Brandschutz auf höchstem Niveau

26.03.2013

Denkmalschutzgerechte Revitalisierung des Kölner Blau-Gold-Hauses

Düsseldorf / Köln – Für die Erweiterung des renommierten Le Méridien Dom Hotels in Köln wurden im angrenzenden Blau-Gold-Haus auf rund 2.000 m² 42 neue Suiten und Luxuszimmer eingerichtet. Hierfür wurde das gesamte Bauwerk aufwändig entkernt und ausgebaut. Das historische und unter Denkmalschutz stehende Gebäude erhielt neben einer neuen Fassade eine komplett neue Innenraumgestaltung. Um alle geltenden Sicherheitsvorschriften erfüllen zu können, mussten umfangreiche Brandschutzmaßnahmen realisiert werden. Die Experten der mit dem Innenausbau beauftragten MAG-Projekt GmbH sorgten dafür, dass Stahlstützen und Stahlträger, Brandschutzdecken sowie Raumtrennwände brandschutzsicher in Trockenbauweise erstellt wurden. Für diese Ausbauarbeiten wurde die MAG-Projekt GmbH im Leistungsbereich Brandschutzsysteme mit dem Gewinn der Rigips Trophy '11 belohnt.

Das 1952 erbaute Blau-Gold-Haus direkt gegenüber dem Kölner Dom galt einst als spektakulärster Kölner Neubau der Nachkriegsjahre. Die Bauweise basiert auf einer Stahlskelettkonstruktion und zeigt eine aufwändig gestaltete Vorhangfassade. Nach der Entscheidung des angrenzenden Le Méridien Dom Hotels, sein Raumangebot in die vier oberen Geschosse des Blau-Gold-Hauses zu erweitern, waren die fachkundigen Experten der MAG-Projekt GmbH gefragt, denn das Gebäude genügte weder statisch noch brandschutz- und schallschutztechnisch den heutigen Anforderungen und Vorschriften für Hotel- und Konferenzräume.

Nach der vollständigen Entkernung mussten zahlreiche Stahlstützen und Stahlträger brandschutztechnisch bekleidet, Brandschutzdecken sowie Raumtrennwände eingezogen werden. Das Schwingverhalten des Stahlskelettgebäudes machte dabei durchgängig gleitend ausgeführte Decken- und Wandanschlüsse zwingend erforderlich. Das Expertengremium der Rigips Trophy-Jury bewertete besonders die Ausführung der Brandschutzkonstruktionen als gutes Beispiel für eine durchweg gelungene Integration hoher Brandschutzqualitäten in eine vorhandene Bausubstanz. Zudem erfüllen viele Brandschutzkonstruktionen gleichzeitig die Funktion eines Tragegerüsts für nachfolgende Haustechnik-Konstruktionen.

Brandschutzsicheres Grundgerüst
Nach der Entkernung begann das Team der MAG-Projekt GmbH zunächst damit, die Stahlstützen und -träger brandschutzsicher zu bekleiden. Je nach Etage waren hier Brandschutzanforderungen von F 30-A bis F 90-A zu erfüllen. Bei der Beplankung der 3,10 m hohen Hauptstahlstützen sowie der Fassadenstützen vom ersten bis zum vierten Obergeschoss kamen für eine Ausführung in F 90-A die speziellen Brandschutzplatten „Glasroc F (Ridurit)“ von Rigips einlagig in 25 mm als kastenförmige Bekleidung zum Einsatz. Die dreieckigen Vouten der Fassadenstützen erhielten ebenfalls eine Bekleidung mit 1 x 25 mm „Glasroc F (Ridurit)“.

An der Nord-West-Seite des Blau-Gold-Hauses wurden die quadratischen Fassadenabstrebungen zwischen den Fassadenstützen und der eigentlichen Fassadenkonstruktion gegen eine vierseitige Brandbeanspruchung in F 90-A mit einer doppelten Lage „Glasroc F (Ridurit)“ in 20 mm geschützt. Für das vierte Obergeschoss war eine Ausführung in F 30-A mit 2 x 15 mm ausreichend. Die Vielzahl, Neigung und Feingliedrigkeit der zu bekleidenden Fassadenabstrebungen erforderte höchste Präzision in der Ausführung, da diese brandschutztechnisch als einbindende Bauteile zu beachten waren.

Innovative Deckensysteme
Auf allen Etagen des Blau-Gold-Hauses, die als Hotelzimmer eingerichtet werden sollten, wurden nach der Entkernung verschiedene Deckenkonstruktionen mit unterschiedlichen Brandschutzanforderungen eingebaut. Darunter eine freitragende Konstruktion, die als Weitspannträgerdecke über eine Spannweite von 4,90 m dem Brandschutz bis F 90 und der Lastaufnahme der Haustechnik dienen sollte. Die vorhandenen Deckenausfachungen der Stahlskelettkonstruktion bestanden aus schwach armierten Bims-Betondielen, die zur Lastaufnahme der Decke nicht geeignet waren. Nach eingehender Prüfung verschiedener Lösungsansätze entschied man sich für die Systeme Rigips 4.45.00, System XL sowie die Rigips-Sanierungsdecke F 30/F 90, mit denen auch die hohen Lastenübertragungen und längeren Spannweiten sicher realisiert werden konnten.

