der Kleberhersteller zu beachten.

Glattschmirgeln der Fuge

Streichen

Tapezieren

Fliesen

An Wand-
Deckenkonstruktionen mit Rigidur können mit geeigneten Befestigungsmitteln unterschiedliche Lasten sicher befestigt werden. Je nach Anzahl der Nägel halten sie ein Gewicht bis zu 15 kg.
Kleinere Regale oder Hängeschränke sind problemlos mit Hohlwanddübeln anzubringen.
Zur Befestigung an Decken werden Hohlraumdübel sowie Kipp- und Klappdübel verwendet.
Schwere Gegenstände sollten an der Unterkonstruktion befestigt werden, z. B. Waschbecken an Sanitärtragständern.
Zulässige Wandlasten für Lastenbefestigung mit Metall-, Hohlwand- oder Expandet-Dübel
| Lasttiefe | Rigidur 10 pro Dübel* | Rigidur 12,5 pro Dübel* |
| 100 mm | 55 kg | 65 kg |
| 200 mm | 45 kg | 55 kg |
| 300 mm | 40 kg | 52 kg |
| 400 mm | 35 kg | 45 kg |
* 2 Befestigungspunkte müssen mindestens 150 mm Abstand voneinander haben, sonst gilt nur die halbe Traglast pro Dübel.