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Rigips - Der Ausbau-Profi.
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Rigitherm ThermoPlatte & ThermoProfil

Oktober 2011

Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend:

Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend. Das Thema Innendämmung ist aktueller denn je. Steigende Energiepreise und schärfere gesetzliche Anforderungen lassen den Bedarf an energetischen Sanierungen weiter zunehmen. Eine effiziente Wärmedämmung trägt wesentlich zur Wertsteigerung und zur energetischen Optimierung von Bestandsgebäuden dar, die erhebliche Potenziale an Energieeinsparung bergen.

Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend. In vielen Fällen kommt für eine nachträgliche Wärmedämmung der Außenwand ohnehin nur eine Innendämmung in Frage wie z.B. bei

 

  • Denkmalgeschützten Fassaden
  • Einhaltung der Bebauungsgrenzen
  • Teilbereichsdämmung einzelner Wohneinheiten wie z. B. Eigentumswohnungen
  • Dass eine Innendämmung darüber hinaus eine bauphysikalisch sichere und energetisch effiziente Alternative darstellt, beweist Ausbau-Profi Rigips jetzt mit seinem erweiterten Rigitherm-System.

    Rigitherm 032: die sichere und wirtschaftliche Innendämmung (pdfPDF, 3989 KB)

    aufklappenaufklappenDas Rigitherm-System – Die Nummer sicher bei der Innendämmung

    Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend. Mit der Verbundplatte Rigitherm 032 und der neu entwickelten Detaillösung aus Thermoplatte und Thermoprofil gehen Sie bei der Innendämmung von Außenwänden auf Nummer Sicher. Dieses einzigartige System bietet ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und einen besonders geringen Wärmeleitwert, womit die Anforderungen der EnEV 2009 problemlos erfüllt werden können. Zudem überzeugt das System durch sichere Detaillösungen für kritische Konstruktionsbereiche und hat in einem mehrjährigen unabhängigen Praxistest bewiesen, dass es selbst unter verschärften Bedingungen sicher funktioniert. Das bedeutet:

    Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend. Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend.

     

  • Besonders effiziente und wirtschaftliche Dämmung
  • Maximaler Schutz vor Tauwasser- und Schimmelbildung – durch unabhängige Langzeituntersuchung geprüft
  • Schnelle und sichere Verarbeitung
  • Viele geprüfte Details, wie z.B. Fensterlaibungen
  • aufklappenaufklappenDie einfache und sichere Verarbeitung

    Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend. Neben den vielen Vorzügen bei der energetischen Sanierung empfiehlt sich die neue Rigitherm 032 auch in puncto Verarbeitung. Denn Rigips hat vom optimierten Plattenformat über ein neues Montageverfahren bis hin zum idealen Kleber an alles gedacht, was die Arbeit leichter und sicherer macht.

    Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend. Die Vorteile im Einzelnen:

  • Müheloser Transport und leichteres Handling
  • Einfachere und sichere Montage
  • Sicheres System mit dem Spezialkleber Rifix ThermoPlus
    (DIN EN 12004) sowie
  • ThermoPlatte und ThermoProfil
  • Luftdichte Verarbeitung im Punkt-Wulst-Verfahren
  • Keine Einschränkungen bei der Oberflächengestaltung
  • Konsollasten bis 15 kg/m2 können problemlos befestigt werden
  • aufklappenaufklappenPlanungsgrundlagen für die Innendämmung

    Sicher dämmen im Bestand

    Grundsätzlich ist die Innendämmung von Außenwänden heute eine sichere Alternative. Allerdings existieren immer noch bauphysikalische Bedenken oder Vorbehalte. Diese können nun durch Ergebnisse einer unabhängigen Langzeitstudie entkräftet werden.
    Jedoch sind beim Einsatz einer Innendämmung ein paar wichtige Punkte zur Funktionsfähigkeit zu beachten und sicherzustellen.

    Bestandsmauerwerk

    Bestandsmauerwerk Das bestehende Mauerwerk entscheidet über die Beurteilung des U- Werts und daraus resultierend über die Dimensionierung der Dämmstärke. Grundsätzlich muss das Bestandsmaterial auch frei von Bauschäden wie z.B. Feuchte und Schimmel sein. Eine mögliche aufsteigende Feuchte ist zu unterbinden.

