Meldung vom
Donnerstag, 16. Juli 2015

Lösungen für ein gesundes Raumklima

Neueinstufung von Formaldehyd empfiehlt die Arbeit mit modernen Baustoffen

Düsseldorf – Ende der 1980er-Jahre wurde Formaldehyd von der Europäischen Union erstmals als „möglicherweise krebserregend“ gemäß der Kategorie 3 klassifiziert. Danach wurde es still um diesen Luftschadstoff – bis jetzt. Zum Stichtag 1.1.2016 hat die EU eine Neueinstufung von Formaldehyd vorgenommen: Es gilt danach als Karzinogen der Kategorie 1B und als Mutagen der Kategorie 2. Das bedeutet, dass Formaldehyd wahrscheinlich krebserzeugend und eventuell erbgutverändernd wirkt. Diese neue Gefahreneinschätzung bringt die Belastung von Baustoffen und Bauelementen mit Formaldehyd und die Frage nach entsprechenden Lösungen zur Verbesserung des Raumklimas beziehungsweise der Raumluft erneut auf die Agenda.

Mit der Neueinstufung von Formaldehyd als Karzinogen nach Kategorie 1B und Mutagen 2 durch die Europäische Union gewinnt der Einsatz „formaldehyd-freier“ Baustoffe weiter an Bedeutung. Hersteller Rigips hat seine Gipsplatten und Gipsfaserplatten entsprechend durch das Institut für Baubiologie Rosenheim auf ökologische und baubiologische Unbedenklichkeit untersuchen lassen. Fertighaushersteller und Holzrahmenbauer profitieren von der nachgewiesen emissionsfreien Qualität des Baustoffes Gips.

Galt Formaldehyd lange Zeit zwar bereits als „Stoff, der wegen möglicher krebserzeugender Wirkung beim Menschen Anlass zur Besorgnis gibt, über den jedoch nicht genügend Informationen für eine befriedigende Beurteilung vorliegen“, so hat sich diese Informationslage seit den 1980er Jahren deutlich verbessert. Untersuchungen – unter anderem der WHO – führten bereits 2008 zu einer Heraufstufung des Formaldehyds in Kategorie 2 und nun zur Verabschiedung der Verordnung EU 605/2014, mit der die Reklassifzierung als Karzinogen 1B und Mutagen 2 beschlossen wurde. Nach wie vor ist Formaldehyd einer der am häufigsten auftretenden sogenannten Flüchtigen organischen Stoffe, kurz VOC (volatile organic compounds). In die Raumluft gelangt er durch eine Vielzahl von Quellen, unter anderem auch durch Baumaterialien und Einrichtungsgegenstände. Baustoffhersteller und insbesondere Hersteller von Holzwerkstoffen müssen in diesem Zusammenhang äußerst strenge Emissionsgrenzen beachten und gezielt nach Ersatzstoffen für Formaldehyd in ihren Materialien suchen. Gleiches gilt für die verarbeitende Industrie unter anderem im Holzfertighausbau: In ihren Produktionsbereichen werden vermutlich bald niedrige Arbeitsplatzgrenzwerte rechtlich verbindlich.

Ein Recht auf unbelastete Raumluft: Mit der Klassifizierung von Formaldehyd als „für den Menschen wahrscheinlich krebserregend“ bringt die Europäische Union diesen Schadstoff erneut in den Fokus. Trockenbauspezialist Rigips bietet zahlreiche Produkte mit dem raumluftreinigenden Wirkkomplex „Activ’Air“, der die Formaldehyd-Konzentration in Innenräumen nachgewiesen reduziert.

