EPS-Hartschaum (Styropor) ist ein in der Praxis seit langem bewährtes Dämmprodukt. Durch die Zusammensetzung aus 2%
Polystyrol und 98% Luft verfügt es über hervorragende Wärmedämmeigenschaften. Styropor ist formstabil, leicht zu verarbeiten,
langzeitbeständig, recycelbar, druckfest, wasserabweisend, dampfdiffusionsdurchlässig und schwer entflammbar. Außerdem genügt
es auch den Ansprüchen an eine umweltgerechte Produktion.
Die Herstellung von Styropor vollzieht sich in 3 Stufen:
- Vorschäumen
- Zwischenlagerung
- Blocken
Das Vorschäumen geschieht mit Hilfe von Wasserdampf in sog. Vorschäumern bei Temperaturen von etwa 90°C. Durch das
Treibmittel Pentan und eindringenden Wasserdampf legen die kleinen Kügelchen um das 20 bis 50-Fache ihres ursprünglichen
Volumens zu. Der Aufschäumgrad bestimmt auch die spätere Rohdichte der Styroporplatten und beeinflusst deren Eigenschaften.
Die vorgeschäumten Perlen werden einige Zeit in belüfteten Silos zwischengelagert. Dort erhalten sie beim Abkühlen die zur
Weiterverarbeitung erforderliche Stabilität.
Anschließend wird das Granulat in Blockformen aus Metall eingefüllt. Unter Zugabe von heißem Dampf schäumen die Perlen erneut
auf. Der entstehende Druck in der Metallform lässt die Kugeln miteinander verkleben und "schweißt" sie so zu homogenen
Platten zusammen. Nach definierten Ablagerungszeiten werden sie auf Schneidanlagen zu Platten in den unterschiedlichsten
Abmessungen geschnitten bzw. Kantenausprägungen gefräst.
Möglich ist auch die Herstellung spezieller Formteile, die zusätzliche positive Eigenschaften wie beispielsweise eine
verbesserte Wasseraufnahme in sich vereinen. Dabei wird das Granulat gleich in der gewünschten Endform aufgeschäumt.