    Schlagregenschutz

    SchlagregenschutzOhne hinreichenden Schlagregenschutz kann zuviel Feuchtigkeit in das Systeminnere gelangen und somit bauschädigende Feuchteanhäufungen hervorrufen. Ein ausreichender Schlagregenschutz ist in der Regel gegeben bei:
    1. Süd- bis Ostorentierung
    2. Zweischaligem Mauerwerk bzw. Mauerwerk mit Vorhangfassade
    3. Wände mit abschirmender Nachbarbebauung
    4. Sichtmauerwerk mit wasserabweisender Oberfläche
    5. Mauerwerk mit funktionsfähiger Putzschicht

    Wärmebrücken

    WärmebrückenWärmebrücken sind eine der größten Schwachstellen bei der Innendämmung. Durch einen erhöhten Wärmestrom und dadurch bedingte niedrige Oberflächentemperaturen kann es an diesen kritischen Stellen zu Tauwasser- und Schimmelbildung kommen. Im Bereich der Innendämmung sind die hauptsächlichen Schwachstellen
    1. Fensterlaibungen
    2. Einbindende Decken
    3. Einbindende Wände
    4. Heizkörpernischen

    Feuchtekonvektion

    FeuchtekonvektionDer Feuchteeintrag durch Konvektion ist nicht zu vernachlässigen, da durch Konvektion nicht nur Wärmeverluste sondern auch große Tauwassermengen entstehen können. Daher ist zu nachhaltiger Vermeidung von Bauschäden sicherzustellen, dass es zu keiner Luftzirkulation zwischen Dämmung und Bestandswand kommt. Konvektion wird bei Rigips-Systemen durch ein fachgerechtes Ansetzen im Punkt- Wulst- oder Dünnbett-Verfahren unterbunden.

    aufklappenaufklappenDas optimale Preis-Leistungs-Verhältnis

    Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend.
    In puncto Wirtschaftlichkeit sind Sie mit dem Rigitherm-
    System auf der sicheren Seite: Weniger Verarbeitungsschritte und deutlich geringere Materialkosten im Vergleich zu anderen Innendämmsystemen sind handfeste Vorteile für Sie und Ihre Kunden.
    Mit dem Rigitherm-System lassen sich die Vorgaben der EnEV 2009 (U = ≤ 0,35 W/m2K) zuverlässig erfüllen. Aufgrund der sehr guten Dämmeigenschaften des Materials können bis zu 50% der Dämmstärke gegenüber anderen Produkten mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit eingespart werden.
    Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend. Rigitherm Thermoplatte/-profil - Innendämmung von Rigips – einfach überzeugend.

    * Kosten auf Basis durchschn. VK-Materialpreise pro m2
    homogener Wandfläche (= Platten + Kleber + Putz;
    letzterer entfällt bei Rigitherm)

    aufklappenaufklappenBauphysikalischer Hintergrund und Detaillösungen

    Wärmebrücken – Normative Anforderungen

    Alle Wärmebrücken weisen einen erhöhten Wärmestrom auf und somit eine niedrigere Oberflächentemperatur als benachbarte Bauteile. Um vor Tauwasser und Schimmel zu schützen, müssen die Anforderungen gemäß DIN 4108 (hygenischer Mindestwärmeschutz) erfüllt werden. Die DIN 4108 gibt eine dauerhafte Oberflächentemperatur von 12,6 °C vor. Durch die Grenze von 12,6 °C erreicht die Oberfläche eine max. relative Feuchte von 80 % (Basierend auf 20°C Lufttemperatur / 50 % r.LF). Somit soll sichergestellt werden, dass "schimmelgefährdete" Oberflächen nicht zuviel Feuchtigkeit aufnehmen müssen.
    Ganz im Gegensatz zu den Anforderungen der DIN 4108, ist bei Fenstern die DIN EN ISO 13788 maßgebend. Diese gibt lediglich eine Oberflächentemperatur von 9,3 °C vor. Somit darf die Oberfläche eine relative Feuchte von 100 % aufweisen. Demzufolge darf Kondenswasser auf der Oberfläche ausfallen ohne dass ein Schaden entsteht. Dem liegt zu Grunde, dass die Oberfläche des Fensters (z.B. Kunststoff) nicht "schimmelgefährdet" ist. Anfallendes Kondenswasser kann bei Bedarf ablaufen oder abgewischt werden.