„Die Rigips-Systeme boten für diesen Anwendungsfall die besten Vorraussetzungen“, erklärt MAG-Projektleiter Osama El-Agha. Die Unterkonstruktion besteht aus einer doppelten Lage „Rigips UA-Profilen“ 125/40-2, die mittels Schrauben und Sicherungsmuttern direkt an die vorhandenen Stahlträger montiert wurden. Anschließend folgte eine Mineralwolldämmung und eine Unterkonstruktion aus „Rigips CD-Profilen“ und schallentkoppelten Direktbefestigern, an die 25 mm starke „Glasroc F (Ridurit)“-Platten geschraubt wurden. „Aus schallschutztechnischen Gründen haben wir für die Abhängung schallentkoppelte Direktbefestiger und eine 100 mm dicke Mineralfaserdämmung verwendet“, erklärt Osama El-Agha. An den Übergangsbereichen zu den Stahlträgern wurden die Platten teilweise für einen erhöhten Brandschutz aufgedoppelt.

Abgehängte Decke für haustechnische Installationen
Nach Fertigstellung der Unterdecke für die Weitspannträgerkonstruktion erfolgten die Erstellung einer zusätzlichen, abgehängten und ebenfalls schallentkoppelten Sichtdecke sowie die Einbringung der gesamten Haustechnik. An einer Unterkonstruktion aus „Rigips-CD-Profilen“ wurden „Clima Top Air“-Rigips-Lochplatten als Sichtdecke mit für die Klimatisierung der Räume darauf liegenden Kapillarrohrmatten aufgeschraubt. Die „Clima Top Air“ ist eine Lochgipsplatte, die sich durch eine erhöhte Wärmeleitfähigkeit auszeichnet und zusätzlich eine luftreinigende Wirkung besitzt.

An der Frontfassade entstanden durch bauseits bedingte Deckenversprünge 30 laufende Meter Deckenabkofferungen sowie 90 laufende Meter Stufenausbildungen in 140 x 140 mm. Auf den Fluren wurden bis zu einer Breite von 2,65 m freigespannte Decken aus „Rigiton“-Langfeldplatten mit einer quadratischen Lochung 8/8 mm und Randfriesen erstellt.

Ruhe und Erholung
Für die Raumtrennwände der Hotelzimmer bestanden hohe Anforderungen an den Schallschutz. Um Geräusche wirksam zu dämpfen und abzuhalten, entschied man sich im Blau-Gold-Haus für eine Beplankung zahlreicher Raumtrennwände mit der Schallschutzplatte „Die Blaue RB“ von Rigips. Diese Platte überzeugt nicht nur mit hervorragenden Schallschutzwerten, sondern auch mit außerordentlich guten Verarbeitungseigenschaften. Auf die Unterkonstruktion aus „Rigips CW-Profilen“ wurde eine doppelte Lage „Die Blaue RB“ 12,5 mm montiert, dazwischen eine Mineralwolldämmschicht. Auf diese Weise entstanden Einfach- wie Doppelständerwände in 125 und 210 mm mit einem Schallschutz bis zu 66 dB. In Bereichen mit erhöhten Brandschutzanforderungen in F 90-A wurden 210 mm breite Doppelständerwände mit einer doppelten Lage der Feuerschutzplatte „Die Blaue RF“ 12,5 mm montiert.

Die Statik sowie das Schwingungsverhalten der Stahlskelettbauweise erforderten gleitende Wand- und Deckenanschlüsse nahezu aller Trockenbaukonstruktionen. Trotz zahlreicher Überraschungen während des Bauprozesses erstrahlt das Blau-Gold-Haus heute als integraler Bestandteil des Kölner Dom Hotels in neuem Glanz.

Bautafel
Bauherr: Domkloster Lammerting GmbH & Cie. KG, Norderfriedrichskoog
Architekt: Architekturbüro Thomas Wahl, Oberhausen-Königshardt
Trockenbau: MAG-Projekt GmbH, Wesseling
Fachberater Trockenbausysteme: Hardy Keller, Saint-Gobain Rigips GmbH

Blau-Gold-HausFür die Erweiterung des renommierten Le Méridien Dom Hotel Köln wurden im angrenzenden Blau-Gold-Haus ab dem zweiten Obergeschoss 42 neue Suiten und Luxuszimmer fertig gestellt.

 

Blau-Gold-Haus
Die Flure erhielten in Breiten bis zu 2,65 m frei gespannte Decken mit quadratischer Lochung, sichtbarem Raster und einem umlaufenden Randfries.

Blau-Gold-Haus

Modern und luxuriös eingerichtet präsentieren sich die Zimmer und Suiten des Dom Hotels im sanierten Kölner Blau-Gold-Haus.

 

Rigips – Der Ausbau-Profi
Der Ausbau-Profi Saint-Gobain Rigips GmbH bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. Unter der Marke Rigips werden in Deutschland neben Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und Dämm-Verbundplatten für die Anwendung in Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen entwickelt, produziert und vermarktet. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne und nachhaltige Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den bedeutendsten Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil der Saint-Gobain-Gruppe. Saint-Gobain, weltweit führender Anbieter auf den Märkten des Wohnens und Arbeitens, ist in 64 Ländern vertreten. Mehr als 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten in 2012 einen Umsatz von 43,2 Mrd. Euro.

 

Rigips – Das Original. Für Räume zum Leben.
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Über Saint-Gobain
Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen, die einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft leisten. Diese Werkstoffe umgeben uns täglich in unseren Lebensräumen und im Alltag: In Gebäuden, Transportmitteln und Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Unsere Systemlösungen sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und berücksichtigen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels.
Saint-Gobain ist führend in der Gestaltung von Lebensräumen und macht mit seinen Produkten und Systemlösungen Komfort erlebbar. Rund 170.000 Mitarbeiter in 67 Ländern erwirtschafteten 2015 einen Umsatz von 39,6 Mrd. Euro. Auf der Website www.saint-gobain.de und über den Twitter Account @SaintGobainME erhalten Sie weitere Informationen zu Saint-Gobain.

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