THE SQUAIRE – architektonisches Meisterwerk am Frankfurter Flughafen

05.02.2014

Leistungsstarke Rigips-Systeme für Brandschutz im „XL-Format“

Düsseldorf / Frankfurt a. M. – Es gibt wohl kaum ein Gebäude in Deutschland, das schon während seiner Errichtung mehr Blicke auf sich gezogen hat, als „THE SQUAIRE“ am Frankfurter Flughafen. Äußerst prominent unmittelbar an der Autobahn A 3 gelegen, konnten Autofahrer dem riesigen Gebäudekomplex beim Wachsen zusehen. Sie wurden Zeugen, wie eines der spektakulärsten und bis heute innovativsten Bauwerke Deutschlands entstand. Auf rund 146.000 Quadratmeter Mietfläche bietet THE SQUAIRE Büroflächen, zwei Hotels, Geschäfte, Restaurants sowie ein Business- und Conference-Center – eine Stadt unter einem Dach. Schon die immensen Ausmaße machten das vom Architekturbüro JSK geplante Projekt für viele Baubeteiligte zur „Herkules-Aufgabe“. Beeindruckend etwa waren die Herausforderungen im vorbeugenden Brandschutz, die die verantwortliche Jaeger Ausbau GmbH + Co KG Rhein-Main mit leistungsstarken Systemen und vielen Ideen bravourös umsetzte.

Unmittelbar an der Autobahn A 3 und dem Frankfurter Flughafen gelegen, beeindruckt das Büro- und Geschäftshaus „THE SQUAIRE“ mit seiner einzigartigen Architektur.

Selbst wer das Gebäude nicht kennt, horcht angesichts dieser beeindruckenden Zahlen auf: 97 Aufzüge und Rolltreppen, 1.800 Bauarbeiter und Projektangestellte, 20.000 Fassadenelemente, 7.000 Türen, 2.500 Kilometer verlegte Kabel, 20.000 Tonnen Stahl, 60.000 Kubikmeter Beton, 200.000 Quadratmeter Brutto-Geschossfläche. Eine Zahlenreihe, in die sich Ingo Schönfeld, verantwortlicher Projektleiter der Jaeger Ausbau GmbH + Co KG, einzureihen weiß. „Fasst man alle Stahlstützen, Stahlträger, Mauerwerksöffnungen und Türlaibungen zusammen, hatten wir es mit rund 5.500 Quadratmeter sichtbarer Bekleidungsfläche zu tun. Insgesamt haben wir mehr als 10.000 Quadratmeter Brandschutzplatten montiert. Wobei es schon allein aufgrund der Bauteildimensionen eigentlich so gut wie keine Standardkonstruktionen gab.“

Große Dimensionen, große Lasten
Und auch das Arbeitsumfeld wich eindeutig vom „gewohnten“ Standard ab: In bis zu 25 Meter Höhe wurde etwa in den Gebäudeebenen 3 bis 5 auf Hubbühnen gearbeitet, um Fachwerkträger mit „Glasroc F (Ridurit)“-Brandschutzplatten in F 90 profilfolgend zu bekleiden. „Stahlträger und Plattenbekleidungen erreichten mit fünf Metern in der Abwicklung schon eine außergewöhnliche Länge. Entsprechend umfangreich waren die Maßnahmen zur Lastabtragung. So haben wir zusätzlich zur normalen Verschraubung zum Beispiel fünf Millimeter starke L-Winkelprofile in Längsrichtung an die zu schützenden Bauteile angeschweißt, um die Last gleichmäßig auf diese zu verteilen. Abweichend zur üblichen Vorgehensweise wurden zudem im Rohdeckenanschlussbereich doppellagig Streifenzuschnitte aus 2 x 25 mm ,Glasroc F (Ridurit)’ an den Seitenplatten der Bekleidungen angebracht, die an die Rohdecke gedübelt einen weiteren Großteil der Last abtragen“, so Ingo Schönfeld.

Innovative Stützen- und Trägerbekleidungen mit Rigips-Systemen in F 90
Im 11. Obergeschoss direkt unter der Trapezblechdachkonstruktion wurden auf beiden Seiten des Gebäudes, das hier durch ein riesiges Atrium geteilt wird, auf je 500 Meter Länge insgesamt über 220 Stahlstützen gemäß den Rigips-Systemen 6.10.11-6.10.16 vierseitig ebenfalls mit „Glasroc F (Ridurit)“-Platten auf F 90 ertüchtigt. Bei allen, die Stützenbekleidungen tangierenden Anschlüssen und Konstruktionskombinationen wurden zunächst die Anforderungen in Bezug auf die Eigenbewegungen des Gebäudes analysiert. Teils abweichend von den amtlichen Nachweisen entwickelte das Unternehmen Jaeger Ausbau handwerklich besser umzusetzende und technisch leistungsfähigere Alternativen. Vor der Serienvorfertigung der vierseitigen, kastenförmigen Bekleidungen wurden dazu zahlreiche Muster erstellt und begutachtet, um schließlich die effektivste Ausführung auszuwählen.