    Regeldetails zum Wärmeschutz mit ThermoPlatte + ThermoProfil

    Zur Berücksichtigung der normativen Anforderungen und zur Vermeidung schadensrelevanter Wärmebrücken bietet Ausbau-Profi Rigips mit den ThermoPlatten sowie dem dazugehörigen Thermo-Profil eine passende Lösung.

    Die ThermoPlatte eignet sich besonders für den Einsatz in Laibungen, Heizkörpernischen oder zur Dämmung von einbindenden Bauteilen, wie z.B. Geschossdecken sowie Wände. Das Rigips ThermoProfil wird als Ergänzung zur bauphysikalisch sicheren Dämmung von Fensterlaibungen eingesetzt.

    Dadurch, dass das ThermoProfil identische Oberflächeneigenschaften wie ein Fenster hat, gelten hier im gesamten Bereich die Anforderungen der DIN EN ISO 13788 (9,3 °C). Der äußerst kritische Bereich zwischen Laibung und Fenster wurde lediglich entschärft. Die Anforderung der DIN 4108 (12,6 °C) muss dadurch erst neben dem Profil eingehalten werden.

    Im Folgenden werden Ihnen Detaillösungen mit der neuen Rigips ThermoPlatte und dem neuen ThermoProfil aufgezeigt. Alle angegebenen Werte in den nachfolgenden Tabellen erfüllen die Anforderungen der DIN 4108 bzw. der DIN EN ISO 13788.

    Tabelle Wichtiger Hinweis: Alle Werte wurden in Anlehnung an das IGG Merkblatt 4 ermittelt und dienen lediglich der Orientierung.
    Genauere Infos und weitere Details entnehmen Sie bitte dem IGG Merkblatt 4. Erhältlich unter www.rigips.de.

    Wärmebrücken – Neu entwickelte Detaillösungen von Rigips
    Fensterlaibungen Fensterlaibungen

    Bei der Innendämmung gehört die Fensterlaibung zu den wichtigsten Ausführungsdetails. Grundsätzlich ist zu beachten, dass durch den Einbau einer Innendämmung die Oberflächentemperatur im Eckbereich zum Fenster abfällt und damit ein kritischer Punkt entsteht. Mit dem ThermoProfil können Sie jede Fensterlaibung sicher und bauschadensfrei planen und ausführen.

    Wenn energetisch schlechte Wände und / oder Fenster vorhanden sind, ist es selbst mit ernergetisch besserem Dämmstoff (z.B. PUR) unmöglich, die Anforderungen der DIN 4108
    (12,6 °C) sicher zustellen.

    Durch den kombinierten Einbau des ThermoProfils und der ThermoPlatte können selbst
    energetisch schlechte Fenster (UF = 3,4 W/m2K) schadensfrei gedämmt werden und das
    schon mit der nur 20 mm dünnen ThermoPlatte ( + ThermoProfil). Erst ab einem U-Wert
    von 1,8 W/m2K (Wandtyp 1) muss die 30 mm starke ThermoPlatte (+ ThermoProfil)
    eingesetzt werden.


    Geschossdecken / einbindende Wände Geschossdecken / einbindende Wände

    Für die Geschossdecke wurde eine 200 mm dicke Stahlbetondecke (Auflagefläche ca. 20 % der Mauerwerksdicke) angesetzt.

    Bis zu einer Dämmdicke von 80 mm ist jeweils die gleiche Ausführung auch für einbindende Wände geeignet. Ab einer Dämmdicke der Rigitherm 032 von 80 mm brauchen die einbindenden Standard-Innenwände in der Regel nicht mehr mitgedämmt zu werden.


