Beste Noten für die Sicherheit

12.05.2010

Anspruchsvolles Brandschutzkonzept für Grundschule

Düsseldorf / Neuruppin – Die Evangelische Schule Neuruppin wurde 1993 als Gymnasium eröffnet und war damals die erste Neugründung einer konfessionellen Schule in Brandenburg. 2007 wurde das Lehrangebot um eine Grundschule erweitert. Um die dafür benötigten Räumlichkeiten zu schaffen, wurde ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude auf einem benachbarten Grundstück aufwändig saniert. Insbesondere das mit geeigneten Trockenbaumaßnahmen umzusetzende Brandschutzkonzept forderte die Kompetenz eines erfahrenen Ausbaubetriebes.

Insgesamt acht Klassenzimmer, zwei Atelierbereiche, mehrere Veranstaltungs- und Gruppenräume sowie eine Dachterrasse mit einem Schulgarten (dem „Grünen Klassenzimmer“) finden in dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude der „Alten Seekaserne“ in Neuruppin ausreichend Platz. Rund 50 Grundschüler pro Jahrgang absolvieren hier den ersten Abschnitt ihrer schulischen Laufbahn.

Etwas mehr als sieben Monate verbrachte das Team um Thomas Frahn, Geschäftsführer der Treskower Innenausbau GmbH mit dem Um- und Ausbau der Evangelischen Grundschule Neuruppin. Pünktlich zum neuen Schuljahr sollten sämtliche Räume im Souterrain und den drei Etagen für den Unterricht bereitstehen. „Für unser Unternehmen war die Ausführung der Trockenbauarbeiten an diesem Objekt eine interessante, weil anspruchsvolle Aufgabe“, so Thomas Frahn. „Neben den Anforderungen im Schall- und Wärmeschutz galt unser besonderes Augenmerk der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes in den verschiedenen Bauteilbereichen. In enger Zusammenarbeit mit dem Objektbetreuer der Schulstiftung der EKBO – Bauherrin der neuen Grundschule – und dem Planungs- und Bauleitungsbüro RAI GbR sowie dem technischen Service unseres Partners Rigips haben wir hier viele interessante Detaillösungen realisiert.“

Brandschutz schafft Strukturen
Insbesondere die Holzbalkenkonstruktionen im Geschossdecken- und Mansardenbereich sowie im Dachgeschoss machten den Einsatz verschiedener Brandschutzsysteme notwendig. Entsprechend lag ein Schwerpunkt der Trockenbauarbeiten darin, diese Geschossdecken und neu eingebaute Stahlträger und -stützen brandschutztechnisch zu ertüchtigen. Neben der neuen Grundrissgestaltung, die mithilfe von Einfach- und Doppelständerwänden geschaffen wurde, gab damit gleichzeitig der Brandschutz die Strukturen der neuen Räumlichkeiten vor: So entstand beispielsweise im Dachgeschoss ein Multifunktionsraum, dessen Raumaufteilung im Wesentlichen durch die brandschutztechnischen Verkleidungen bestimmt wurde.

Neue Stahlträger, vorhandene Holzbalken
Zunächst erhielt der Rohboden im Dachgeschoss zum Ausgleich einen belastbaren Belag aus 20 mm dicken „Rigidur Estrichelementen“ (F 30) auf einer 20 bis 50 mm dicken Trockenschüttung. Die aus statischen Gründen neu eingesetzten Stahlträger (260 x 280 mm, 260 x 260 mm und weitere Maße) erhielten einen Mantel aus einlagig montierten 25 mm dicken „Glasroc F (Ridurit)“-Feuerschutzplatten (F 90-A). Diese Feuerschutzplatten der Baustoffklasse A1 nach DIN 4102-1 bieten aufgrund ihrer Materialzusammensetzung aus Gips und einer Armierung aus Glasfaservlies einen besonders hohen Gefügezusammenhalt und erlauben die brandschutztechnische Ertüchtigung von Stahlträgern und -stützen bei vierseitiger Brandbeanspruchung bis zu F 120-A – je nach Bekleidungsdicke. „Durch die verschiedenen Formen und Stärken der Stahlträger war hier ein sehr präzises Zuschneiden und Anarbeiten der Feuerschutzplatten gefordert“, erinnert sich Thomas Frahn.

Die vorhandenen, unmittelbar an die Stahlträger angrenzenden Holzbalken wurden anschließend dreilagig mit „Rigips Feuerschutzplatten RF“ (12,5 mm) auf F 90 ertüchtigt. Für die restlichen Holzbalken war eine F 30-Beplankung aus 12,5 mm starken Feuerschutzplatten ausreichend.