Wie bei den Stahlstützen überzeugte auch für die Stahlträgerbekleidungen eine vom Verarbeiter eigens entwickelte Lösung: „Für die mehrheitlich als Doppelträger mit Gleitung ausgebildeten Stahlträger in Ebene 11 waren über 20 Brandschutzbekleidungen der Feuerwiderstandsklasse F 90 in gebogener Form herzustellen. Hierfür wurden auf Wunsch der Bauleitung zunächst zwei bereits beschichtete, dicht nebeneinander liegende und in gebogener Form verlaufende Deckenstahlträger als Muster bekleidet. Da die erforderliche Dicke der Brandschutz-Beschichtung auf den Innenseiten zwischen den Tragprofilen nicht nachgewiesen werden konnte, wurde schließlich eine dreiseitige, kastenförmige Bekleidung mit ,Glasroc F (Ridurit)’-Platten gewählt, die aus verkürzten und mit Gehrungen versehenen Zuschnitten erstellt und in gebogener Form montiert werden sollte. Wir haben dabei diese speziellen Rigips-Brandschutzplatten mehrlagig überlappt angebracht, sodass an der ,dünnsten’ Bekleidungsstelle immer mindestens 25 mm ,Glasroc F (Ridurit)’ das Stahlbauteil schützen. Um mögliche horizontale Bewegungen des Daches zwischen den beiden Trägern aufzunehmen, musste darüber hinaus eine gleitende Beplankung – beidseitig kraftschlüssig auf eingeschweißten Stahlknaggen befestigt – montiert werden. Erschwert wurden diese Arbeiten durch direkt darunter stehende Brandwände und Stahlanbauteile sowie teils beengte Platzverhältnisse infolge der bereits installierten Technischen Gebäudeausrüstung.“

Kein Weg zu weit
Ganz „nebenbei“ schloss das Team um Ingo Schönfeld in Ebene 11 auch noch mehr als 130 nicht benötigte Massivwandöffnungen in den Treppenhaus- und Fahrstuhlkernen brandschutztechnisch zuverlässig mit 2 x 25 mm dicken „Glasroc F (Ridurit)“ Platten. „Noch wichtiger und aufwändiger waren jedoch die Verkleinerung von circa 160 Massivtürlaibungen durch ein- bis fünflagige Aufdopplungen. Und das im gesamten Gebäude – allein für das Aufmaß waren kilometerlange Wege nötig. Für die Türlaibungen selbst wurden hunderte Meter Rigips-Brandschutzplatten montiert.“
Insgesamt dauerten die brandschutztechnischen Arbeiten rund 17 Monate. Die quantitativ und qualitativ außergewöhnlichen Leistungen, wie die F 90-Stahltrag­werksbekleidungen von Unterzügen, Schweiß- und Sonderträgern, Stahlstützen und Schachtwänden, sind diesem „Mega-Projekt“ heute kaum noch anzusehen.

Bautafel
Bauherr: THE SQUAIRE FRANKFURT GmbH & Co. KG
Architekt: JSK international Architekten und Ingenieure GmbH, Frankfurt
Generalunternehmer: Arge Innenausbau ACF, Hofheim
Trockenbau/Brandschutz: Jaeger Ausbau GmbH + Co KG Rhein-Main, Wölfersheim
Fachberater Trockenbausysteme: Jürgen Klingelhöfer, Saint-Gobain Rigips GmbH, Düsseldorf

Über 220 Stahlstützen wurden im 11. Obergeschoss vierseitig in F 90 bekleidet.
 

Eindrucksvolle Großbaustelle: “THE SQUARE“ während der Bauphase.

Rigips – Der Ausbau-Profi
Der Ausbau-Profi Saint-Gobain Rigips GmbH bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. Unter der Marke Rigips werden in Deutschland neben Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und Dämm-Verbundplatten für die Anwendung in Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen entwickelt, produziert und vermarktet. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne und nachhaltige Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den bedeutendsten Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil der Saint-Gobain-Gruppe. Saint-Gobain, weltweit führender Anbieter auf den Märkten des Wohnens und Arbeitens, ist in 64 Ländern vertreten. Mehr als 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten in 2012 einen Umsatz von 43,2 Mrd. Euro.

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