    Heizkörpernischen Heizkörpernischen

    Für die Heizkörpernische wurde die Berechnungsdicke des jeweiligen Mauerwerks auf der Innenseite um 50 % reduziert.

    Bei ungünstigen Wandtypen und somit dicken Dämmungen (20 + 20 mm) kann alternativ auch die Rigitherm 032 mit 40 mm Dämmstoff eingesetzt werden.


    Heizleitungen Heizleitungen

    Die vorhandenen Heizleitungen können auch in die dämmende Konstruktion mit eingebunden werden, sofern dies konstruktiv erforderlich ist. Hierbei sollten z.B. durch Einhausungen mit der ThermoPlatte (20 mm) die Leitungen ausreichend gedämmt werden.


    aufklappenaufklappenVerarbeitungsvideo: Sichere Innendämmung gemäß EnEV mit Rigitherm 032

    aufklappenaufklappenFragen & Antworten Innendämmung

    • Warum soll ich eine Innendämmung verwenden?
      Zum einen gibt es objektive, zwingende Gründe für den Einsatz einer Innendämmung: Bei Gebäuden, deren Außenwände nicht von außen gedämmt werden können, da das Gebäude oder die Fassade unter Denkmalschutz stehen oder die Fassade erhalten bleiben soll (z. B. Sichtmauerwerk), sollte auf eine Innendämmung zurückgegriffen werden. Oftmals weisen gerade ältere Gebäude mit erhaltenswerten Fassaden einen schlechten Wärmeschutz auf.

      Zum anderen gibt subjektive Gründe für den Einsatz einer Innendämmung. Beispielsweise kann eine Innendämmung weitestgehend unabhängig von Witterungsbedingungen installiert werden. Dadurch lassen sich wetterbedingte Bauunterbrechungen vermeiden und der Baufortschritt ggf. beschleunigen.

      Oft sind Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes mit weiteren Modernisierungsmaßnahmen gekoppelt. Durch den Einsatz der Rigitherm 032-Verbundplatten wird gleichzeitg die Rauminnenseite gestaltet. Dank der raumseitigen, besonders ebenen und baubiologisch empfohlenen Gipsplatten entstehen perfekte Oberflächen und ein angenehmes Raum- und Wohnklima. Mit den Rigitherm-Platten werden gewissermaßen zwei Schritte auf einmal erledigt.

      Und nicht zuletzt gilt: Durch eine Innendämmung, insbesondere mit der Rigitherm 032-Verbundplatten, wird der Wärmeschutz und die Wohnbehaglichkeit erheblich verbessert.

    • Bin ich mit dem System EnEV-konform?
      Die aktuelle EnEV 2009 (Energie Einsparverordnung) gibt für das Gesamtbauteil (Außenwand + Innendämmung) einen max. U-Wert von 0,35 W/m²K vor. Daher kann die Frage nur unter Betrachtung des Bestandsmauerwerks eindeutig gelöst werden. Jedoch reichen in der Regel bereits 6 – 8 cm Rigitherm 032 um die Anforderungen zu erfüllen.

      Bei einer energetischen Sanierung einer Bestandswand mit einem U- Wert von 1,43 W/m2 K werden folgende Dämmdicken benötigt.

      • Wärmeleitfähigkeit 0,032- 7 cm Dämmdicke
      • Wärmeleitfähigkeit 0,045- 10 cm Dämmdicke
      • Wärmeleitfähigkeit 0,065- 14 cm Dämmdicke
    • Bin ich mit dem Rigitherm-System gegen Schimmelbildung geschützt?
      Das Rigitherm-System bietet einen besonders hohen und zuverlässigen Schutz gegen Schimmelbildung. Dieses wurde unter anderem durch einen unabhängigen Langzeittest beweisen. Folgende bauphysikalischen Zusammenhänge sind ausschlaggebend:

      Grundsätzlich ist bei Innendämmungen von Außenwänden zu berücksichtigen, dass die Temperatur des vorhandenen Wandquerschnitts in den Heizperioden gegenüber nicht gedämmten Konstruktionen absinkt. In diesem Zusammenhang wird oft von "der Verschiebung des Taupunkts" gesprochen.