Selbstständige Brandschutzdecke
Gleichermaßen in F 90 ertüchtigt wurden Geschossdecken sowie der gesamte Mansardenbereich und alle Holzbalkenkonstruktionen. „Zur Ertüchtigung der Geschossdecken haben wir eine selbstständige Brandschutzdecke mit Metall-Unterkonstruk¬tion als System vorgeschlagen und realisiert. Hierfür haben wir das Grund- und Tragprofil (CD 60/27 – 06) der Unterkonstruktion über Noniusabhänger circa 120 bis 200 mm tief – an einigen Stellen auch direkt – von den vorhandenen Decken abgehängt. Der Achsabstand betrug 750 mm. Anschließend haben wir die Tragprofile zweilagig mit ,Rigips Die Dicke 20’ beplankt. Durch diese Lösung konnten wir sogar auf die sonst bei F 90-Holzbalkendecken vorgeschriebene Mineralwolle verzichten, so dass wir eine maximale Deckenhöhe beibehalten konnten.“ Abschließend verspachtelt wurden die Brandschutzdecken mit dem „VARIO Fugenspachtel“ in Q 2.

Die restlichen Dachschrägen jenseits der Mansardenbereiche wurden wiederum in F 30 realisiert. Sie erhielten eine Metallunterkonstruktion sowie einen 180 mm dicken Spannfilz aus nichtbrennbarer Mineralwolle in der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035. Die Beplankung besteht aus einlagigen „Rigips Feuerschutzplatten RF“ (15 mm).

Unsichtbarer Lebensretter
Vor allem der richtige Material-Mix sorgt also in der Neuruppiner Grundschule für ein hohes Maß an Brandschutz. „Die Schulkinder und Lehrer nehmen bewusst sicherlich eher den ästhetischen und raumakustischen Wert der Ausbaumaßnahmen wahr. So profitieren sie beispielsweise in den Klassenräumen und den Fluren von einem Deckensegelsystem aus schallabsorbierender Mineralwolle. Die ,unsichtbaren’ Brandschutzmaßnahmen bleiben ihnen verborgen. Für den Bauherrn, die Planer und für uns als ausführenden Betrieb kommt jedoch, gerade in Schulgebäuden, dem vorbeugenden Brandschutz eine mindestens ebenso große Bedeutung zu“, so Thomas Frahn abschließend.

Bautafel
Bauherr: Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Geschäftsstelle Berlin
Planung: Rheinsberger Architektur & Ingenieur GbR, Rheinsberg
Trockenbau: Treskower Innenausbau GmbH, Neuruppin
Fachberater Trockenbausysteme: Frank Neumann, Saint-Gobain Rigips GmbH

Grundschule NeuruppinNeben der neuen Grundrissgestaltung, die mithilfe von Einfach- und Doppelständerwänden geschaffen wurde, gab der Brandschutz die Strukturen der neuen Räumlichkeiten vor.   Grundschule NeuruppinFür die sonstigen Holzbalken sowie die Dachschrägen war eine F 30-Beplankung aus Feuerschutzplatten ausreichend.   Grundschule NeuruppinDas brandschutztechnisch ertüchtigte Dachgeschoss beherbergt heute einen multifunktional nutzbaren Gruppenraum.

 

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Der Ausbau-Profi Saint-Gobain Rigips GmbH bietet vielfältige Systemlösungen inklusive aller hierfür benötigten Komponenten für den modernen, trockenen und designorientierten Innenausbau. An insgesamt 11 Standorten in Deutschland entwickeln, produzieren und vermarkten rund 800 Mitarbeiter neben Standard-Gipsplatten sowie Gipsfaserplatten, Zubehöre und EPS-Dämmstoffe für die Anwendung in und an Gebäuden sowie für diverse Spezialanwendungen. Die Saint-Gobain Rigips GmbH ist damit der kompetente Partner für moderne Innenausbau- und Designlösungen sowie für hochwertige Systeme im Schallschutz, im Brandschutz, in der Wärmedämmung und im Akustikbereich. Rigips gehört zu den führenden Marken für moderne Innenausbaulösungen im deutschen Markt und ist Teil des Saint-Gobain-Konzerns. Saint-Gobain ist eines der 50 größten Industrieunternehmen weltweit. Mehr als 191.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 64 Ländern erwirtschafteten in 2009 einen Umsatz von 37,8 Mrd. Euro. 

 

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Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen, die einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft leisten. Diese Werkstoffe umgeben uns täglich in unseren Lebensräumen und im Alltag: In Gebäuden, Transportmitteln und Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Unsere Systemlösungen sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und berücksichtigen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels.
Saint-Gobain ist führend in der Gestaltung von Lebensräumen und macht mit seinen Produkten und Systemlösungen Komfort erlebbar. Rund 170.000 Mitarbeiter in 67 Ländern erwirtschafteten 2015 einen Umsatz von 39,6 Mrd. Euro. Auf der Website www.saint-gobain.de und über den Twitter Account @SaintGobainME erhalten Sie weitere Informationen zu Saint-Gobain.

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