Aktive Formaldehyd-Reduktion um bis zu 80 Prozent
Rigips bietet speziell mit seinen luftreinigenden Ausbauplatten mit der einzigartigen  „Activ’Air“-Technologie ein umfassendes Lösungsprogramm für besondere Anforderungen an ein gesundes und belastungsarmes Raumklima: Gipsplatten, Gipsfaserplatten oder – wie zuletzt auf der BAU 2015 vorgestellt – schallabsorbierende Lochplatten mit „Acitv’Air“ sorgen dafür, dass die Formaldehyd-Konzentration in Wohn- und Arbeitsräumen um bis zu 80 Prozent reduziert wird. „Tests unabhängiger Institute, die nach den strengen Vorgaben der ISO 16000-23 durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass eine erhebliche Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Raumluft auch dann zu verzeichnen ist, wenn stetig weitere Schadstoffe eingebracht werden. Diese nachhaltige Wirkung von ,Acitv’Air’-Lösungen wurde darüber hinaus auch in verschiedenen realen Bauobjekten nachgewiesen. Beispielsweise kann so bei einer Renovierung die raumluft-belastende Wirkung von im Haus verbleibenden, alten Holzwerkstoffplatten, die weiter Formaldehyd ausdünsten, deutlich reduziert werden. Rigips-Produkte mit ,Activ’Air’ tragen also aktiv zur Reduzierung der Luftbelastung bei“, erläutert Kai Fricke, bei Rigips als Produktmanager unter anderem für die Entwicklung von Gipsfaserplatten verantwortlich.

Um zu ermitteln, wie viele Quadratmeter Wand- oder Deckenfläche in einem Raum mit „Activ’Air“-Produkten ausgestattet werden müssen, um einen kontinuierlichen raumluftreinigenden Effekt zu erzielen, muss lediglich das Verhältnis dieser Flächen zum Raumvolumen betrachtet werden. „Als ungefähre Richtgröße gilt: Wird die Decke eines Raumes mit ,Activ’Air’ beplankt, reduziert dies die Formaldehyd-Belastung bereits um rund 60 Prozent. Werden alle Wände entsprechend ausgerüstet, sinkt die Schadstoffbelastung der Raumluft um 70 Prozent, bei der vollständigen Bekleidung von Wänden und Decken sogar um bis zu 80 Prozent“, so Fricke.

Langzeituntersuchungen haben gezeigt, dass eine erhebliche Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Raumluft durch den „Activ’Air“-Wirkkomplex selbst dann zu verzeichnen ist, wenn stetig Luftschadstoffe, etwa durch neue Einrichtungsgegenstände oder alte und belastete Holzwerkstoffplatten, in die Räume eingebracht werden.

Baubiologisch geprüft
Rigips lässt seine Gipsplatten und Gipsfaserplatten, die aufgrund ihrer statisch tragenden Eigenschaften unter anderem im Holzrahmenbau geschätzt werden, darüber hinaus regelmäßig vom Institut für Baubiologie in Rosenheim (IBR) auf ihre baubiologische und ökologische Unbedenklichkeit untersuchen. Auch für 2016 bescheinigt ein entsprechendes IBR-Zertifikat die „Formaldehyd-Freiheit“ der Rigips-Systeme. „Unsere Kunden können daher bedenkenlos mit den ihnen vertrauten und von ihnen geschätzten Plattenwerkstoffen arbeiten“, bestätigt Kai Fricke. Insbesondere Fertighaushersteller und Holzrahmenbauer könnten sich mit Hilfe von Rigips-Systemen somit als Lieferanten wohngesunder Lösungen etablieren.

Rigips – Der Ausbau-Profi
Der Ausbau-Profi Saint-Gobain Rigips GmbH bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. Unter der Marke Rigips werden in Deutschland neben Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und Dämm-Verbundplatten für die Anwendung in Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen entwickelt, produziert und vermarktet. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne und nachhaltige Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den be­deutendsten Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil der Saint-Gobain-Gruppe.
2015 feiert Saint‐Gobain sein 350‐jähriges Bestehen, 350 Gründe, Vertrauen in die Zukunft zu haben. Mit seiner Erfahrung und Innovationsfähigkeit entwickelt, produziert und vertreibt Saint‐Gobain innovative Baustoffe sowie Hochleistungsmaterialien. Das in der Gestaltung von Lebensräumen weltweit führende Unternehmen bietet nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen Wachstum, Energiesparen und Umweltschutz. Die Saint‐Gobain‐Gruppe erzielte 2014 einen Umsatz von 41 Milliarden Euro, sie ist in 64 Ländern vertreten und beschäftigt rund 180.000 Mitarbeiter. Auf der Website www.saint‐gobain.de und dem Twitter Account @saintgobainme erhalten Sie weitere Informationen zu Saint-Gobain.


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