      Bauphysikalisch steht dahinter ein natürlicher Prozess, bei dem ein Diffusionsstrom entsteht, der Feuchte von der warmen zur kalten Seite durch ein Bauteil. Da warme Luft naturgemäß mehr Feuchte binden kann, kommt es auf dem Weg der Luft von der warmen zur kalten Seite zu einer Erhöhung der Porenfeuchte im Mauerwerk. Der "klassische Taupunk", wie bei der kalten Fensterscheibe wird nicht erreicht.

      Derzeit existieren zwei grundsätzliche Lösungen für Innendämmsystem: diffusionsoffene bzw. kapillar aktive Systeme und kapillar inaktive Systeme.

      Die diffusionsoffenen Systeme mit "kapillar aktiver" Funktionsweise erlauben die Aufnahme von Feuchtigkeit in die Systemkonstruktion, insbesondere in der kalten und feuchten Jahreszeit. Sie transportieren zwar im Sommer auf kapillaren Wege mehr oder weniger gut die Feuchte aus dem Mauerwerk nach innen, sorgen also für eine gewisse Rücktrocknung. Im Winter hingegen gelangt entsprechend viel Raumluftfeuchte in die Gesamtkonstruktion und erhöht so den Wassergehalt.

      Im Gegensatz dazu wirken kapillar inaktive Systeme, wie die Rigitherm 032-Verbundplatte, einer solchen Feuchtigkeitsaufnahme entgegen. Dank ihrer dampfbremsenden Wirkung (? = 55 ) weist Rigitherm 032 einen sehr geringen Feuchteeintrag, gerade in den Wintermonaten, auf. Die reduzierte Feuchtigkeitsaufname bietet einen besonders hohen Schutz gegen Schimmelbildung in der kritischen Schicht zwischen Dämmung und Außenmauerwerk.

    • Muss bei einer Innendämmmaßnahme auch auf die Fassade geachtet werden?
      Ja. Allgemein gilt, dass bei einer Innendämmung der Schlagregenschutz der Fassade gemäß DIN 4108- 3 gewährleistet sein muss. Ausreichender Schlagregenschutz ist vorhanden bei:
      • zweischaligen Außenwänden (gültig für das Hintermauerwerk),
      • Außenwänden mit Vorhangfassaden
      • einschaligen Wänden, mit intakten Putzschichten
      • wasserabweisenden und diffusionsoffenen Anstrichsystemen,
      • einschaligen Wänden mit/ohne Putzschicht zur Nachbarbebauung Dachüberständen oder weitestgehend ohne Schlagregenbelastung (Nord-, Ostorientierung).
      Die Wand muss quasi selbständig, ohne Wärmeeinwirkung von der Innenseite her „trocknen“.

      Leckagen in Anschlussbereichen sind zu vermeiden. Im Zweifelsfall sind diese Anforderungen nach aktuell gültigen und anerkannten Richtlinien herzustellen.

    • Darf die Innendämmung hinterlüftet werden?
      Der Feuchteeintrag durch Konvektion (Hinterlüftung) ist nicht zu vernachlässigen, da hierdurch nicht nur Wärmeverluste sondern auch große Tauwassermengen entstehen können. Daher ist für die nachhaltige Vermeidung von Bauschäden sicherzustellen, dass es zu keiner Luftzirkulation zwischen Dämmung und Bestandswand kommt. Diese Konvektion wird im Rigitherm-System durch ein fachgerechtes Ansetzen im Punkt-Wulst- oder Dünnbett-Verfahren unterbunden.
    • Was passiert bei Wärmebrücken wie angrenzenden Fensterlaibungen, Heizkörpernischen sowie einbindenden Wänden und Decken?
      Wärmebrücken weisen einen erhöhten Wärmestrom auf und somit eine niedrigere Oberflächentemperatur als benachbarte Bauteile. Durch die Temperaturunterschiede der angrenzenden Bauteile kann es Tauwasserausfall an den Grenzschichten kommen.

      Um vor Schimmel und Tauwasser zu schützen, müssen die Anforderungen gemäß DIN 4108 (hygenischer Mindestwärmeschutz) erfüllt werden. Die DIN 4108 gibt eine dauerhafte Oberflächentemperatur von 2,6 °C vor. Besonders bei altem Bestandsmauerwerk bzw. bei Mauerwerk mit einer schlechten Eigendämmleistung ist dies nicht immer gewährleistet. Besonders kritisch sind Fensterlaibungen, einbindende Bauteile und Heizkörpernischen.

      Rigips hat hierfür neue, perfekt aufeinander abgestimmte Systemkomponenten entwickelt: Die ThermoPlatte besteht aus einem EPS Kern mit WLG 032 sowwie einer beidseitiger Zement-/ Gewebekaschierung. Für den optisch und bauphysikalisch perfekten Anschluss an Fensterrahmen gibt es das ThermoProfil aus hochwertigem Kunststoff.

      Hiermit können alle kritischen bauphysikalischen Wärmebrücken nach Herstellerangabe mit gedämmt werden. Weiterhin werden in diesen Bereichen die Wärmeverluste deutlich reduziert.

    • Wie tief müssen Decken und einbindende Wände gedämmt werden?
      Um die exakte Dämmtiefe zu ermitteln, müsste bzgl. des Wämebrückenbeiwertes gem. DIN 4108-2 in jedem Einzelfall eine Berechnung durchgeführt werden. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten einbindende Wände bzw. Decken ab einem U-Wert der Bestandswand von 1,43 W/m2 K mitgedämmt werden. Hierfür reicht die 20 mm dicke ThermoPlatte von Rigips. Berechnungen haben darüber hinaus gezeigt, dass einbindende Wände ab einer Dämmdicke der Innendämmung von 80 mm in der Regel nicht mehr mitgedämmt werden müssen.
    • Kann das Rigitherm-System auch auf Fachwerk eingesetzt werden?
      Bei Sichtfachwerk-Fassaden ist eine Innendämmung mit Rigitherm 032 oder 040 im Regelfall nicht geeignet! Diese Empfehlung ist darauf zurückzuführen, dass bei Sichtfachwerk immer mit einem Riss zwischen Gefach und Holz zu rechnen ist. Diese Risse können bei Schlagregen zu einer hohen Wasseraufnahme führen. Die hier aufgenommene Wassermenge kann durch die guten wärmedämmenden und dampfbremsenden Eigenschaften der Rigitherm 032 und 040 nicht richtig austrocknen.

      Ist das Fachwerk gegen Schlagregen geschützt, z.B. mit Brettschalung, Verschindelung, Putz, o. Ä. kann eventuell die Rigitherm 032 oder 040 zum Einsatz kommen. Bei verkleidetem Fachwerk kann von außen keine bzw. nur eine sehr geringe Menge an Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringen. Die Funktionstüchtigkeit muss auf jeden Fall von einem Sachkundigen überprüft werden.

      Weitere Detail können Sie dem WTA Merkblatt 8-5 "Fachwerkinstandsetzung nach WTA - Innendämmung"

    • Wie sieht es mit dem Brandschutz aus?
      Bei den Rigitherm 032 und 040 Platten handelt es sich um einen Baustoff der Klasse E gemäß DIN EN 13501-1.

      Innerhalb von Wohnungen, egal in welchem Geschoss bzw. bei welcher Gebäudehöhe, ist Rigitherm somit zugelassen.

      Einschränkungen für den Einsatz von Rigitherm 032 und 040 existieren lediglich bei Flucht- bzw. Rettungswegen, da hier nur Baustoffe der Klasse A1 eingesetzt werden dürfen.

    • Wie werden wasserführende Leitungen verlegt?
      Aufgrund von Frostgefahr sollten keine wasserführende Leitungen in oder hinter der Dämmschicht verlaufen. Wenn aus konstruktiven Gegebenheiten die Leitungen in der Dämmung verlegt werden, sollten z.B. durch das Einhausen mit der ThermoPlatte (20 mm) oder entsprechenden Rohrschalen die Leitungen ausreichend gedämmt werden.
    • Mit welchen Mitteln werden die Platten zugeschnitten?
      Die Platten können problemlos mit einem Fuchsschwanz, einer Stichsäge oder einer Handkreissäge mit Staubabsaugung auf Maß gebracht werden.
    • Wie muss der Untergrund für das Rigitherm-System beschaffen sein?
      Der Untergrund muss trocken, fest, tragfähig, sauber, schwind- und frostfrei sowie gegen aufsteigende und durchschlagende Feuchtigkeit geschützt sein.

      Um Wärme- und Schallbrücken zu vermeiden, muss das Mauerwerk vollfugig gemauert sein.

      Anstriche und Tapeten sowie gegebenenfalls Kalk- und Gipsputze sind als Untergrund für anzusetzende Vorsatzschalen ungeeignet und zu entfernen.

      Glatten Untergrund (z.B. Beton) mit Rikombi Kontakt vorbehandeln.

      Stark saugenden Untergrund (z.B. Porenbeton) mit Rikombi Grund vorbehandeln.

      Unebenheiten des Untergrunds bis 20 mm dürfen mit Rifix ThermoPlus ausgeglichen werden.

      Die notwendigen Untergrundvorbehandlungen sind auf die jeweiligen baustellenspezifischen Gegebenheiten abzustimmen.

    • Wie sind Elektroleitungen zu verlegen?
      Werden alte Leitungen beibehalten, müssen diese Kabel ggf. so verlängert werden, dass der Anschluss an die raumseitig montierten Steckdosen oder Lichtschalter gewährleistet ist. Werden neue Leitungen verlegt, können diese sowohl auf der Platte als auch auf der Bestandswand verlegt werden. Wenn die Gipsplatte die luftdichte Schicht gemäß DIN 4108-7 bildet, ist ein besonderes Augenmerk auf Durchdringungen zu legen.
    • Wie werden Steckdosen, Lichtschalter, etc. eingebaut?
      Um Wärmebrücken und vor allem Konvektion zwischen Dämmschicht und Mauerwerk zu vermeiden, ist die Aussparung im Dämmstoff so gering wie möglich zu halten und die Verbundplatte hinter der Aussparung vollflächig zu verkleben. Als Elektrodosen, werden luftdichte Holraumdosen (z.B. von KAISER) verwendet. Des Weiteren wird bei Dämmstoffdicken < 60 mm empfohlen, die Dosen mit einer Hinterdämmung zu versehen. Hierzu wird ein Dämmstreifen in die Wand eingelassen. Dieser Streifen sollte die Abmessung der Dosen um mindestens 4 cm überlappen. Die Ausschnitte für Elektrodosen sind vor dem Ansetzen passgenau mit einem Stichling, einer Stichsäge oder einem Dosenschneider vorzusehen.
    • Wie werden wasserführende Leitungen verlegt?
      Aufgrund von Frostgefahr sollten keine wasserführende Leitungen in oder hinter der Dämmschicht verlaufen. Wenn aus konstruktiven Gegebenheiten die Leitungen in der Dämmung verlegt werden, sollten z.B. durch das Einhausen mit der ThermoPlatte (20 mm) oder entsprechenden Rohrschalen die Leitungen ausreichend gedämmt werden.
    • Wie werden Lasten wie z.B. Bilder, Hängeschränke oder ähnliches befestigt?
      Hier bietet die Verbundplatte wieder klare Vorteile: Lasten bis 15 kg/m² können problemlos in der Gipsplatte befestigt werden. Höherer Lasten (< 15 kg/m²) werden dann im tragenden Bauteil (Massivwand) befestigt. Um konstruktionsbedingte Wärmebrücken zu vermeiden, empfehlen wir den Thermax 8 oder 10 der Firma Fischer.
    • Welche Möglichkeiten zur Oberflächengestaltung gibt es?
      Wie bei normalen Gipsplatten ist die Oberflächengestaltung mit allen handelsüblichen Farben, Tapeten, Putzen und Fliesen problemlos möglich. Details dazu finden Sie in den aktuellen Verarbeitungsrichtlinien.
    • Ist das System tapezierbar?
      Ja! Alle handelsüblichen Tapeten können verwendet werden.

      Da die Rigitherm 032-Verbundplatte ein dampfbremsendes System ist, besteht keine Gefahr der Durchfeuchtung der Tapete durch Kapillarleitung. Außerdem:

      • Durch die Grundierung wird bei späterer Erneuerung der Tapezierung der Plattenkarton beim Ablösen der Tapete nicht beschädigt.
      • Durch Auftragen von Tapetenwechselgrund kann die Tapete bei Erneuerungsarbeiten ohne Befeuchtung im trockenen Zustand von den Rigips- Platten entfernt werden.
      • Nur Kleber auf Basis von Methylcellulose und/oder geeigneten Kunstharzen sind zu verwenden. Es wird empfohlen, Kleber und Oberflächenbeschichtung auf ihre Eignung zu prüfen. Das Merkblatt Nr. 16, techn. Richtlinien für Tapezier- und
      Klebearbeiten (1996), vom Bundesausschuss Farbe- und Sachwertschutz ist zu beachten.
    • Kann das System gefliest werden?
      Ja! Das System benötigt gegenüber kapillar aktiven Systemen keine dampfoffene Oberfläche und kann daher problemlos befliest werden.

      Bei Plattenbreiten > 625 mm, ist eine zweite Batzenreihe an den Drittelpunkten aufzubringen.

      Geeignete Fliesen
      Alle Keramischen Fliesen gemäß DIN EN 14411, Steinzeugfliesen und Glasmosaik

      Klebetechnik
      Kleber im Dünnbettverfahren vollflächig auftragen und mit feinzahniger Kelle im oberen Bereich horizontal abkämmen. Handelsübliche Kunststoffkleber auf Dispersionsbasis verwenden oder hydraulisch erhärtende Kleber. Unverspachtelte Rigips-Fugen können mit gleichem Material aus- und übergespachtelt werden.

      Fliesenverfugung
      Fugen der Fliesenflächen mit Fugenmaterial auf Zementbasisverfüllen.

    • Funktioniert das System auch im Badezimmer?
      Ja! Dank seiner hervorragend dampfbremsenden Eigenschaft bietet das System hier klare Vorteile gegenüber kapillar offenen Systemen. Das Rigitherm-System reagiert nicht auf kurzzeitige Feuchtspitzen wie sie z.B. in häuslichen Feuchträumen (z.B. Badezimmer) vorkommen und ist daher für den Einbau im häuslichen Badezimmer geeignet.

      Für häusliche Bäder sind imprägnierte Platten (RBI bzw. RFI oder Rigidur H) zu verwenden.

      Rigips-Tipps für wasserbeaufschlagte Flächen

      Grundierung mit Tiefengrund sowie Dichtkleber

      • Feuchtigkeitssperrende Dichtkleber, z. B. Lastoment 1 (PCI), verwenden.
      • Durchlässe, Anschlüsse und Ecken mit plasto-elastischem Fugenkitt wasserdicht verschließen.
      • Fungizid eingestellte Sanitär-Dichtungsmassen verwenden.
      Armaturen erhalten Schraubmanschetten mit hinterlegter Gummidichtung.
    • Wird Innendämmung KfW-gefördert?
      Ja. "Ist aus Gründen des Denkmalschutzes oder zur Erhaltung besonders erhaltenswerter Bausubstanz eine Außendämmung nicht möglich, kann ersatzweise eine Innendämmung gefördert werden.

      Voraussetzung ist, dass der U-Wert von maximal 0,33 W/(m²K) gemäß Anlage 3, Nummer 1, Satz 4 EnEV2009 eingehalten und durch die Denkmalschutzbehörde oder das Bauamt bescheinigt wird, dass aus denkmalschutzrechtlichen, städtebaulichen oder architektonischen Gründen eine Außendämmung nicht durchführbar ist." (Auszug aus dem KfW-Merkblatt - Stand 07/2011.)

    Nähere Informationen bei

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